Besuch des ecuadorianischen Kichwa-Präsidenten José Dionicio Machoa Santi

15. 09. 2008 00:00

Am Donnerstag, dem 11. September 2008, bekamen die Sozialwissenschaftenkurse der Jahrgangsstufe 12 und 13 von Frau Otten-Rühl Besuch von José Dionicio Machoa Santi.

José Dionicio Machoa Santi ist Präsident der Kichwa-Gemeinde Sarayacu im Regenwald Ecuadors. Außerdem ist er Experte für die „Entwicklung des Amazonasgebietes und Erhalt der natürlichen Ressourcen“. Nach seinem Hochschulstudium war er als Lehrer und Professor in der seit 2003 bestehenden Universität in Sarayacu tätig. Sarayacu ist für den erfolgreichen Widerstand gegen das Eindringen von Ölkonzernen in ihr Gebiet bekannt.


Er hält im September zahlreiche Vorträge in verschiedenen Städten Deutschlands auf Einladung der NGO Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

1992 wurde den Kichwa, Oberbegriff für die indigene Bevölkerung Ecuadors, Boliviens und Perus, im Amazonastiefland ein Gebiet von rund 250.000 Hektar Primärwald offiziell überschrieben. Jedoch gehört den Kichwa nur die Erdoberfläche, die Regierung beansprucht weiterhin den Zugriff auf die Bodenschätze, Lizenzen zum Abbau werden an multinationale Konzerne verkauft.

José Dionicio Machoa Santi berichtete vom Widerstand seiner fast 2000 Angehörige zählenden Gemeinschaft gegen die Erdölförderung im Amazonas-Gebiet Ecuadors, gegen den Bau von Pipelines, die z.B. durch die Westdeutsche Landesbank mitfinanziert werden.

In großen Gebieten im Norden und Osten Ecuadors klagt die indigene Bevölkerung bereits über vergiftetes Trinkwasser, über rostende Pipelines und Lecks, über hunderte Auffangbecken mit giftigen Ölschlämmen, über zerstörten Urwald und damit zerstörten Lebensraum, über Abhängigkeit der Bevölkerung von Lebensmittellieferungen durch die ölfördernden Betriebe, über die Zerstörung der sozialen Gruppen mit den Folgen Alkoholismus, Prostitution usw.

Die Menschen in Sarayacu wehren sich gegen das Eindringen von multinationalen Konzernen in den Regenwald und die Zerstörung ihres Lebensraums. Als symbolisches Zeichen des Lebens und auch als Markierung ihres Territoriums haben die Kichwa begonnen, um ihr Gebiet eine Grenze aus blühenden Bäumen zu pflanzen.

José Dionicio Machoa Santi besuchte vor dem Besuch des Annette den Osnabrücker Zoo, der sich bereit erklärt hat, diese „blühende Baumgrenze“ mitzufinanzieren. Nach einem Vortrag im Stadtweinhaus in Münster reist er weiter u. a. nach Berlin, Köln und Düsseldorf, um auf die Problematik aufmerksam zu machen und internationale Unterstützung für den Erhalt des Regenwaldes, der „grünen Lunge“ unserer Welt, zu erhalten.

Lucia Thiemann, Jgst. 12

 


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