Annette-Schüler beim 2°Campus 2016 des WWF

15. 11. 2016 00:00

von Sebastian Jeising, Q2
Woher bekommen wir in Zukunft unsere Energie, wie werden wir dann wohnen, wie uns ernähren und fortbewegen? Der 2°Campus bietet Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren die Möglichkeit, Antworten auf diese großen Fragend der Zukunft zu finden. Während des Campus wird nicht nur klima- und umweltrelevantes Wissen vermittelt, das viel weiter in die Tiefe geht, als hierfür in der Schule der Raum wäre, sondern auch eigenständig eine Forschungsfrage entwickelt, die dann gemeinsam mit Experten und Wissenschaftlern diskutiert und experimentell bearbeitet wird. Wie also können wir mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse die globale Erwärmung bis 2050 und die Treibhausgasemissionen um 95% senken?

2016 wurde es mir ermöglicht, am 2°Campus teilzunehmen, der gemeinsam vom WWF Deutschland und der Robert Bosch Stiftung durchgeführt wird. In drei Blöcken über das ganze Jahr verteilt, kam ich mit 19 Jugendlichen aus ganz Deutschland in Berlin, Münster und Wuppertal zusammen und lernte und forschte mit ihnen gemeinsam in den verschiedenen Bereichen Energie, Wohnen, Mobilität und Ernährung.


Nachdem wir uns während des I. Blockes am Wannsee kennengelernt hatten, luden wir Experten zum Büro des WWF ein und machten mehrere Ausflüge zu verschiedenen Instituten in Berlin und Potsdam, wie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, in dessen ehemaliger Sternenwarte wir einen Vortrag zum Klimaskeptizismus und wie wir diesem entgegentreten, hören durften. Auch die Exkursion in das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, ermöglichte es uns, den, sich aus vielen einzelnen mehr oder minder komplizierten naturwissenschaftlichen Phänomen zusammensetzenden Klimawandel zu verstehen. Dieses Wissen ist nicht nur persönlich sehr wertvoll, sondern ermöglichte es uns auch anschließend in kleineren Gruppen, die sich zusammengefunden hatten, eine Forschungsfrage zu entwickeln.

Ein zunehmend großes Problem für die Zukunft stellt nicht nur die umweltfreundliche Energiegewinnung, sondern auch Energiespeicherung dar. Dadurch, dass erneuerbare Energien oft Strom zu ungünstigen Zeiten (über-) produzieren, stellt sich die Frage, wie man diese für eine spätere Nutzung speichern kann. Mein Forscherteam „Energie“ befasst sich daher damit, wie es möglich ist, das elektrolytische Verfahren „Power-to-Gas“ zu optimieren.

In der Pause zwischen Block I und II befassten wir uns intensiv mit Materialien, die uns unsere wissenschaftliche Mentorin Pia Bäuna, die am physikalischen Institut der WWU arbeitet, zugesandt hatte, während die anderen Forscherteams, die sich an anderen Universitäten Deutschlands mit den Fragen „Welche Optionen haben Verbraucher/innen bei der Verpackungswahl, um die Klimabilanz ihres Lebensmittelkonsums zu optimieren?“, „Inwiefern lassen sich Superkondensatoren auf der Basis von ökologisch nachhaltigen Rohstoffen hinsichtlich der Effizienzsteigerung in E-Bikes anwenden?“, „Wie kann man das sommerliche Raumklima in Arbeitsräumen auf nachhaltige Weise optimieren und welchen Beitrag leistet dies zum Einhalten des 2°-Limits?“ beschäftigen werden würden, auf ihre Forschung vorbereiteten.
Um der Beantwortung der Forschungsfrage näher zu kommen, teilte sich unsere  Gruppe am zweiten Tag des II. Blocks auf. Während der eine Teil weiter die chemischen Experimente durchführte, versuchten sich drei von uns in einem physikalischen Labor am Bau einer Brennstoffzelle. Hochkonzentriert und deswegen auch erfolgreich wurden diese Aufgaben gemeistert, nur unterbrochen von einer Essenspause in der Mensa. Am nächsten Tag unternahmen wir ein Exkursion zum Wasserstoff-Kompetenzzentrum Herten: Ob als Bestandteil von Düngemitteln, als Kühlmittel für Kraftwerksgeneratoren oder sogar als Treibstoff für Raketen in der Raumfahrt, Wasserstoff ist sehr vielfältig einsetzbar. Vor allen Dingen ist er aber ein sehr effizienter Energiespeicher und damit unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende. Nachdem die theoretischen Fragen geklärt waren, präsentierte uns Herr Müller noch die für die Wasserstoff-Speicherung notwendigen Geräte. Die überschüssige erneuerbare Energie, die in Hochzeiten (im Sommer und am Tag viel Sonne = viel Strom) mehr produziert wird, kann zur elektrolytischen Spaltung von Wasser genutzt werden. Das Produkt dieser Elektrolyse, Wasserstoff, kann energetisch und stofflich eingesetzt werden und bietet daher eine vielversprechende Möglichkeit der zukünftigen Energiespeicherung.

2017 hat der WWF folgendes mit Dir vor: Im I. Block vom 09. bis 14. April 2017 wirst Du in den Stand der Forschung zum Klimawandel durch Wissenschaftler eingeführt, Du entwickelst Zukunftsvisionen für eine treibhausgasarme Gesellschaft und erarbeitest eine eigene wissenschaftlichen Fragestellung aus den Bereichen Energie, Mobilität, Wohnen und Ernährung.

Im II. Block vom 25. Juli bis 05. August 2017 forscht Du an den eigenen Fragestellungen direkt an den Partneruniversitäten, im Austausch mit Wissenschaftlern, besuchst Praxisbeispielen, die zeigen, welche Lösungsmöglichkeiten es heute schon gibt und arbeitest Deine Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen und kreativen Präsentationsformates aus.

Der III. Block ist dann eine öffentliche Abschlussveranstaltung mit Kennenlernen des Alumni-Netzwerks, auf der Du die Ergebnisse deiner Forschergruppe präsentierst.

Beim 2°Campus bist du richtig, wenn du...
... zwischen 15 und 19 Jahre alt bist,
... deinen Wohnsitz in Deutschland hast,
... Freude an wissenschaftlicher Arbeit hast,
... schon immer mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gemeinsam forschen wolltest,
... bereit bist, auch in den Ferien Neues hinzuzulernen,
... dich für den Klimaschutz interessierst und auch andere dafür begeistern möchtest,
... deine Erlebnisse und Forschungsergebnisse auch nach außen kommunizieren willst,
... Teamgeist und Spaß an der Arbeit mit Gleichgesinnten hast,
... dir ein Engagement für den 2°Campus auch in den kommenden Jahren vorstellen kannst,
... du deine Teilnahme an allen drei Blöcken verbindlich zusagen kannst.

Einsendeschluss für Deine Bewerbung unter https://www.wwf-jugend.de/durchstarten/2-grad-campus/bewerben/ ist der 1. Dezember 2016.

Quelle: WWF Jugend

Copyright der Fotos: Arnold Morascher, Simon Busch


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