„Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ – so lautete das Thema des Geschichtswettbewerbes 2024/25 um den Preis des Bundespräsidenten. Über 30 Schülerinnen und Schüler des Annette-Gymnasiums haben sich auf historische Spurensuche begeben und untersucht, wie und welche Grenzen das Leben der Menschen in der Geschichte beeinflussten. Die jungen Forscherinnen und Forscher haben nicht nur die Auswirkungen geographischer Grenzen untersucht, die begrenzten, schützten, einengten oder überquert wurden, sondern ebenso gesellschaftliche, ideologische, soziale und kulturelle Grenzerfahrungen, Grenzüberschreitungen und Grenzerweiterungen.
Sie ließen sich dabei auf vielfältige Themen ein: Philipp Lamers (Q1) erforschte die Geschichte seiner Tante zweiten Grades, der Cousine seines Vaters, die als Kind eines deutschen Angehörigen der Organisation Todt und einer Französin 1943 geboren wurde. – Zwei Menschen, die sich während des Krieges, zwischen Grenzen kennenlernten, diese aber überwinden konnten, da ihre Bindung stärker war als jede Grenze, ob geografisch, politisch, ideologisch, moralisch, kulturell oder sprachlich.

Greta Tebben (10. Klasse) nahm das Leben von vier sehr unterschiedlichen Frauen in den Blick, die zu unterschiedlichen Zeiten in der Geschichte zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert die gesellschaftlichen Rollen, die ihnen zugeschrieben wurden und die Grenzen, die ihnen vorgegeben waren, überwanden.
Weitere Themen waren die Eingrenzung der Meinungsfreiheit durch die Nationalsozialisten, das Leben und die gesellschaftlichen Hürden von „Gastarbeitern“ in Deutschland, Familiengeschichten im Kontext der ehemaligen innerdeutschen Grenze und viele mehr.
Während der sechsmonatigen Projektzeit wurden die Schülerinnen und Schüler zu selbständigen Forschern. Sie befragten Zeitzeugen und Experten, lasen alte Zeitungen und recherchierten in Bibliotheken und Archiven. Unterstützt wurden sie dabei von den Tutorinnen und Geschichtslehrerinnen Katy Beck und Sabrina Hamidi sowie von unserer studentischen Co-Tutorin Randa Taskan vom geschichtsdidaktischen Institut der Universität Münster.
Neben der wöchentlichen Geschichts-AG trafen sich die Jungforscher*innen zu zwei ganztägigen schulischen Workshops im Dezember und im Januar. Zu tun gab es dort viel: Recherchen wurden vertieft, Probleme besprochen und erste Texte geschrieben. Das gemeinsame Arbeiten beflügelte auf den letzten Metern, Ende Februar war Einsendeschluss.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Mit 6 Landespreisen, 4 Förderpreisen und 8 Sachpreisen ist das Annette-Gymnasium zum sechsten Mal infolge landesbeste Schule. Die Landespreise, die mit jeweils 500 € Preisgeld versehen sind, wurden jetzt am 8. September 2025 im Haus der Geschichte in Bonn überreicht, wo Schulleiter Jochen Wilsmann auch den mit 2.500 Euro dotierten Schulpreis entgegennahm. Die Landespreisträger*innen gehen zudem in die nächste „Jury-Runde“ und haben noch Chancen auf einen Bundespreis und vielleicht auch auf eine damit verbundene Reise nach Berlin zum Bundespräsidenten.

Anschrift
Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium
Grüne Gasse 38
48143 Münster
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E-Mail: annettegymnasium@stadt-muenster.de
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