Suchtprävention

Voll-ist-out-Projekttage am Annette-Gymnasium

Wie Alkohol das Gehirn vernebelt, führt die Aktion „Voll ist out“ der Suchtprävention der Drogenhilfe des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien im Rahmen von Projekttagen an Münsters Gymnasien vor Augen. Erkenntnisse, die auch für so manche Party während der Ferien Denkanstöße geben.

Anhand von alltäglichen Situationen wurde bei Projekttagen mit Achtklässlern des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums deutlich gemacht, wie sehr Betrunkene in allen Wahrnehmungen und Steuerungsfunktionen beeinträchtigt sind. In der fünfstündigen Präventionsveranstaltung wurde detailliert diskutiert und es wurden mit sogenannten Rauschbrillen die Konsequenzen eines Alkohol-Absturzes beeindruckend simuliert. Schlagzeilen wie „Promille-Radler schlug mit Kopf auf das Pflaster“ untermauerten die Folgen, die ein Rausch nach sich ziehen kann.

Seit rund 20 Jahren arbeiten Schule und Suchtprävention der städtischen Drogenhilfe eng zusammen. 40 Pädagogikschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe EF wurden aktuell von der Beratungslehrerin für Suchtprävention, Svenja Baumstark, im Unterricht ausgebildet, um ihr Wissen an Jüngere weiterzugeben. Baumstark: „Ein idealer Nebeneffekt ist, dass auch die EF-Schüler ihr Wissen auffrischen und ihr Trinkverhalten reflektieren.“

Über Projektbausteine der Drogenhilfe, wie das „Voll ist out“-Wissensquiz und das Kartenspiel „Nachgefragt nachgedacht – über mich, über Alkohol“ kommen die geschulten älteren Schüler mit den Jüngeren leicht über Reiz und Risiko des Alkoholkonsums ins Gespräch.

Ergänzt wird diese Arbeit durch die Sucht- und Drogenprävention der Polizei und die Selbsthilfe. Die Polizei informiert über rechtliche Aspekte. Brigitte Klute, Präventionsfachkraft der Drogenhilfe: „Wir wollen eine kritische und verantwortungsvolle Haltung zu Alkohol in beiden Altersgruppen fördern.“
Zehntklässlerin Josefine vom Annette-Gymnasium über ihre Erfahrung mit diesem Schülermultiplikatorenprojekt: „Am Anfang waren die Jüngeren noch zurückhaltend, aber über das Spiel begannen sie recht schnell, offen mit uns zu sprechen. Wir sind ihnen eben nicht nur vom Alter her näher, sondern haben auch Tipps parat, was man auf Partys sagen kann, wenn man nicht mittrinken will.“

aus: WN - 02.08.2017


Suchtvorbeugung – ein Thema für unserer Schule?

Sucht, die zwanghafte Abhängigkeit von bestimmten Substanzen (z.B. Alkohol, Nikotin oder Cannabis) oder Verhaltensweisen (z.B. Esssucht, Magersucht oder Computerspielesucht), spielen leider immer wieder im Leben von einigen Kindern und Jugendlichen eine Rolle. Hierbei haben Drogen- und Suchtprobleme nie eine einzige Ursache. Die Persönlichkeit und die Umwelt, in der man lebt, entscheiden darüber, ob der Mensch in der Lage ist, ein suchtfreies, eigenverantwortliches Leben zu führen.

Wir als Schule möchten neben Familie, Politik und Medien unsere Aufgabe ernst nehmen, einen Beitrag zur Suchtprävention zu leisten. Zur schulischen Vorbeugung zählen wir hierbei sowohl die primäre Prävention, dass Kinder und Jugendliche erst gar nicht mit dem gesundheitsgefährdenden Verhalten beginnen, als auch die sekundäre Prävention, die Förderung der Entwöhnung und Aufrechterhaltung der Enthaltsamkeit.

Wie beugen wir der Sucht vor?

