Kennenlernfahrt der Klassen 5

06. 01. 2009 16:27

In der Zeit vom 21. - 23.10.2008 bzw. 23.10.  25.10.2008 fanden in diesem Jahr die Kennenlernfahrten der Klassen 5 statt. Ziel war - wie in den vergangenen Jahren - die Jugendherberge Damme. Das Kennenlern-Projekt hat sich im Rahmen des Förderprogramms zum sozialen Lernen am Annette-Gymnasium seit vielen Jahren bewährt. Für die Schülerinnen und Schüler  der Klassen 5 allerdings ist diese Fahrt immer eine Premiere; die Vorstellung, drei Tage zusammen mit den neuen Klassenkameraden und Klassen- und Fachlehrern zu verbringen, lässt manches Schülerherz zunächst eher etwas beklommen schlagen.


Doch in Damme angekommen, ist diese Unsicherheit schnell verflogen. Das wird auch in den folgenden Fahrtberichten deutlich.

Die Kennenlernfahrt der fünften Klassen nach Damme – Ein Bericht aus der Klasse 5c

Mittwoch, 22. Oktober 2008 – Der erste Tag
geschrieben von Henriette, Klasse 5c

Vom 22. – 24. Oktober 2008 fand die Kennenlernfahrt der Klassen 5a, 5b und 5c nach Damme statt. Alle mussten um 7:30 Uhr am Stadtbad Ost sein. Dort warteten zwei große Busse auf uns. Wir luden unsere Koffer und Taschen in das Gepäckfach, verabschiedeten uns von unseren Eltern und stiegen schließlich ein. Dann ging es auch schon los. Ab nach Damme! Die Fahrt dauerte circa 90 Minuten. Unterwegs sangen wir ein schönes Geburtstagslied für Amelie, die an diesem Tag 10 Jahre alt wurde. Mit viel Lärm, Lust und Laune ging die Busfahrt schnell vorüber. Als wir endlich angekommen waren, stellten wir unser Gepäck ab und versammelten uns auf dem großen Vorplatz der traumhaften Jugendherberge. Nachdem wir uns ein bisschen umgeguckt hatten, machten wir eine witzige Hausralley, da wir leider noch nicht in unsere Zimmer durften. Dabei mussten wir viele schwierige Aufgaben lösen. Zum Schluss gab es einen Preis für die Sieger. Anschließend spielten wir „Füßetreten“ und Basketball. Dann genossen wir ein leckeres Mittagessen. Es gab Spätzle mit köstlicher Soße. Nun durften wir endlich in unsere Zimmer. Es gab Zweier-, Vierer- und Sechserzimmer. Wir packten unsere Sachen aus, richteten unsere Zimmer ein und gingen danach in den Gruppenraum, in dem wir (teils) lustige Türschilder aus Stöcken, Federn, buntem Papier und Goldpapier für unsere Zimmer bastelten. Dabei hatten wir eine Menge Spaß. Am Nachmittag wanderten wir mit der ganzen Klasse um den großen Waldsee in der Nähe der Jugendherberge, wo es viel zu staunen gab. Auf einer Brücke machten wir Halt. Dort erzählte uns Keno, unser Pate, von einem schrecklichen Seemonster, das angeblich im Zentrum des Sees leben sollte. Der See sei 20 km tief und 90 km breit. Später sagte er uns lachend, dass alles nur reiner Quatsch gewesen sei. Dann gab es auch schon Abendessen: Brot, Apfelpfannekuchen und Kartoffelpuffer. Lecker! Danach spielten wir alle zusammen im Gruppenraum tolle Spiele bis in den späten Abend hinein. In unseren Zimmern legten wir uns dann müde in unsere kuscheligen Betten. Das war ein schöner Tag!!!

