"Irgendwie anders"

24. 06. 2016 08:32

Annette-Schüler schreiben Theaterstück gegen das Schubladendenken

Am Ende liegen sämtliche Schubladen auf dem Boden vor der Bühne. Aus den Boxen schallt „Dont Stop Me Now“ von Queen. Die schwarzen Stoffschubladen stehen symbolisch für das „Schubladendenken“ der Gesellschaft, mit dem sich die Schüler und Schülerinnen des Literaturkurses der Q1 des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums im vergangenen Jahr beschäftigt haben.

Sie haben es geschafft, sich vom Schubladendenken freizumachen. Dass dies in der Gesellschaft und im alltäglichen Leben in Bezug auf sexuelle Orientierung nicht immer der Fall ist, das versuchten die Darsteller in ihrem Theaterstück „Irgendwie anders“ am Mittwoch zu vermitteln.

Innerhalb eines Jahres haben die 19 Schüler und Schülerinnen unter der Leitung von Lehrerin Julia Götz das Stück selbst geschrieben und einstudiert.


„Wir haben zuerst viel recherchiert, indem wir uns mit Homosexuellen über deren Erfahrungen ausgetauscht und im Netz nach Geschichten geforscht haben. Danach haben die Schüler einzelne Szenen geschrieben, die dann zu einem Ganzen zusammengesetzt wurden.“

Mit dem Theaterstück wolle man die Thematik sexuelle Orientierung enttabuisieren und die Menschen für Nachlässigkeiten im Sprachgebrauch sensibilisieren. „Wir haben uns überlegt, welches Thema alle beschäftigt, und wir hatten Lust, mehr darüber zu erfahren. Daher haben wir uns dafür entschieden“, erklärt Hannes Oberfeld.

In vielen kleinen Szenen wird auf humorvolle, aber auch eindringliche Weise auf die Probleme von Homo-, Bi-, Inter- und Transsexuellen im alltäglichen Leben aufmerksam gemacht.

Skepsis, Ausgrenzung und Tabuisierung sind nur einige dieser Probleme. So berichtet Stella (gespielt von Jasmin Weber) von ihrem eingefrorenen Verhältnis zu ihren Eltern, nachdem sie ihnen von ihrer Homosexualität erzählt hat. Der transsexuelle Justus (gespielt von Lena Trilsbeek) kämpft darum, dass seine Freundschaft zu seiner besten Freundin nicht in die Brüche geht.

Mit solchen Geschichten erhoffen sich die Schülerinnen und Schüler „ein offenes Ohr für die Sexualität in der Gesellschaft“ zu schaffen, heißt es in der Einleitung zum Stück. Das „Schubladendenken“ soll der Vergangenheit angehören.

von: Camilla Flocke
aus: WN 24.6.2016 - Seite 30


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