Exkursion zum Hof Entrup

05. 02. 2018 00:00

von Stella Sieger, Lena Völker, Sophia Bremer und Eva Kramer

In der letzten Woche haben wir, die Erdkundegrundkurse der Q1 von Frau Pietschmann und Frau Keen, eine Exkursion zum Gärtnerhof Entrup gemacht. Begleitet wurden wir dabei zusätzlich von Frau Walter. Dabei konnten wir viele neue Eindrücke über die biologische Landwirtschaft gewinnen.

Nach unserer Ankunft wurden wir vom Landwirt Werner Bez freundlich in Empfang genommen und wurden im Allgemeinen über den Hof informiert. Danach wurden wir auf dem Betrieb herum geführt. Zuerst zeigte er uns den Stall in dem die Mutterschafe mit ihren Lämmern und einigen Ziegen waren. Uns alle erstaunte, dass unter den insgesamt 115 Tieren, die im Stall lebten, nur ein Bock war. Hier erklärte uns Herr Bez die Haltungsform, welches Futter die Tiere bekommen und wo dieses angebaut wird.

Anschließend lernten wir etwas über den biologischen Gemüseanbau und durften einen Blick in die vier großen Folientunnel werfen, in denen ausschließlich regionale und saisonale Produkte angebaut werden. Außerdem trafen wir auf eine der zwei Auszubildenden des Betriebs, die gerade dabei war Topinambur – ein stärkereiches Gemüse - zu ernten.


Auf unsere Frage hin, wie die Produkte vermarktet werden, führte Herr Bez uns in den hofeigenen Laden.  Dort werden zweimal die Woche das selbst angebaute Gemüse, das selbst gebackene Brot und die auf dem Hof produzierten tierischen Produkte, wie Schafsmilch, Schafskäse, Ziegenmilch, Ziegenkäse, Quark, Joghurt, Eier und Fleisch, vertrieben. Zur Ergänzung des Sortiments werden biologische Produkte, wie Kosmetikartikel und Trockenprodukte, zugekauft.

Zum Abschluss des Ausflugs beantwortete Herr Bez uns offen gebliebene Fragen im Hofcafé. Dabei erfuhren wir, dass der Hof im Demeterverband Mitglied ist und die meisten Produkte unter diesem Siegel vertreibt. Eine weitere Besonderheit des Gärtnerhofs Entrup ist die solidarische Landwirtschaft, bei der bis zu 180 Mitglieder Hofprodukte in wöchentlichen Rationen gegen einen monatlichen Beitragt von max. 145 Euro erhalten. Diese können entweder auf dem Hof direkt oder auf einem der Wochenmärkte in Münster, Steinfurt oder Altenberge abgeholt werden.

Für die Zukunft wünscht Herr Bez sich eine rein biologische Landwirtschaft, was er für umsetzbar hält, sofern wir als Verbraucher unser Konsumverhalten überdenken.

Insgesamt war dies eine aufschlussreiche und empfehlenswerte Erfahrung, die uns alle dazu angeregt hat von nun an vermehrt darauf zu achten, woher unsere Lebensmittel kommen.


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