Nachwuchsforscher des MINT-Projektkurses stellen Ergebnisse an der TU-Berlin vor

09. 03. 2018 00:00

von Peter, Krefeld, Hannes Gödde und Michel Böing

Zwei Tage nach Berlin und dabei  führenden Wissenschaftlern beim Alltagsgeschäft über die Schulter schauen, das hört sich toll an und stellte für uns den Höhepunkt nach Erstellen unserer Projektkursarbeit „Vergleich analytischer Methoden zur Darstellung signifikanter Gefahrstoffe im Bremsabrieb Münsters mittels µXRF und TXRF“ im Rahmen des MINT-Projektkurses dar.

Die Möglichkeit, auf dem 2. Symposium für Ultrafeine Partikel in der Außenluft und in Innenräumen der TU-Berlin und des Bundesumweltamtes unserer Ergebnisse vorzustellen, erschloss sich für uns jedoch auch nicht komplett aus dem Nichts. Schon 2017 begannen wir Kontakt zu einem Produktmanager und Wissenschaftler der Firma Grimm aufzunehmen, um Zugang zu Studienwerten für unsere Arbeit zu bekommen. Aufgrund der hohen Kongruenz des Arbeitsgebietes der Firma, dem Forschungsbereich Dr. Friedhelm Schneiders sowie unserer Thematik, kam die Idee auf sich in persona kennenzulernen. Das Symposium der TU Berlin und des Umweltbundesamtes thematisiert die Auswirkungen von Feinstaub sowie Messtechniken in diesem Bereich, und  da auch Herr Dr. Friedhelm Schneider auf der Liste der Referenten stand, war dies die optimale Gelegenheit.


Auch wenn wir durch die Terminierung der Vorabiklausuren erst verspätet zur Tagung erscheinen konnten, bekamen wir interessante Vorträge zu hören und konnten einen Eindruck der Arbeit als anerkannter Wissenschaftler gewinnen.  Dabei drehten sich die Vorträge und darauffolgenden Diskussionen zunächst um die Relation der Toxikologie und der Epidemiologie im Bereich der Forschung an Feinstaubbelastungen. Danach wurde die Emission schädlicher Aerosole und Gase durch den aufsteigenden Trend des  3D- Druckers in Innenräumen sowie die Ultrafeinstaubbelastung durch den Flugverkehr fokussiert, bei dem sogar unsere Kenntnisse aus dem Themenkomplex des Leistungskurses Chemie eine Rolle spielten.  Auch wir hatten mit einem wissenschaftlichen Poster die Möglichkeit selbst zur Diskussion beizutragen. Zuletzt widmeten sich die Teilnehmer des Symposiums der Fragestellung wie mit Daten und Forschung in diesem Bereich generell umgegangen werden muss und sollte.

Insgesamt konnten wir als Schülergruppe einen großen Einblick in aktuelle wissenschaftliche Diskussionen und die Arbeit dahinter gewinnen. So wurde uns die Aktualität der Thematik noch stärker bewusst, als uns bewusst wurde, dass Schlagzeilen wie „Urteil des Bundesverwaltungsgerichts – Städte können Fahrverbote verhängen“ (Spiegel Online, 27.02.2018 12:12 Uhr) genau auf die Untersuchung verschiedener Messtechniken und Forschung im Bereich ultrafeiner Partikel beruhten.  Des Weiteren konnten wir, während wir selbst unsere Kenntnisse in diesem Bereich bereicherten, feststellen, dass die Darstellung von Ergebnissen und deren Umgang nach außen mehr als eine relevante Rolle in den politischen  Konsequenzen besitzt. Deutlich erkennbar war dies auch an der Anwesenheit internationaler Teilnehmer, die sogar noch länger als wir aus Schweden, England oder sogar China anreisten.

Für uns war es auf jeden Fall eine einmalige Möglichkeit viele Kontakte zu knüpfen, die Strukturen der wissenschaftlichen Methoden kennenzulernen, Diskussionen über alltägliche und öffentlich kontroverse aktuelle Probleme der Umweltprobleme hautnah mitzuerleben und ganz nebenbei auch noch Berlin zu „erforschen“.


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