Exkursion zum Phoenix-Gebiet

10. 12. 2018 00:00

von Moritz Schlummer und Nikola Peric (Q2)

Unser Tag begann mit einer Führung am Phoenix-See. Es wurden uns erst allgemeine Informationen gegeben, zum Beispiel, dass der See als Hochwasserschutz bei starkem Regen dient oder die Entscheidung, den See durch Grund- und Regenwasser aufzufüllen, zu verwerfen und den Prozess durch eine aktive Befüllung mit Trinkwasser zu beschleunigen. Aufgrund des Hochofens, welcher vorher dort stand, hat der Boden einen hohen Eisenhydroxid Anteil. Um zu verhindern, dass der See sich grün verfärbt, gibt es ein kleines Klärwerk extra für den See, welches es schafft 15 m³ zu reinigen. Diese Menge reicht um in einem Jahr das gesamte Wasser im See einmal komplett zu klären.

Da die Immobilienpreise am See sehr hoch sind, findet dort eine starke Segregation statt. Dort siedeln sich auch Spieler des Borussia Dortmund an, wie z.B. Roman Weidenfeller, welcher sich darüber beschwerte, dass Bäume am Seeufer wuchsen und so die Sicht auf den See versperrten. Daraufhin wurden Bäume rund um den See entfernt. Ein kleines Projekt am See ist der Anbau von Rebstöcken, von welchen die Trauben genutzt werden um Wein herzustellen und zu versteigern.


Im weiteren Verlauf des Tages waren wir bei einem Klärwerk. Dort wurden uns die drei Schritte der Wasserreinigung grob erklärt. Zuerst wird das Wasser mechanisch, durch z.B. ein Sieb, gereinigt. Daraufhin folgt die biologische Reinigung, bei welcher mit Hilfe von Bakterien der übrige Schmutz verschlammt wird. Dieser sogenannte >Faulschlamm< wird dann weiterverwertet, indem man ihn in den Fauleiern auf 37°C erwärmt und so das Klärgas extrahiert. Mit dem Klärgas wird dann ein Blockheizkraftwerk betrieben, welches zur Stromgewinnung dient.

Der gewonnene Strom wird für den Betrieb der Kläranlage genutzt, da sich Stromverbrauch und -produktion decken. Die überschüssige Wärme, welche beim Verbrennen des Gases entsteht, wird genutzt um die Fauleier bei der konstanten Temperatur zu halten.


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