Gegen Halbwissen und Projektionen – Dr. Rainer Stach stellt Kafka vor

12. 03. 2017 00:00

Dr. Rainer Stach hatte das Projekt einer umfassenden Kafka-Biographie bereits Mitte der 1990er Jahre geplant. Am Ende stand ein anerkanntes dreibändiges Werk, das Kafkas „frühe Jahre“, die „Jahre der Entscheidungen“ und die „Jahre der Erkenntnis“ beleuchten. Nun war Rainer Stach auf Einladung der Schulleitung am Annette-Gymnasium zu Gast, um Kafka den Schülerinnen der Q1 und Q2 neu vorzustellen.

Dabei kommt dem Adjektiv „neu“ besondere Bedeutung zu.  Zu sehr war sein Bild von Überlieferungen und Gerüchten geprägt, zu sehr hatte sich in manchen Köpfen ein verengendes Bild des durch väterliche Autorität geprägten Schriftstellers festgesetzt, der von Versagensängsten geprägt war. Dr. Rainer Stach stellt diesem Zerrbild ein lebendiges Bild von Kafkas Lebensumständen und Schaffensprozess entgegen. Vieles davon konnte er in seinem Vortrag den Schülerinnen und Schülern vermitteln, insbesondere mit Blick auf Kafkas Neigung, spontan und ohne vorher festgelegten Plan zu schreiben.


Damit eröffnete er einen spannenden Einblick in die Schreibwerkstatt eines des Schriftstellers, der mit Recht zu den Klassikern der Moderne gerechnet wird. Zudem erläuterte Dr. Rainer Stach, warum Kafkas Werk weitgehend nur fragmentarisch vorliegt und welche Rolle Max Brod, Kafkas Freund, im Schaffens- und Veröffentlichungsprozess spielte.

Wenn man vor allem bedenkt, dass Kafkas Roman „Der Process“ und seine Erzählung „Die Verwandlung“ zum Themenkanon des Abiturs im Fach Deutsch gehören, war das Zuhören mehr als lohnenswert. Das hatte sicher auch Schulleiterin Anette Kettelhoit im Sinn, als sie sich im Namen der gesamten Oberstufe herzlich bei Dr. Rainer Stach bedankte. Sein Vortrag mag Ansporn sein, sich intensiver mit Kafka auseinanderzusetzten – nicht nur mit Bick auf das Abitur, sondern in erster Linie auch mit Blick auf persönliche, aktuelle Lebensfragen.


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