1. Platz beim Dr. Hans-Riegel-Fachpreis für exzellente Facharbeiten

06. 11. 2020 00:00

Auch in diesem Jahr vergaben die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung der Universitäten Münster und Nijmegen den Dr. Hans Riegel-Fachpreis für exzellente Facharbeiten in den MINT-Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik, Informatik und Physik.
Coronabedingt fand die Preisverleihung als Online-Veranstaltung statt.

Das Annette-Gymnasium konnte dabei erstmalig sogar drei Preisträger*innen stellen. Die Facharbeiten wurden von der Jury nach wissenschaftlichen Kriterien begutachtet und bewertet. Maßstäbe für die Prämierung waren neben der Formulierung einer konkreten Forschungsfrage bzw. eines klaren Themas und der Darstellung des Wissensstands zum jeweiligen Sachgebiet vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler sowie die kritische Auseinandersetzung mit praktischen Forschungsmethoden.

Die Erstplatzierte Mirjam Rommen konnte mit ihrer Facharbeit im Fach Biologie „Das Ernährungsverhalten des Gemeinen Regenwurms, Lumbricus terrestris, in Anlehnung an die Forschung Charles Darwins“ die Jury überzeugen und den ersten Platz belegen - Mirjams Bericht über ihre Arbeit findet sich unten. In der Laudatio wurde insbesondere Mirjams herausragender Forschergeist gewürdigt. Die Idee, ein klassisches Experiment wieder aufleben zu lassen, durch neue Aspekte zu ergänzen und dabei auch Darwins damalige Schlussfolgerungen neu zu diskutieren, wurde besonders hervorgehoben.

Die Facharbeiten von Julia Aichele und Tobias Singer wurden jeweils mit dem 3. Platz ausgezeichnet.


Julia entwickelte in ihrer Facharbeit in Geographie ein Konzept mit dem Thema: „Kostenloser öffentlicher Personennahverkehr als tragfähiges Verkehrskonzept“. Die WN widmete ihr in Havixbeck sogar einen Artikel (https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Havixbeck/4304598-Havixbeckerin-gewinnt-Preis-Julia-Aichele-ueber-Tragfaehigkeit-eines-kostenlosen-OePNV) . Tobias forschte in seiner Facharbeit im Fach Chemie zu der Frage: „Wie funktioniert die Brennstoffzelle im Versuch im Vergleich zur Funktion bei den Stadtwerken Münster?“.

Auch die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer Anna-Lena Dreier, Kim Keen und Marc Hennig gratulieren zu den großartigen Erfolgen!

 

Bericht von Mirjam Rommen:

In meiner Facharbeit habe ich in 15 Eimern den Gemeinen Regenwurm, Lumbricus terrestris, gehalten und ihr Ernährungsverhalten genauer erforscht. Als Arbeitsgrundlage habe ich mir die historischen Experimente Charles Darwins angeschaut. Darwin untersuchte, auf welchem Weg die Regenwürmer die Blätter in ihre Wohnröhren ziehen (mit dem Stiel, mit der Seite oder mit der Spitze) und welche dieser Blätter die Würmer als Nahrung bevorzugen.

Daher habe ich im Herbst verschiedene Laubblätter gesammelt und diese für die Versuche eingefroren.
Bei einem ersten Vorversuch, den ich nur mit Rotbuchenblättern durchführte, konnte ich den oben genannten Vorgang des Blatteinziehens beobachten.

Erst danach habe ich weitere Versuche durchgeführt:
Zum einen wollte ich wissen, welche Laubblattarten der Regenwurm unabhängig von der Blattform bevorzugt. Dazu schnitt ich die 12 verschiedenen Blattarten in Dreiecke, markierte diese und beobachtete das Fressverhalten der Regenwürmer.

Zum anderen wollte ich wissen, welche Laubblätter in ihrer natürlichen Form bevorzugt werden.

Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass der Regenwurm seine Nahrung zuerst nach geschmacklicher Vorliebe auswählt. Die Form des Blattes spielt dabei keine große Rolle.
So wurden bei beiden Versuchen die Blätter von Weißdorn, Hartriegel, Feldahorn und Hainbuche besonders bevorzugt und die von Kirschlorbeer und Stieleiche eher abgelehnt.

Charles Darwin stellt die These auf, dass Regenwürmer „einen gewissen Grad an Intelligenz“ aufweisen, da sie erkennen können, wo der Stielansatz ist und wie sie verschiedene Blätter auf unterschiedlichen Wege in ihre Wohnröhren ziehen.
Nach meinen Beobachtungen halte ich diesen Intelligenzbegriff für diskussionswürdig, da Regenwürmer beim Blatteinziehen den Weg des geringsten Energieaufwandes wählen. Es hängt wohl eher von ihrem Instinkt und dem Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme ab und weniger von ihrer Intelligenz.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Experimente durchzuführen, zu beobachten und auszuwerten.


« zurück zur Startseite
Preistraeger-Der-Deutsche-Schulpreis-Robert-Bosch-Stiftung
Zukunftsschulen NRW - Gütesiegel Individuelle Förderung MINT-EC-Schule zur Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).
Europaschule zur Förderung interkultureller und innovativer Lernprozesse CertiLingua - Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäche und internationale Kompetenzen
Sonstiges

Anmeldungen zur Klasse 5 und zur OberstufeNeues AG-Angebot am Annette: die Wildlife-AGTierhaltung hautnah erleben2. Runde der Mathematik-Olympiade am Annette„Auf den Hund gekommen“ - Viele Teilnehmer*innen und ein erster PlatzGeänderte Anfangszeiten ab 12.11.2020 - Fahrtmöglichkeiten1. Platz beim Dr. Hans-Riegel-Fachpreis für exzellente FacharbeitenDer Wandertag in den „Aaseewald“

» alle Neuigkeiten

Termine
» zum Terminplan

(kurzfristige Änderungen vorbehalten)