Spurensuche DDR – Die Geschichts-Leistungskurse in Berlin

27. 01. 2020 15:33

An historischen Orten und durch die Begegnung mit Zeitzeugen haben die beiden Geschichts-LK der Jahrgangsstufe Q2 die Diktatur der DDR in einem dreitägigen Seminar erforscht. Zur Vorbereitung setzten sich die Schüler*innen anhand von biografischen Fallbeispielen mit dem Leben im geteilten Deutschland auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Rolle von Jugendlichen in der DDR, die zwischen Anpassung und Selbstbehauptung bzw. Widerstand wählen mussten und dadurch nicht selten in den Zugriff der Stasi gerieten.

In Berlin besuchten die Schüler*innen verschiedene historische Orte, die heute zugleich Erinnerungsorte für die Opfer der DDR-Diktatur sind. Dazu zählen die Gedenkstätte „Berliner Mauer“ an der Bernauer Straße und das Notaufnahmelage Marienfelde für die Flüchtlinge aus der DDR. Wenn auch die historischen Rahmenbedingungen der Flucht andere waren, wurden Parallelen zu heutigen Fluchtbewegungen schnell deutlich.

Die Zeitzeugin Edda Schönherz, in den 1970er Jahren wegen Fluchtvorbereitungen inhaftiert, führt die Schüler*innen durch das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen

Welche Konsequenzen Nichtanpassung, Aufbegehren oder gar Fluchtversuche im Einzelfall haben konnten, erfuhren die Schüler*innen sehr eindrucksvoll in mehreren Zeitzeugengesprächen: Der Nichteintritt in die FDJ bedeutete für eine Zeitzeugin die Nichtzulassung zu Abitur und Studium, Fluchtversuche hatten in zwei anderen Fällen mehrjährige Haftstrafen zur Folge. Zwei Zeitzeugen führten durch das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis in Berlin-Hohenschönhausen – das Gefängnis, in dem sie selber inhaftiert waren.


Nicht mit physischer Gewalt, sondern mit psychischem Terror versuchte die Stasi dort die Menschen systematisch zu brechen. Die Exkursion bot sehr eindrucksvoll Einblicke in die Machtmechanismen der Diktatur und ihre Folgen für die Menschen, zeigte aber zugleich auch erstaunliche Beispiele von Mut und Widerstand.
Das Seminar wurde gemeinsam vom Franz-Hitze-Haus und der Villa Ten Hompel angeboten und von der LK-Lehrern Dr. Michael Jung und Dr. Wolfhart Beck begleitet. Es ist jedes Jahr Bestandteil des Unterrichts des Geschichts-LK


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