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Ausstellung „Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland“ eröffnet

26. 11. 2013 19:36

Schulleiterin Jutta Rutenbeck, Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson und Petra Grüne als Fachbereichsleiterin „Veranstaltungen“ von der Bundeszentrale für politische Bildung eröffneten am Dienstag, dem 26. November, gemeinsam die Ausstellung  „Was glaubst du denn?!“ im Annette-Gymnasium. Besonders freuten sich Gastgeber und  Veranstalter über die Anwesenheit von Andreas Determann, dem Geschäftsführer der „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“, und Frank Meier-Hamidi, der als Leiter des Kirchenfoyers die katholische Kirche vertrat.

In ihrer Begrüßungsrede hob Jutta Rutenbeck das zentrale Anliegen der Ausstellung, die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, besonders hervor. Da das Annette-Gymnasium soziales Verantwortungsbewusstsein und selbstkritisches Hinterfragen im Leitbild der Schule verankert habe, biete die Ausstellung auch einen konkreten Ansatz für die Arbeit der Schule. Diese nehme sie u.a. auch dadurch wahr, dass Schülerinnen und Schüler als „Peer-Guides“ zum Gelingen der Ausstellung aktiv etwas beisteuerten. Die Schulleiterin bedankte sich bei Frau Grüne von der Bundeszentrale, bei der Stadt Münster, bei den Kollegen Dr. Roman Böckmann und Benedikt Volbert, den Schülerinnen und Schülern sowie allen Mitarbeitern der Schule für die Vorbereitung der Ausstellung.


Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson ging in ihrer Ansprache darauf ein, dass jeder Mensch einen religiösen Hintergrund besitze, der sich im Familienleben sowie in Sitten und Gebräuchen zeige.  Auf das friedliche Nebeneinander der Religionen in Münster verwiesen die zahlreichen Kirchen einerseits, andererseits aber auch die Moscheen, die es in Münster inzwischen ebenfalls gebe. In diesem Zusammenhang nannte sie auch das Institut für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Münster, an dem Islamlehrer ausgebildet würden. Sie riet, den Titel der Ausstellung wörtlich zu nehmen, lobte den interaktiven Charakter der Ausstellung und das „Peer-Guide-Konzept“. Abschließend wünschte sie der Ausstellung in dem Bemühen, das Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Reli-gionen zu fördern, viel Erfolg.

Die dritte Ansprache hielt Petra Grüne von der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie unterstrich, dass die Religionszugehörigkeit eben nur ein Aspekt der Persönlichkeit eines Menschen sei, keineswegs jedoch zwangsläufig der prägendste. Erst durch den Terror-anschlag vom 11. September 2001 seien jedoch die Muslime als religiöse Gruppe in den Fokus gerückt. Die Ausstellung setze hier an und wolle einseitigen Zuschreibungen entgegen- wirken und deutlich machen, wie Wahrnehmungen zustande kommen und gesteuert werden.  Insofern gelte, dass die Ausstellung sich an alle, nicht nur an Muslime, richte. Sie lenke den Blick auf unsere Gesellschaft insgesamt und veranlasse jeden aufmerksamen Besucher, einen kritischen Blick auf sich selbst und seine Wahrnehmung zu werfen.

Das Annette-Gymnasium hat den Beginn einer interessanten Woche erlebt, die am Donnerstag, dem 28.11.2013,  mit dem Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck einen weiteren Höhepunkt erfahren wird.


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