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Auszeichnung im Schloss Bellevue

25. 11. 2011 19:34

Erster Preis für Enrica und Steffen Wedig beim „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2010/11“

Aus der Hand unseres Bundespräsidenten Christian Wulff erhielten Enrica und Steffen Wedig vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium am Freitag, dem 18.


November 2011, im Schloss Bellevue in Berlin die Sieger-Urkunden für ihren Ersten Preis beim diesjährigen „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten“ überreicht. Die beiden „Geschichtsforscher“ schrieben eine Arbeit über den „Contergan-Skandal“ Ende der 1950er Jahre. „Ihre Arbeit besticht“ – so die Bundesjury – „durch ihre Multiperspektivität“. Johannes Schröten („Querulant von Münster. Der Weigand-Skandal“) und Hannah Speck („Die Wiedertäufer. Ein Skandal vom 16. Jahrhundert bis heute“) belegten einen zweiten und dritten Platz. Darüber hinaus hat das Annette-Gymnasium den mit 1000,- Euro dotierten Titel für die „landesbeste Schule in Nordrhein-Westfalen“ errungen – auf der Bundesebene wurde ein zweiter Platz erreicht.

Rund 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 12 vom Annette-Gymnasium forschten von September 2010 bis Februar 2011 selbstständig an lokalen und regionalen Fällen rund um das diesjährige Thema „Ärgernis – Aufsehen – Empörung: Skandale in der Geschichte“. Leitfragen der Untersuchung waren dabei, wie ein Skandal entstand und sich entwickelte, wer ihn aufdeckte und welche Rolle die Medien dabei spielten sowie wer von einer Skandalisierung profitierte bzw. darunter zu leiden hatte. Dabei waren die Themengebiete breit gefächert: Neben „klassischen“ Münsteraner Themen wie die Wiedertäufer oder der Skandal um die Predigten Kardinal von Galens forschten die Schülerinnen und Schüler auch zur Hexenverfolgung, zu unehelichen Kindern, Hausbesetzern, Hochstaplern, Bau- und Justizskandalen und vielem mehr. Mit dem Landessieg prämierte Beiträge trugen u. a. Titel wie „Der Weigand-Skandal“ (Johannes Schröten), „Aufruhr um die Schließung des Café Schucan“ (Paula Giesler) oder „Theaterstück Acta Criminalia Nr. 77 aus Münster“ (Laura Peters, Jamila El Hajjar). Auch eigenständig verfasste Theaterstücke und Dokumentarfilme waren unter den eingereichten Arbeiten.

Methodisch gingen die Schülerinnen und Schüler dabei im Grunde wie „richtige“ Historiker vor: Sie recherchierten in Archiven und Bibliotheken, befragten Zeitzeugen und Experten, wühlten in alten Akten und Zeitungen. Dabei wurden sie von einigen Geschichtslehrerinnen und –lehrern des Annette-Gymnasiums sowie zwei Studenten in einer wöchentlich angebotenen Arbeitsgemeinschaft mit Rat und Tat begleitet. Im Januar haben sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Tutoren für ein Wochenende im Jugendgästehaus am Aasee „eingeschlossen“, um den Wettbewerbsbeiträgen nochmals den „Feinschliff“ zu verpassen. Herausgekommen sind letztlich neun Landes- und fünf Förderpreise – und somit Platz 1 in der Länderwertung.

Fotos: © Körber-Stiftung, Fotograf: Marc Darchinger


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