Annette-Schüler erneut Junioren-Weltmeister

19. 08. 2014 00:00

Ein Navigationssystem brauchen die deutschen Nachwuchsruderer wahrlich nicht. Sie haben Mario Elias Acosta Dominguez. Der Annette-Schüler führte den deutschen Junioren-Achter bereits im Vorjahr als Steuermann zum WM-Titel – nun wiederholte er das Kunststück auf der Elbe in Hamburg.

Irgendwann, als sich der Jubelsturm nach der finalen Zieleinfahrt bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Rudern in Hamburg gerade ein wenig gelegt hatte, dürfte Mario Elias Acosta Dominguez gedämmert haben, dass diese WM für ihn noch nicht so ganz zu Ende war. Nach guter alter Rudersitte stand für den Steuermann des erfolgreichen Deutschland-Achters noch das abschließende Bad in der Elbe aus: Wenige Minuten nach 16 Uhr legten alle acht deutschen Goldrecken ein letztes Mal Hand an und beförderten ihren Steuermann in eben jene Fluten, durch die sie der 17-jährige Münsteraner erst wenige Minuten zuvor sicher und souverän zur Titelverteidigung gelotst hatte.


Immerhin konnten sich die acht Recken an Land sicher sein, dass ihr Steuermann auch jetzt den schnellsten Weg an Land finden würde, denn auf Acosta war zum Abschluss der Welttitelkämpfe in der Hansestadt einmal mehr absolut Verlass. Erst steuerte er das Boot auf Platz eins im Halbfinale, anschließend zum zweiten WM-Gold in Folge. Wie wichtig dabei der Halbfinalsieg war, konnte die deutsche Crew am Samstag noch nicht absehen, doch am Sonntag sorgte der böige Wind auf der Elbe für schwierige und vor allem sehr ungleiche Verhältnisse. Der Weltverband reagierte vor dem Finale, belohnte die beiden Halbfinalsieger aus den Niederlanden und Deutschland mit Startplätzen auf den vergleichsweise windgeschützten Außenbahnen. Und so entschied sich diese Weltmeisterschaft tatsächlich ausschließlich zwischen diesen beiden Großbooten, während die Konkurrenz förmlich vom Winde verweht wurde. „Hier sind die Boote belohnt worden, die im Halbfinale ihre Hausaufgaben gemacht haben“, befand Jörg Heithoff von Acostas Heimatverein RV Münster. Acosta und seine Bootsmänner legten einen starken Start vor, konnten sich jedoch lange Zeit nicht von den jungen Niederländern absetzen. Erst auf den entscheidenden Metern setzte sich das Boot entscheidend ab und glitt letztlich mit beruhigendem Vorsprung über die Ziellinie.

Mit dem zweiten WM-Gold in Folge beschloss Acosta seine erfolgreiche Karriere im Nachwuchsbereich – künftig wird der 17-Jährige zu alt für die Jugend und möglicherweise zu schwer für seine Position im Boot sein. Acosta will nicht mehr fürs Rudern fasten, mehr als 55 kg dürfen Steuerleute nicht wiegen. „Ich werde im RV Münster weiterhin aktiv sein, aber mein Konzentration gilt dem Abi“, will der Doppel-Weltmeister künftigen feuchtfröhlichen Siegestaufen (vorerst) aus dem Weg gehen.

Quelle: Ansgar Griebel: "Westfälische Nachrichten - Mo 11.08.2014"


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