Keine Ruh' im Ruhrgebiet – ein Bericht des Erdkunde-LKs

01. 03. 2020 00:00

Wir, der Erdkunde Leistungskurs  der Q2, erkundeten mit öffentlichen Verkehrsmitteln am 22. und 23. Januar das Ruhrgebiet. Was wir dort erlebt haben, stellte unsere Wahrnehmung auf den Kopf. Es lag auch u.a. am nasskalten Nebel, dem wir mit aller Härte trotzen. Dafür erhielten wir höchst originelle Einblicke in den Pott. Wir lernten die Gartenstadt Welheim in Bottrop kennen und konnten Parallelen zu unserer Gartenstadt in Münster erkennen. Wir erfuhren, wie eine Schutthalde nun als eine gigantische Tourismus-Erlebniswelt mit Indoor-Skipiste, Sommerrodelbahn und Indoor-Skydiving-Anlage genutzt wird.

Auf der ehemaligen Halde der Schachtanlage Prosper in Bottrop steht wohl die ungewöhnlichste Pyramide im Ruhrgebiet, das Tetraeder. Mit seiner Höhe von 60 Metern oberhalb des 90 Meter hohen Haldengipfels ein sehr beeindruckendes Bauwerk. Wir bestiegen die Pyramide, leider wurden wir aufgrund des Nebels nicht mit dem wunderbaren Ausblick in die Vergangenheit des Ruhrgebiets belohnt.

Am Abend erkundeten wir den Duisburger Innenhafen und konnten hier den Strukturwandel erfahren, ehe wir uns zu unserer Unterkunft, der Jugendherberge im Landschaftspark Duisburg-Nord auf den Weg machten. Am nächsten Morgen war der Blick ein wenig besser, den wir vom Hochofen 5 hatten. Hier haben Besucher nicht nur die Möglichkeit den Hochofenprozess zu verstehen, sondern aus 70 Metern Höhe einen weitreichenden Blick auf Duisburg, das westliche Ruhrgebiet und den Niederrhein.


Anschließend besuchten wir die Firma Open Grid Europe in Essen. Das ist eine Gas-Firma. « Gas? Echt jetzt? » So dachten wohl einige unter uns mit Augenmerk auf die globale Erwärmung. Doch ausgerechnet diese Gasfirma, die etwa die Hälfte der deutschen Pipelines betreibt, kümmerte sich um den Klimawandel. Die Rede war von Möglichkeiten zur Produktion und zum Transport von grünem Kerosin und als Treibstoff der Zukunft diskutiertem Wasserstoff. Um im Lauf der Energiewende deutschlandweit die Energieversorgung zu sichern, müsse die Energie-Übertragung von Elektronen (Strom) auf Moleküle (Gas) und umgekehrt voran kommen. Denn Wind und Sonne würden Energie nur zu bestimmten Tageszeiten liefern. Und Kohle- und Atomkraft seien in Deutschland bald abgeschafft. Die Politik sei gefragt die Weichen zu stellen. Als uns die verschiedenen Bereiche der Firmenzentrale gezeigt wurden, bekamen einige unter uns tatsächlich Interesse an einer Karriere in einem Unternehmen wie OGE. Die anderen gaben sich zufrieden mit den exklusiven Vorträgen und der leckeren Currywurst oder der veganen Alternative, die uns der Betrieb spendierte.

Natürlich konnten wir auch einen Besuch der Zeche Zollverein als UNESCO-Welterbe Zeche und Kokerei Zollverein, bekannt als die „schönste Zeche der Welt“, ehemals größte Steinkohlenzeche der Welt nicht missen.

Als wir abends in Münster aus dem Zug stiegen, waren wir ziemlich kaputt, doch unsere Einblicke in die Wirtschaftsmetropole, die eine so stolze, rußige Geschichte hat und sich nun ganz neu erfindet, waren mit im Gepäck.


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