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Schülerinnen erinnern an Paul Wulf

12. 07. 2019 00:00

Die Schülerinnen der Klasse 8 Sarah Weßling und Hannah Wortmann befassten sich in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten eingehend mit der sogenannten Rassenhygiene der Nationalsozialisten. Dafür setzten sie sich auch intensiv mit dem Leben von Paul Wulf auseinander. Er war Opfer der NS-Euthanasie und antifaschistischer Aufklärer. Als solcher ging er in die Archive und fand die NS-Verstrickungen der neuen alten Eliten der jungen Bundesrepublik. Paul Wulf selber war als Kind zwangssterilisiert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Opfern schwieg er aber nicht über sein Schicksal und wurde so  zur Stimme der mehr als 350.000 von den Nazis als „lebensunwert“ stigmatisierten und zwangssterilisierten Menschen. Er war es maßgeblich, der eine späte Entschädigung für diese Opfergruppe erstritt. Für seine unermüdliche Arbeit erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Er verstarb am 3. Juli 1999 im Alter von 78 Jahren.

Anlässlich seines 20. Todestages wurde nun an Paul Wulf an „seiner“ Statue auf dem Servatiiplatz gedacht. Hierzu lud der Freundeskreis Paul Wulf unsere beiden Schülerinnen ein, ihre Arbeit in einem Vortrag zu präsentieren. Begleitet wurden sie dabei von ihrer Tutorin Kim Keen. Auszüge ihrer Arbeit werden auch in einem Buch zu Paul Wulf 2021 veröffentlicht.


Lesung von Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiastinnen


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