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Klasse 6d schreibt Briefe an Ehud Loeb

03. 04. 2015 00:00

Die Klasse 6d hat im Januar 2015 mit ihrer Deutschlehrerin Frau Dr. Caspary ein besonderes und in dieser Form bisher einmaliges Unterrichtsprojekt zum Thema Judentum und Holocaust durchgeführt.

Im Rahmen der Bildungspartnerschaft des Annette-Gymnasiums mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hatte die Schule ein Bücherpaket mit einem Klassensatz der autobiographischen Geschichte eines Holocaust-Überlebenden erhalten. Ehud Loeb, früher Herbert Odenheimer, erzählt in seinem für Kinder geschriebenen Buch „Im Versteck - Die Geschichte einer Rettung“ davon, wie er den Zweiten Weltkrieg in Frankreich überlebt hat. Getrennt von seiner Familie, in ständig wechselnden Verstecken und unter falscher Identität, gelang es ihm als einzigem Mitglied seiner Familie der Judenverfolgung und der totalen Vernichtung zu entkommen.


Die Klasse setzte sich während des Projekts intensiv mit der Lebensgeschichte Ehud Loebs auseinander, zog Parallelen zu ihrer eigenen Kindheit und schrieb zum Schluss Briefe an Ehud Loeb, in denen die Schülerinnen und Schüler sehr persönliche Fragen an den Holocaust-Überlebenden stellten. Da Herr Loeb in den letzten Wochen gesundheitlich sehr angeschlagen war, konnte er die Briefe der Schülerinnen und Schüler bisher noch nicht beantworten.

Dafür erhielt die Klasse 6d am 25. März 2015 Besuch aus Israel. Dr. Noa Mkayton, die Leiterin der deutschsprachigen Abteilung der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem, überbrachte der Klasse 6d herzliche Grüße von Ehud Loeb, den sie persönlich sehr gut kennt. In einem anschließenden Gespräch mit Noa Mkayton hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen über Ehud Loeb und seine Geschichte zu stellen. Frau Mkayton beantwortete aber auch Fragen der Klasse zum Judentum wie z.B. Was darf man als gläubiger Jude am Schabbat alles tun und was nicht?

Nun freut sich die Klasse auf die Antwortbriefe von Ehud Loeb, die dieser schreiben will, sobald es ihm gesundheitlich wieder besser geht.


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