Voll-ist-out-Projekttage am Annette-Gymnasium

01. 09. 2017 14:15

Wie Alkohol das Gehirn vernebelt, führt die Aktion „Voll ist out“ der Suchtprävention der Drogenhilfe des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien im Rahmen von Projekttagen an Münsters Gymnasien vor Augen. Erkenntnisse, die auch für so manche Party während der Ferien Denkanstöße geben.

Anhand von alltäglichen Situationen wurde bei Projekttagen mit Achtklässlern des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums deutlich gemacht, wie sehr Betrunkene in allen Wahrnehmungen und Steuerungsfunktionen beeinträchtigt sind. In der fünfstündigen Präventionsveranstaltung wurde detailliert diskutiert und es wurden mit sogenannten Rauschbrillen die Konsequenzen eines Alkohol-Absturzes beeindruckend simuliert. Schlagzeilen wie „Promille-Radler schlug mit Kopf auf das Pflaster“ untermauerten die Folgen, die ein Rausch nach sich ziehen kann.

Seit rund 20 Jahren arbeiten Schule und Suchtprävention der städtischen Drogenhilfe eng zusammen. 40 Pädagogikschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe EF wurden aktuell von der Beratungslehrerin für Suchtprävention, Svenja Baumstark, im Unterricht ausgebildet, um ihr Wissen an Jüngere weiterzugeben. Baumstark: „Ein idealer Nebeneffekt ist, dass auch die EF-Schüler ihr Wissen auffrischen und ihr Trinkverhalten reflektieren.“


Über Projektbausteine der Drogenhilfe, wie das „Voll ist out“-Wissensquiz und das Kartenspiel „Nachgefragt nachgedacht – über mich, über Alkohol“ kommen die geschulten älteren Schüler mit den Jüngeren leicht über Reiz und Risiko des Alkoholkonsums ins Gespräch.

Ergänzt wird diese Arbeit durch die Sucht- und Drogenprävention der Polizei und die Selbsthilfe. Die Polizei informiert über rechtliche Aspekte. Brigitte Klute, Präventionsfachkraft der Drogenhilfe: „Wir wollen eine kritische und verantwortungsvolle Haltung zu Alkohol in beiden Altersgruppen fördern.“
Zehntklässlerin Josefine vom Annette-Gymnasium über ihre Erfahrung mit diesem Schülermultiplikatorenprojekt: „Am Anfang waren die Jüngeren noch zurückhaltend, aber über das Spiel begannen sie recht schnell, offen mit uns zu sprechen. Wir sind ihnen eben nicht nur vom Alter her näher, sondern haben auch Tipps parat, was man auf Partys sagen kann, wenn man nicht mittrinken will.“


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Fr, 22. 12. 2017

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(kurzfristige Änderungen vorbehalten)

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