Die Stadtentwicklungsplanung beschäftigt sich mit der räumlichen, historischen und strukturellen Entwicklung und Planung einer Stadt. Das Thema ist im Lehrplan der Leistungskurse Erdkunde verankert und lässt sich nach der eher theoretischen Behandlung im Unterricht idealerweise bei einer Exkursion vor Ort vertiefen.

Von: Max & Arda, Q2

Am Wochenende des 19. Januars hatte unser Erdkunde Leistungskurs der 12. Klasse die Gelegenheit zu einer zweitägigen Exkursion in die faszinierende Metropole Hamburg. Die Reise bot nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag, sondern auch die Möglichkeit, theoretisches Wissen direkt vor Ort zu erleben.

Der Tag in Hamburg begann mit unserer Ankunft in Hamburg Altona, nach einem kurzen Stopp im Hotel machten wir uns auf den Weg, um unsere im Unterricht vorbereiteten Vorträge, zu den verschiedenen Aspekten und Facetten Hamburgs vor Ort zu präsentieren.

Unsere Erkundung führte uns zuerst an den Jungfernstieg und an die Alster, von der aus wir die moderne Innenstadt, wo gläserne Hochhäuser und schicke Einkaufspassagen das Stadtbild prägen, analysieren. Die Speicherstadt hingegen beeindruckte uns mit historischen Gebäuden, kleinen Gassen und charmanten Plätzen. Hier spürten wir den Kontrast zwischen der traditionsreichen Vergangenheit und der dynamischen Gegenwart der Stadt.

Unsere Erkundung führte uns weiter, zum Wahrzeichen der Stadt, der Elbphilharmonie. Das Gebäude, das nicht nur für seine außergewöhnliche Bauweise, sondern auch für erstklassige Konzerte bekannt ist. Der Besuch der Elbphilharmonie bot uns nicht nur einen Blick in die Welt der Musik, sondern bot auch einen guten Abschluss für den ersten Tag in Hamburg. An diesem Punkt endeten dann schlussendlich die Vorträge und der offizielle Teil. Anschließend hatten wir Zeit in Kleingruppen die Stadt, in unserem Falle die Altstadt, zu besichtigen. Dort fand man schöne Restaurants und Plätze, um dort den Tag zu beenden.

Der zweite Tag unserer Hamburg Exkursion begann für uns mit einem leckeren Frühstück in unserem Hotel im Hamburger Bezirk Altona. Unser Gepäck konnten wir den Tag über dort lagern, sodass wir direkt zur U-Bahnstation aufbrechen konnten.

Mit der U-Bahn fuhren wir zunächst ins Stadtinnere, um unseren Stadtführer in der Nähe der Sankt Nikolai Kirche zu treffen. Dort erfuhren wir dann einige historische Fakten über Hamburg und konnten einige der ältesten Bürgerhäuser der Stadt genauer kennenlernen. Dies war möglich, da der Stadtbrand im Jahre 1842 ganz nah an unserem Treffpunkt begann und die umliegenden Häuser aufgrund der Windrichtung zum Glück verschont blieben. Wir erhielten viele Einblicke in das Leben der Menschen damals und konnten uns dieses auch mittels der gezeigten Fotos lebhaft vorstellen und mit dem heutigen Stadtbild vergleichen. Der Stadtführer kannte sich wirklich bestens aus und konnte zu allen Orten etwas Interessantes beitragen, wobei es allerdings zwischenzeitlich aufgrund der geringen Außentemperatur etwas kalt wurde.

Unsere nächste Station war dann der industrielle Hafen der Hansestadt, den wir mit der Fähre erreichen konnten. Somit konnten wir die Stadt auch noch einmal von der anderen Elbseite betrachten und die Vielfältigkeit der Hamburger Verkehrsmittel schätzen lernen. Hier erklärte uns der Stadtführer dann viele Fakten zu den logistischen Prozessen auf dem Hafengelände, welche wir aus nächster Nähe begutachten konnten. Es war faszinierend diese Abläufe, die wir sonst nur im Unterricht gelernt haben, in der Realität wieder zuerkennen.

Mit der Fähre sind wir anschließend zurück zu den Landungsbrücken gefahren, wo sich unsere Wege dann aufgrund des Wetters (von der Fähre aus konnten wir einen echten Schneesturm beobachten) und wegen der Menschenmassen in der Stadt (an dem Tag stand eine große Demonstration an) getrennt haben. Viele Schüler haben sich erst einmal in Cafés oder Restaurants aufgewärmt, während andere zurück nach Altona gefahren sind, um schon einmal ihr Gepäck zu holen.

Insgesamt war es ein sehr informativer und interessanter Tag, an dem wir viel Neues lernen und Altes anwenden konnten. Die Stadtführung war sehr ausführlich und gut gestaltet, auch wenn es aufgrund des Wetters manchmal schwerfiel sich auf das Gesagte zu konzentrieren.

Danke für das tolle Engagement und die gute Organisation unserer LK-Lehrerinnen! Die Stadtexkursion war noch einmal ein schöner Ausflug vor der Abi-Zeit und eine super Wiederholung des Unterrichtstoffes 🙂

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