Interkulturelle Begegnung mit jungen Geflüchteten

06. 04. 2017 00:00

Im Schuljahr 2016/2017 gab es für uns, den SoWi-Zusatzkurs 4 unter Leitung von Frau Massing, die Möglichkeit verschiedene Begegnungen mit den Teilnehmern des Deutschkurses der Werkstatt für Kultur und Bildung zu organisieren. Nach gemeinsamer Planung haben wir uns für folgende Aktionen entschieden:

Besuch der SchülerInnen des Annette-Gymnasiums in der Kulturwerkstatt, um zunächst eine gemeinsame Deutschstunde zu erleben. Es ging um die Einführung des Perfekt, für uns selbstverständlich, für die ausländischen SchülerInnen nach nur wenigen Deutschstunden eine große Herausforderung.

Anschließend fanden Gespräche zwischen uns und den Schülern des Deutschkurses statt. Dabei konnten sich in einer Art Speed-Dating möglichst viele SchülerInnen kennen lernen und miteinander sprechen. Vorgeschlagene Themen erleichterten die Kommunikation, z.B. die Situation im Herkunftsland, Feste in Deutschland und im Herkunftsland, das Schulsystem. Alle Beteiligten nutzten die Gelegenheit, sehr konzentriert miteinander ins Gespräch zu kommen und Neues zu erfahren. Danach stand für alle fest, dass weitere gemeinsame Treffen stattfinden sollten.


Daher wurden zwei Nachmittage gemeinsam mit einem Tanzpädagogen des "Tanzraumes" gestaltet, der uns einzelne Tanzschritte – allein, als Kleingruppe und zum Schluss in einer gemeinsamen kleinen Choreografie in zwei großen Gruppen – vermittelte. So wurden Kommunikationssituationen geschaffen, entsprechend den zu dem Zeitpunkt noch relativ geringen Deutschkenntnissen der ausländischen Jugendlichen verbunden mit kurzen Gesprächen.

Nach dem angeleiteten Teil am ersten Termin kam es spontan zu gemeinsamen Tanzaktionen, besonders interessant war die Anleitung der Sprachschüler zu gemeinsamen Tänzen aus ihren Heimatländern zu entsprechender Musik, die auf dem Smartphone schnell gefunden wurde. Nach dem zweiten angeleiteten Teil kam es wieder zu regen Gesprächen in Kleingruppen.

Thematisch passte zu dieser Aktion ein gemeinsamer Besuch einer Probe des Tanztheaters Münster, das uns ermöglichte, eine Probe zu "Romeo und Julia" zu erleben. Tänzer aus vielen Nationen wirken zusammen und müssen sich verständigen, um den Zuschauern einen optimalen Tanzabend zu ermöglichen. Die SprachschülerInnen kannten den Inhalt zum Teil aus ihren Heimatländern, unsere Schüler hatten den Text teilweise im Englischunterricht besprochen.

Es kam der Wunsch auf, gemeinsam zu kochen und landestypische Spezialitäten kennen zu lernen. Wir fanden in einer Kirchengemeinde eine kleine Küche und einen Gemeindesaal, die wir nutzen konnten. Die Möglichkeiten reichten leider nicht für ein gemeinsames Kochen eines umfassenden Menüs, aber wir entschieden, passend zur Vorweihnachtszeit Plätzchen zu backen und dabei in Kleingruppen ins Gespräch zu kommen. Es entwickelte sich ein anregender Nachmittag mit der Möglichkeit, ihn mit Tee und selbstgebackenen Plätzchen abzuschließen.

Die nächste Planung richtete sich auf eine weitere gemeinsame Aktion in Kleingruppen. Als Rahmen wurde ein Stadtspiel entwickelt, bei dem kleine Gruppen gemeinsam Aufgaben in der Innenstadt lösten. Auch hierbei entwickelten sich viele anregende Gespräche, insbesondere den Lernfortschritt bei den ausländischen Jugendlichen konnten wir registrieren. Außerdem wirkte sich aus, dass wir uns in verschiedenen Situationen begegnet waren und alle SchülerInnen sich immer "lockerer" begegneten.
Zum Abschluss dieses Nachmittags sahen wir uns gemeinsam Fotos an, die in den verschiedenen Situationen entstanden waren; besonders die Fotos von den Tanzaktionen führten zu Erstaunen und Lachern.

Als Abschluss der Begegnungen werden wir im Rahmen der "Wochen gegen Rassismus" gemeinsam zum Thema "100% Menschenwürde" arbeiten.

Für uns alle waren die Begegnungen bereichernd und vielleicht sogar prägend. Wir haben viel gelernt in diesem Projekt!


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