Landwirt Julius Aundrup im Gespräch mit Geographie-LKs

17. 01. 2021 00:00

von Julius Pritsch und Jan Krol

Im Rahmen unserer aktuellen Unterrichtsreihe „Landwirtschaft im deutschen Raum“ hat sich Julius Aundrup, ein Landwirt aus Senden, bereit erklärt, am Mittwoch, den 16.12.2020, an einer Videokonferenz mit uns Schüler*innen der Leistungskurse Geographie in der Q1 von Frau Keen und Herrn Streyl teilzunehmen.

Darin erkläre Herr Aundrup über seinen Betrieb auf, der in konventieller Landwirtschaft eine Sauenzucht betreibt. Zwar liege der Fokus seines Betriebes auf der Ökonomie, aber sie bemühen sich dabei sehr, auch andere Aspekte in den Blick zu nehmen und die Regionalität zu stärken. So erzeuge der Betrieb sowohl einen großen Teil seines Stromes durch Solarpanels, als auch das gesamte Tierfutter durch den eigenen Getreideanbau.

In seinen Ausführungen machte Herr Aundrup auch deutlich, dass Veränderungen in den Betriebsstrukturen mit ohne Risiken für die Bauern verbunden sind. So probierte er als einer der ersten deutschen Landwirte die Sauenhaltung mit der hochpreisigen Rasse Duroc. Doch die Verhandlungen mit dem Einzelhandel waren nicht zielführend und eine Investitionssumme im vierstelligen Bereich ging verloren.

Des Weiteren nahm Herr Aundtrup Stellung zu den derzeitigen Konflikten der Landwirte mit dem Einzelhandel und den Protesten von Kolleg*innen. Darin bemängelte er den hohen Preisdruck, den der Einzelhandel auf die Bauern ausübe, die wiederum gesellschaftlich angehalten werden, das Tierwohl zu erhöhen.


Derzeit stünden viele Landwirte vor der Situation, dass die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sehr gering sind, ihre Produkte aber nicht lagerfähig seien. Daher bliebe oft nichts anders übrig, als für geringe Preise zu bezahlen. Letztendlich habe der „kleine Bauer“ nichts gegen eine solche Übermacht in der Hand. Einige seiner Kolleg*innen mussten ihre Betriebe bereits schließen. Die Politik müsse an dieser Stelle ein Kräftegleichgewicht zwischen landwirtschaftlichem Betrieb und Einzelhandel herstellen, beispielsweise durch das Verhindern von sinkenden Schweinefleischpreisen in Kombination mit hoher Rückverfolgbarkeit einzelner Produkte. Wenn letztendlich die Schweinefleischpreise, aber nicht die Rückverfolgbarkeit, steigen würden, ließe sich in keinem Fall überprüfen, ob der gehobene Preis auch beim Betrieb ankommt. Mithilfe zahlreicher Proteste probiere man deswegen nun lautstark auf sich aufmerksam zu machen, sich zu wehren.

Abschließend bekräftige Herr Aundrup aber, dass er seinen Beruf sehr gern ausübe und hoffe, dass die schweren Zeiten bald vorüber seien.

 


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