Von Fremden zu Freunden - 50 Jahre Elysee-Vertrag

28. 01. 2013 17:51

Schüler des Annette-Gymnasiums drehen Film über deutsch-französische Vorurteile

Der 22. Januar ist ein besonderer Schultag für die Französisch- Klasse 8a des Annette-Gym­nasiums in Münster. Vor 50 Jahren wurde am 22. Januar 1963 der Elysee-Vertrag von Frankreich und Deutsch­land unterzeichnet. Er sollte nach den Weltkriegen die Basis der deutsch-französischen Freundschaft besiegeln. Um den 50. Jahrestag zu feiern, haben Deutsch­land und Frankreich ein Deutsch-Französisches Jahr ausgerufen. Aus diesem Anlass plant eine Gruppe mit ihrer Lehrerin Sabrina Hamidi zum 50-jährigen Be­stehen des Elysee-Vertrags eine Karikaturen-Ausstellung und einen Film.


Warum interessiert euch der Elysee-Vertrag?

Paul Quentin Fürst: Ich habe vor diesem Projekt nicht gewusst, dass sich Ge­schichte so schnell ändern kann. Zwei Völker, die Fran­zosen und die Deutschen, haben sich lange nur be­kriegt, und am Ende kommt eine tolle Freundschaft he­raus - das Ganze ist erst eini­ge Jahrzehnte her!

Ihr habt bereits einen Aus­tausch hinter euch. Was habe ihr daraus gelernt?

Carlotta Boing: Die Fran­zosen sind Schüler wie wir. Klar, wir haben oft gelacht, weil es zu Missverständnis­sen kam - aber wir sind Freunde. Ich habe vorher gedacht, Franzosen machen ständig Pantomime und es­sen nur Baguette. Was für ein Unsinn.

Warum beschäftigt ihr euch mit Karikauren und dreht einen Film?

Sabrina Hamidi, Anna Al-Bayaa: Grundgedanke war, anhand von alten Kari­katuren Vorurteile und krie­gerische Absichten auf bei­den Seiten zu erkennen. Im Film treffen sich eine franzö­sische und eine deutsche Schülergruppe in einem Ka­rikaturen-Museum in Brüs­sel. Man nähert sich nach dem Austausch von Vor­urteilen an. Die Botschaft: Durch Sprache können wir aufeinander zugehen.

Könnte es noch mal einen Krieg geben?

Ludger Santel, Erik Päßler: Nein. Heute gibt es viel­leicht noch schwerere Krisen als damals. Doch man ver­wüstet nicht mehr andere Länder. Es gibt zu viele Ver­knüpfungen und gemeinsa­me Interessen: ein Jugend­werk, Hochschulen. Ganz zu schweigen von der EU, des­sen Motor Frankreich und Deutschland sind.

Was könnte ihr tun, damit es so bleibt?

Elisabeth Bernhardt: Man sollte regelmäßig nach Frankreich fahren: Dann merken alle, wie nett wir sind.

 

verändert nach: WN – 19.01.2013 - Claudia Kramer-Santel

 


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