Wenn Worte fehlen und Schweigen unmöglich ist

18. 03. 2018 00:00

Leon Stüssel, Violine; Sonja Kowollik, Violine und Klavier; Sainab Totonji, Viola und John Hendrik Mackenroth, Violoncello – vier junge Künstlerinnen und Künstler, die mit ihrer Musik die Herzen ihrer Zuhörer berührten. Sie müssen zu Beginn dieses Artikels unbedingt zuerst genannt werden, denn das, was sie vortrugen, war berührend, bereichernd, großartig. In der Aula unserer Schule gaben sie ein Konzert, das die Anwesenden so schnell nicht vergessen dürften: Sie trugen das 8. Streichquartett op. 110 und das Klaviertrio Nr. 2, e-Moll op 67, von Dmitri Schostakowitsch vor.

Beim 8. Streichquartett möchte sich der Zuhörer an eine Fahrt mit einem Floß erinnert fühlen. Ruhiges Dahingleiten, gefährliche Stromschnellen, rettende Ufer – Assoziationen nur, die sich einstellen konnten angesichts eines Vortrags, der nicht nur von höchstem musikalischen Können getragen wurde, sondern v.a. von Hingabe und Gefühl. Doch das sind Eindrücke, die in Wahrheit mit einer Flussfahrt nur entfernt zu tun haben. Die persönlichen Erinnerungen Dmitri Schostakowitschs an Verfolgung, Gängelung und Krieg verdichten sich in berührender Art und Weise in dieser Musik, und niemand der Konzertbesucher konnte sich dieser großartigen Darbietung entziehen.


Leon Stüssel hatte es angekündigt: Auch das Klaviertrio Nr. 2 sei mehr als traurig, es spiegele Schostakowitschs Leidenserfahrung mit dem Stalinismus. „Mit Musik ließe sich ausdrücken, wozu die Worte fehlen und worüber Schweigen unmöglich sei, stellte Victor Hugo fest. Und Dmitri Schostakowitschs zweites Klaviertrio ist eine solch wortlose Klage.“ Diese Worte finden sich in einer Besprechung dieses 1944 entstandenen Werkes. Leon, Sonja, Sainab und John Hendrik haben es geschafft, genau dies zu vermitteln: Dem Leiden einen Ausdruck zu verleihen, aber auch dem Sieg über den Terror. Worte vermögen das wohl kaum, die vier Musikerinnen und Musiker vermochten es sehr wohl.

Musiklehrerin Antonia Bruns hatte sich für dieses Konzert eingesetzt und es organisiert – vielen Dank!


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