Donnerstag, 23. Oktober 2008 – Der zweite Tag
geschrieben von Annemarie, Klasse 5c

Es musste schon sehr spät gewesen sein, als ich noch etwas müde meine Augen aufschlug, denn meine besten Freundinnen, mit denen ich mir ein Zimmer teilte, waren schon fast vollständig angezogen. „Los, beeil dich! In acht Minuten gibt es Frühstück“, drängelte eine meiner Zimmermitbewohnerinnen ungeduldig. Aufgeregt sprang ich aus den Federn, schlüpfte schnell in die zurechtgelegte Kleidung und verließ das Zimmer. Im Speisesaal tobte bereits ein großes Durcheinander. Alle liefen mit Tassen und Schälchen herum. Man musste sich sehr lange anstellen, um etwas zu essen zu bekommen. Die meisten meiner Mitschüler waren noch sehr müde vom langen Spieleabend. Als wir es endlich bis zum Buffet geschafft hatten, luden wir uns die Teller ordentlich voll. Bei knusprigen Brötchen und kaltem Kakao genossen wir unser erstes Frühstück, das uns allen schmeckte. Um 8:25 Uhr sollten wir uns am Haupthaus treffen. Ich war schon sehr gespannt, was uns nun erwarten würde. Als der Lärm nachgelassen hatte, stellte sich uns eine nette Waldpädagogin vor. Diese hatte vor, mit uns den Wald zu erforschen. Wir wanderten ein Stück durch den Wald. Die kalte Luft pfiff uns um die Ohren. Als wir endlich an unserem Ziel angekommen waren, bekam jeder eine Augenbinde und es ging blind durch den Wald. Für einige Mitschüler war das sehr schwierig, weil sie sich nicht richtig orientieren konnten. Endlich durften wir die Augenbinden wieder abnehmen. Das nächste Spiel (Baumraten) war sehr witzig. Wir mussten blind einen Baum ertasten und uns davon ein Bild machen. Später mussten wir ihn mit unseren Augen wieder finden. Das nächste Spiel bestand darin, mehrere Dinge aus der Umgebung im Wald zu suchen: etwas Essbares, farbige Blätter und ein Blatt eines dort wachsenden Baumes. Nun wussten wir eine Menge über den Wald.
Kaum waren wir in der Jugendherberge wieder angekommen, brach schon das nächste Highlight los: Die Paten hatten ein lustiges Chaosspiel vorbereitet, in dem wir mehrere Aufgaben lösen und Zahlen im Gelände der Herberge suchen mussten. Leider hat meine Gruppe das Spiel verloren. Trotzdem hatten wir einen Riesenspaß.
Das Mittagessen begann um 12:00 Uhr. Als wir das Büffet erblickten, staunten wir nicht schlecht: Es gab nämlich Pommes Frites. Allen schmeckte es. Nachdem ich eine große Portion verdrückt hatte, war ich bereits pappsatt. Die zweistündige, lange Mittagspause verbrachte ich in Gesellschaft meiner Freundinnen in unserem gemütlichen Zimmer. Wir legten uns auf die Betten, unterhielten uns und ließen es uns so richtig gut gehen. Um 14:15 Uhr traf die Klasse sich wieder in unserem Gruppenraum. Bei diesem Gespräch teilten uns unsere Lehrer mit, dass an diesem Nachmittag drei Aktionen stattfinden sollten: Basteln, Sport treiben und Hütten bauen. Die meisten Interessenten meldeten sich für den Workshop „Hütten bauen“. Unter anderem ich. Sogleich stürmten wir in unsere Zimmer und standen fünf Minuten später am vereinbarten Treffpunkt. Das Hütten bauen war wirklich spaßig. Ich schleppte ächzend mit ein paar Mitschülern dicke, schwere Stöcke einen Hügel hinauf, auf dem die Hütte stehen sollte. Die überflüssigen Stöcke, die nicht für den Bau benötigt wurden, schmissen wir über die Schulter auf einen immer größer werdenden Haufen. Als auch das vollbracht war, gingen wir in den Wald, um uns auch die Hütten der anderen Klassen anzusehen. Sie waren auch alle toll, doch als wir zu unserer Hütte zurückkehrten, begann das große Staunen: Vor uns stand eine riesige Hütte mit einem eigenen Sprechrohr, einem tiefen Eingang und einer perfekten Feuerstelle im Inneren. „Wir müssen der Hütte einen Namen geben“, stellte ein Pate entschlossen fest. Alle überlegten fieberhaft, bis plötzlich jemand rief: „Ich hab's. Die Monarchen der Wälder.“ Kurze Zeit später prangte auf einem Schild an unserer Hütte in Großbuchstaben: „5c – Die Monarchen der Wälder.“
Das Abendessen verdrückten wir alle ausgehungert. Vom Waldarbeiten wurde man wirklich sehr hungrig. Doch nach dem Essen kam das Spannendste: Eine gruselige Nachtwanderung. Dicht aneinandergedrängt liefen wir nebeneinander durch den dunklen Wald. Ab und an wurden wir von einigen schaurigen Wesen erschreckt, die sich aber später als harmlose Klassenkameraden oder als Paten entpuppten. Erleichtert, die Schreckenswanderung beendet zu haben, gingen wir in die Turnhalle, wo schon die nächste Aktion gestartet wurde: Singstar. Ein Spiel, in dem man seinen musikalischen Begabungen freien Lauf lassen konnte. Doch leider gehörten zu einer Party nicht nur gemütliches Beieinander und Tanzspiele. Nein! Das Motto der heutigen Sause lautete: Schwofen. Für das Schachschwofen meldeten sich nur einige Leute. Als die Musik begann, drehten sich die Kinder kreisförmig auf der Tanzfläche. Sobald die Musik verstummte, brach ein höllisches Gekreische los. Die Paare traten aufeinander zu, schauten sich eindringlich in die Augen, lösten sich aber schnell wieder auf und verschwanden in der johlenden Zuschauermenge. Nur noch vier von zwölf Paaren drehten sich letztendlich auf der Tanzfläche. Als die Party voll im Gange war und mir alles zu bunt wurde, verzog ich mich auf mein Zimmer. Behaglich kuschelte ich mich unter die warme Bettdecke und knipste das Licht über meinem Bett aus. Ich rollte mich müde vom aufregenden Tag auf die andere Seite, schloss die Augen und ließ die heutigen Erlebnisse noch einmal Revue passieren: Das Chaosspiel, die Waldpädagogik, die Party und die Nachtwanderung und das Hüttenbauen. Wer dabei den ersten Preis errungen hat, wissen wir bis heute nicht, doch eins ist sicher: Wir haben sowieso gewonnen, denn die 5c ist bekanntlich unschlagbar.

