Annette-Gymnasium fördert Kompetenzen der Suchtprävention

19. 09. 2019 07:51

Rund 37 Prozent der 12- bis 17-Jährigen sagen in einer aktuellen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dass sie noch nie Bier, Wein oder Schnaps probiert haben. Zudem trinken Jugendliche ihren ersten Schluck Alkohol später als in früheren Jahren, etwa kurz vor dem 15. Geburtstag.
„Diese erfreulichen Bundestrends möchte die städtische Drogenhilfe durch Projekte ihrer Kampagne ‚Voll ist out‘ in Kooperation mit den Schulen, der Polizei und der Selbsthilfegruppe ‚Kreuzbund‘ verstärken“, erläutert Brigitte Klute vom Fachdienst Suchtprävention des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. „Wir motivieren spielerisch und informativ zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Alkohol.“

Seit 22 Jahren etwa arbeiten das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium und die Drogenhilfe eng zusammen. Svenja Baumstark, Beratungslehrerin für Suchtprävention, koordiniert die Suchtprävention am Annette-Gymnasium und nutzt regelmäßig Kompetenzen aus den eigenen Reihen. Zuletzt wurden 29 Pädagogikschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe 10 von der Referendarin Fiona Höcker im Unterricht ausgebildet, um ihr Wissen an die Schülerinnen und Schüler der fünf achten Klassen weiterzugeben. Svenja Baumstark: „Ein idealer Nebeneffekt ist, dass auch die EF-Schüler ihr Wissen auffrischen und ihr Trinkverhalten reflektieren.“


Weshalb reagiert das Gehirn von Jugendlichen sehr viel empfindlicher auf das Zellgift Alkohol als das von Erwachsenen? Weshalb ist es wichtig, dass sich Jugendliche „nüchtern“ mit  ihren Schwierigkeiten, Konflikten und Gefühlszuständen auseinandersetzen? Mit dem „Voll ist out“-Wissensquiz und dem Kartenspiel „Nachgefragt & nachgedacht - über mich, über Alkohol“ kommen die geschulten älteren Schüler mit den Jüngeren leicht über Reiz und Risiko des Alkoholkonsums ins Gespräch. Mittlerweile fragen die Schülerinnen und Schüler des Pädagogikkurses, ob sie das VOLL ist OUT-Projekt zur Alkoholprävention vorbereiten und durchführen können. Sie hatten selbst als Achtklässlerinnen an dem Schülermultiplikatoren-Projekt teilgenommen.

Zwei vom Fachdienst Suchtprävention der Drogenhilfe koordinierte Angebote ergänzten das Projekt. Expertinnen und Experten der Selbsthilfe nahmen sich unter dem Motto „Wie fühlt sich Sucht an?“ Zeit für ein einstündiges Gespräch mit den Achtklässlern.  Ralf Stienemann vom Kommissariat Vorbeugung der Polizei informierte über die rechtliche Seite des Themas Alkohol. Anfang 2020 beginnt das nächste Projekt mit den „neuen“ Achtklässlern.


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