Das "Annette" aktiv für Erinnerungskultur und Gedenkprojekte

25. 02. 2016 08:57

Die Massenvernichtung der Juden als historische Herausforderung für guten Unterricht heute: Dem schwierigen Spagat, Verfolgung und NS-Verbrechen sensibel zum Thema zu machen ohne zu moralisieren, stellten sich in der KZ-Gedenkstätte im polnischen Oświęcim (Auschwitz) vier Lehrerinnen aus Münster, darunter auch Dr. Gundula Caspary vom Annette-Gymnasium. Schulformübergreifend planten sie mit Fachkollegen aus NRW, anderen Bundesländern sowie Belarus, Polen und der Ukraine Projekte. Sie interviewten eine hochbetagte Polin, die nach dem Warschauer Aufstand 1944 im Kinderblock in Birkenau inhaftiert gewesen war, und hinterfragten neue gedenkstättenpädagogische Vorhaben.

Veranstalter der Konferenz im polnischen "Zentrum für Dialog und Gebet" waren das Freiburger Maximilian-Kolbe-Werk, eine kirchliche Hilfsorganisation für ehemalige KZ-Häftlinge und Ghetto-Überlebende, und der Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Die beiden Forschungs- und Erinnerungsstätten sind mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium über die Fachkonferenz Geschichte seit Jahren sehr herzlich und über Kooperationsverträge mit der Schulleitung und der Bezirksregierung Münster auch ganz offiziell verbunden. Stefan Querl aus dem Team der Villa ten Hompel führte im Veranstalterkreis mit Tagungsregie.


Wichtige Impulse in der internationalen Zusammenkunft gaben Dr. Gundula Caspary aus dem Annette-Kollegium an der Grünen Gasse mit Andrea Heuser aus der Geistschule sowie Diane Friebe und Andrea Reiling aus der Erna-de-Vries-Realschule. Die Schule hatte erst kürzlich die prominente jüdische Auschwitz-Überlebende, nach der das Gebäude an der Spichernstraße seit November benannt ist, aus dem Emsland nach Münster eingeladen - wie auch mehrfach zu Gedenkanlässen das Annette, das die Würdigung der Person und des Verfolgungsschicksals ihrer Mutter im 9. Jahrgang stets mit Exkursionen zur Gedenkstätte Bergen-Belsen verbindet, dieses in Zusammenarbeit mit der Katholisch-Sozialen Akademie Franz Hitze Haus in Münster. Mehr zur einwöchigen Fortbildung auch online direkt auf: www.maximilian-kolbe-werk.de


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