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Labortag im Sonderforschungsbereich für "Furcht, Angst und Angsterkrankungen"

12. 03. 2019 00:00

Am vergangenen Donnerstag tauschten die Biologie-Leistungskurse von Frau Frost und Herrn Bremer im Jahrgang Q2 für einen Tag die Klassenzimmer gegen die Labore des Sonderforschungsbereiches „Furcht, Angst, Angsterkrankungen“ am Institut für Physiologie der Universität Münster, um neurophysiologische Grundlagenforschung einmal hautnah zu erleben. Neben der experimentellen Epilepsieforschung, insbesondere der Erforschung der Absence-Epilepsie bei Kindern, steht im Zentrum der Arbeit dieser universitären Einrichtung die Forschung, was bei einer Angsterkrankung im Gehirn passiert und welche Nervenzellen und Botenstoffe beteiligt sind.

An einem der begehrten Labortage des Sonderforschungsbereiches hatten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Gelegenheit, mit den Wissenschaftlern zu sprechen und die Labore zu erkunden, sondern ihnen auch bei Experimenten über die Schulter zu schauen.

Der „neurophysiologische Vormittag“ begann mit einer thematischen Einführung in die Hirnforschung und die Arbeitsbereiche des Sonderforschungsbereiches. Anhand anschaulicher Beispiele zur Entstehung von Furcht und Angst und verschiedener Formen der Epilepsie wurden Inhalte und Methoden der einzelnen Forschungsprojekte erläutert. Danach hatten die Nachwuchsforscher Gelegenheit, sich in den Laboren umzusehen und den Doktoranden Fragen zu ihrer Arbeit im Labor - aber auch zu möglichen Studienfächern und Berufsaussichten - zu stellen.


Furcht und Angst sind wichtige Bestandteile unseres alltäglichen Verhaltens. Sie schützen uns vor Einflüssen oder Begegnungen, die für uns unangenehm oder sogar schädlich sind. Im Laufe unseres Lebens lernen wir, uns vor bestimmten Ereignissen zu fürchten und so gefährliche Situationen zu vermeiden. Eine extreme Erfahrung oder Störung dieses Verhaltens kann jedoch zu einem krankhaften, unverhältnismäßig starken Angstzustand führen, einer Angsterkrankung, von der im Laufe des Lebens nahezu ein Viertel aller Deutschen einmal betroffen ist.

Die abschließende Evaluation und die Rückmeldungen bei der Auswertung des Labortages in der Schule kamen zu einem einmütigen Ergebnis: "An solch einem Labortag sollte jeder Bio-LK einmal teilnehmen".


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