Freitag, 24. Oktober 2008  – Der dritte Tag
geschrieben von Marcel, Klasse 5c

Nach einem herrlichen Frühstück brachen wir ungefähr um 9.30 Uhr von der Jugendherberge auf, zum Römermuseum Kalkriese. Um ca. 10.45 Uhr waren wir mit dem Bus am Museum angekommen und ich freute mich schon riesig. Das Museum lag direkt neben dem Feld, wo wahrscheinlich die Varusschlacht stattgefunden hat.
Wir gingen durch die Eingangstür und machten uns auf in das Museum. Es war ein Gebäude, das von außen etwas merkwürdig aussah, denn es war vollkommen mit Stahlplatten bedeckt. Eine Führerin begleitete uns durch das Museum. In einem Vorraum erzählte sie uns etwas über die Varusschlacht der Germanen und der Römer, die sich im Jahr 9 n. Chr. ereignet hat. Die Schlacht verloren die Römer gegen die Germanen, nur wenigen Soldaten gelang die Flucht. Varus, der Anführer der Römer, stürzte sich wegen der ausweglosen Situation in sein Schwert. Die kurze Einführung an Hand von Tafeln machte mich schon sehr neugierig.
Nun ging es endlich los, wir konnten uns die Ausstellung ansehen. Wir sahen Knochen von gefallenen Soldaten, Maultieren und Pferden. Unsere Führerin war sehr nett und stellte uns auch manchmal ein paar knifflige Fragen. Dann kamen wir zum Kernstück der Ausstellung, einer handgeschmiedeten eisernen Maske, die ein römischer Kämpfer getragen hatte. Nach der Besichtigung im Museum gingen wir raus zum Schlachtfeld.
Man vermutet, dass dort in der Landschaft um Kalkriese die Schlacht stattgefunden hat.
Wir gingen über die Römerwege zum Ausgrabungsgebiet, wobei ich die nachgebildete Wallanlage besonders beeindruckend fand.
Nach diesem ereignisreichen Vormittag machten wir uns auf den Rückweg nach Münster.
Gegen 13:30 Uhr kamen wir mit dem Bus am Ostbad an, wo unsere Eltern uns schon erwarteten. Dann fuhren alle glücklich und ein bißchen müde, aber mit schönen Erinnerungen an die Kennenlernfahrt nach Hause.


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