„Damit so etwas nicht nochmal passiert“ – Israelis zu Besuch in Münster

07. 06. 2017 00:00

Nachdem vier Schülerinnen und Schüler mit Frau Müller und Frau Keen (für die Villa ten Hompel) bereits im Januar im Rahmen eines neuartigen Yad Vashem – Partnerschulprojekts in Israel waren, fand vom 16. bis 21. Mai 2017 der Gegenbesuch der israelischen Gruppe in Münster statt. Auch hier befasste man sich hauptsächlich mit Themen im Rahmen der Shoa-Education.

In Münster und Umgebung besuchte die Gruppe unter anderem die alte Synagoge in Drensteinfurt. Am Mittwoch, den 17.5., wurden die Jugendlichen vom Oberbürgermeister Herrn Lewe im Friedenssaal empfangen (siehe Bild). Nachdem alle die Stadt (und insbesondere die Israelis die lokalen Shoppingmöglichkeiten) kennengelernt hatten, führte Dr. Christoph Spieker, der Chef der Villa ten Hompel, durch die Ausstellung in der Villa. Der europäischen Dimension des Projektes wurde am nächsten Tag mit einem Ausflug nach Amsterdam entsprochen. Dort besuchte die Gruppe das Anne-Frank Haus und das Van Gogh Museum. Am Freitag wurden in Workshops kontroverse Fragen von Täter- und Opferperspektiven mit den Schülerinnen und Schülern durch eine gezielte Quellenarbeit erarbeitet.


Nach dem Mittagessen wurden aktuelle Herausforderungen wie Fragen des modernen Antisemitismus, Rassismus, Rechtspopulismus und nationale Differenzen bezüglich Nationalstolz und der Haltung zum Militär diskutiert. Der nächste Tag schloss mit dem Besuch zweier Referenten des Projekts „Life back home“ inhaltlich daran an, indem diese von ihren Fluchterfahrungen aus Syrien berichteten. Im Anschluss reflektierte die Gruppe das Gesamtprojekt in einer Diskussionsrunde unter der Leitung von Frau Ministerin Silvia Löhrmann, Dr. Christoph Spieker und Kim Keen. Die Diskussionsergebnisse wurden dann in Form von Plakaten künstlerisch festgehalten, ehe die Gruppe in den frühen Morgenstunden zur Heimreise antrat.

Wir danken allen Beteiligten der Villa den Hompel, von Yad Vashem, der Partnerschule in Rishon de Zion und natürlich auch den anderen deutschen Yad Vashem Partnerschulen für die spannenden und sehr bereichernden Tage und hoffen sehr, dass sich das Pilotprojekt etablieren kann.


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