„Annette beim Angeln“

08. 06. 2017 00:00

Unsere Heimatstadt Münster ist zum fünften Mal Auftragsort für die Skulptur Projekte. Dieses Zusammentreffen internationaler Künstler nehmen wir (15 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Kunst der Q1 von Frau Paravicini) zum Anlass auch durch lokale Kunst die Stadt zu repräsentieren. (-; Dabei verbinden wir die Tradition der Skulptur Projekte und das unseren Unterricht momentan bestimmende Thema Pablo Picasso in der Figur einer angelnden Annette von Droste-Hülshoff, die Namensträgerin unserer Schule ist.

Der Ideenfindungsprozess war intensiv:
Von den amerikanischen DreamWorks Animation inspiriert (ein in der Mondsichel sitzender Junge) soll Annette von Droste-Hülshoff auf einer der drei Giant Pool Balls von Claes Oldenburg, die 1977 im Rahmen der ersten Skulptur Projekte an den Aaseeterrassen arrangiert wurden, sitzen und angeln. Sie zieht im übertragenen Sinne Schüler an Land.
Das Schloss Hülshoff liegt bei Münster, wo auch ihr Familienwappen zu sehen ist. In unserem heutigen Schullogo kommt das Motiv des Fisches vor, der durch das A (von Annette) springt.


Einbettung in das Unterrichtsgeschehen:
Inspiriert von Picassos Zementskulpturen aus dem Garten des Moderna Museet in Stockholm, die er zu Manets viel zitiertem Déjeuner sur l´herbe anfertigte, haben wir uns auch mit dem Sujet der Badenden auseinander gesetzt und zunächst überlebensgroße Figuren aus Pappe in Polyperspektive angefertigt. Diese sind hauptsächlich im Steckmechanismus entstanden. Mit ihnen zogen wir zum Aasee und betteten sie fotografisch in die Landschaft ein.
Nun hatten wir zunächst Ähnliches mit der Annette vor, wollten zwei Ansichten gießen und diese ineinander greifen lassen. Doch zum einen war es für uns völlig neu mit Beton zu arbeiten – und Papier lässt sich einfacher ineinander stecken. Zum anderen hatten wir nur begrenzt Zeit zur Verfügung.

Praktische Umsetzung:
Daher entschieden wir uns für die gleichzeitige Mehransichtigkeit innerhalb EINER Figuration. Die reliefartige Frontalplastik ist stark an Picassos nachkubistischen Stil orientiert, wobei die Dissoziation des analytischen Kubismus mit der Figuration des Klassizismus synthetisiert. Die von uns geformte Gestalt der fischenden Annette von Droste-Hülshoff zeugt von einer Mehransichtigkeit, die die Seitenansicht der Nase, die Frontalansicht der Augen und des Mundes und den wiederum eher seitenansichtigen Körper und Fisch in einer figürliche Geschlossenheit bekundenden frontalansichtigen Plastik vereint.
Wir fertigten in einer Doppelstunde den Holzrahmen an, hatten einen ganzen letzten Dienstag als Projekttag, um die Arbeit (Annette-Figur und Fische) mit Ton negativ zu plastizieren und sie anschließend zu gießen. Am langen Himmelfahrtswochenende trafen sich noch einige Schülerinnen, um die Figur aus der Form zu holen und sie frei zu legen und zu waschen, was noch ein langwieriges und etwas gewagtes Vorhaben war, da sie erst 2 Tage zuvor gegossen wurde. Wir fühlten uns fast wie Urzeitforscher, die ihr seltenes Relikt frei legten, das nach und nach zum Vorschein kam.
Da wir nur die Negativform plastiziert hatten, war dies ja schon eine Überraschung!
Alles etwas mit einer „heißen Nadel gestrickt“... Aber sie sollte doch noch fertig werden! Die SchülerInnen zeigten hier wirklich ein außergewöhnliches Engagement, das sich gelohnt hat!
Zufrieden mit dem Ergebnis wuschen sie IHRE Annette sanft frei und waren begeistert, dass alles so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt haben! Das hat uns auf jeden Fall Lust auf mehr Arbeit mit Beton gegeben!

Text: Emma-Luise Renzel, Martina Paravicini


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