Nach dem aktuellen Kenntnisstand einer erfolgsversprechenden Gesundheitserziehung (vgl. etwa BzGA 2013 ) gestalten wir die Suchtprävention so, dass wir zum einen die Sachkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler stärken: Im Fachunterricht (Biologie, Religion) und an unseren Projekttagen erweitern die Jugendlichen ihr Wissen über die biologischen, psychologischen und sozialen Probleme des Konsums von Drogen. Zum anderen möchten wir die Schülerinnen und Schüler auch in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz fördern, damit sie weiter gestärkt werden, in ihrem Leben selbstbestimmt, sozial verantwortlich und überlegt Drogen zu begegnen. Hierzu zählen z.B. die Fähigkeiten Gruppendruck zu widerstehen, auf die eigenen Stärken zu vertrauen, sich anderen bei Problemen anzuvertrauen oder mit Konflikten und Enttäuschungen angemessen umzugehen. Der Aufbau der Ich-Stärke ist somit ein zentrales Ziel der suchtvorbeugenden Arbeit.

Dieses wird besonders in folgenden Projekten gefördert:

  • Klassenleiterstunde: „Erwachsen werden“ (Lions-Quest) (Klasse 5-7)
  • FAIR MOBIL (Klasse 5)
  • SPOTLIGHT Theater gegen Mobbing (Klasse 7)
  • Streitschlichter: Schulung (Klasse 8) und Inanspruchnahme (alle Stufen)

Unsere Schule bietet darüber hinaus explizit Projekte zur Suchtprävention an, die sich regelmäßig an die Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 7, 8 und EF richten und in Zusammenarbeit mit vielfältigen Kooperationspartnern durchgeführt werden:

Unsere Projekte:

  • Aufklärung gegen Tabak, Klasse 7: Medizinstudierende der Universität Münster erklären in einem lebendigen Vortrag die Gefahren des Rauchens und bringen als Gast einen betroffenen Patienten mit. Im anschließenden Klassenraumseminar kommen die Studierenden mit den Jugendlichen ins direkte Gespräch: ihre interaktiven Experimente und Methoden knüpfen an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler an. So finden sie es immer wieder faszinierend, ihren eigenen Alterungsprozess als Raucher oder Nichtraucher zu vergleichen, wenn über einen Beamer ihre 3D-Selfies (Mirroring) demonstriert werden.  Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Projekttag Alkohol/ „Voll ist out“, Klasse 8 - Programmpunkte des Projekttages sind:
    - Peer-Education: Hierfür ausgebildete Pädagogik-Schülerinnen und -Schüler der Jahrgangsstufe EF unterrichten die Achtklässler: Sie vermitteln mit interaktiven Methoden nicht nur wichtiges Faktenwissen, sondern reflektieren auch mögliche Konsummotive und -risiken. Das junge Alter der Unterrichtenden, gepaart mit dem nötigen Reflektionsvermögen und Hintergrundwissen, ermöglicht eine lockere, angstfreie Lernatmosphäre, um sich dem Thema ernsthaft öffnen zu wollen.
    - Biographie einer Sucht: Der Kreuzbund und die Diakonie vermitteln eine Person, die der Klasse einen hautnahen Einblick verschafft, was es heißt, alkoholsüchtig zu werden und diese Krankheit erfolgreich zu bewältigen.
    - Polizei Münster: Ein Mitarbeiter vom Kommissariat Vorbeugung, Sucht- und Drogenprävention der Polizei erläutert abschließend interessante rechtliche Aspekte rund um das Thema Alkohol.
  • Begleitender Informationsabend für Eltern der Stufe 8 zum Thema Alkohol, Shisha, und Cannabis, durchgeführt von der Drogenberatungsstelle und der Polizei Münster
  • Informationsveranstaltung „Tour des Lebens“ zur Alkohol- und Cannabisprävention, Stufe EF

Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, bei persönlichen Problemen mit Süchten Einzelgespräche mit unseren Lehrerinnen und Lehrern für vertrauliche Beratungen zu führen (KlassenlehrerInnen; JahrgangsstufenleiterInnen; Schulleitung) oder sich für ein Beratungsgespräch an unsere Lehrerin Frau Baumstark zu wenden, die die schulische Suchtvorbeugung koordiniert.

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