Die Reise mit der Zeitmaschine

Die Zuschauer waren gerne mit unterwegs


Als das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium am Dienstag zu dem Theaterstück „Die Reise mit der Zeitmaschine“ von Dorothee Beckmann eingeladen hat, vergaß man als Zuschauer schon mal, dass es sich um eine schulische Aufführung handelte, so professionell waren Chor, Musik, Bühnenbild und die jungen Schauspieler.

Ursprünglich stamme das Stück von Martin Falk. „Ich habe die erste Szene von ihm gelesen und hatte eine Idee. Dann habe ich begonnen, frei weiter zu schreiben“, erzählte Musiklehrerin Dorothee Beckmann, die das Theaterstück auf dem Klavier begleitete. Die Schildkröte Thekla, die in dem Stück eine Schlüsselrolle spielt, liegt ihr besonders am Herzen: „Die Tiere sind weise, gelassen und ruhig.“

Die Geschichte ist voller Phantasie und Abenteuerlust: Die beiden Mädchen Sarah (Leonie Ahmer und Laura Haupt) und Verena (Rita Berger und Astrid Kollmann) finden auf dem Dachboden neben einem Wildschweinschädel und einem Skelett noch etwas viel Interessanteres: Eine Zeitmaschine (Friederike Krause und Keno Haverkamp). Mit dem Zauberspruch „1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... lasst uns durch die Zeiten fliegen“ läuft diese tatsächlich an. Für die Mädchen beginnt eine unglaubliche Reise durch die Zeit. Unterwegs treffen sie die Schildkröte Thekla (Theresa Paul und Alina Haupt), die ihren Mann Theophil verloren hat. Ihr melodramatischer Schildkrötensong, in dem sie von dem vermeintlichen Verlust ihres Mannes erzählt, erntete heftigen Applaus.

Auf der Suche nach Theophil begegnet die bunte Truppe Marsmenschen und Hexenmeistern. Schließlich finden sie Theophil, doch der Treibstoff für die Zeitmaschine ist knapp geworden. „Die Kinder wollten unbedingt ein richtiges Happy End und das haben wir dann auch so gemacht“, lachte Dorothee Beckmann. Die Schülerinnen und Schüler hatten ihr Happy End und die Zuschauer einen richtigen Theaterabend.

An dem Stück wirkten der Chor unter der Leitung von Jutta Schulten, die Band (Dorothee Beckmann), die beiden Tanz AGs (Hanna Baumann, Eva Mengeringhausen und Gisela Brandt), die Bühnenbild AG (Martina Achenbach), die Kunst AG (Heidje Thormann) und die Technik AG mit Dorothee Beckmann mit. Nicht nur die perfekt gelungene Aufführung zollte jedem Besucher Respekt ab, sondern auch die professionelle Aufmachung.

Münstersche Zeitung, 1. Juli 2004

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