Der Westfälische Frieden

1. Warum Münster als Kongressstadt ausgewählt wurde

Münster war zu dieser Zeit stark befestigt (s. Stadtmodell). Es hatte zwei Mauern und auch zwei Wassergräben, so dass die Stadt sehr gut gesichert war.

Außerdem hatte Münster unter dem Krieg kaum gelitten, da Alexander II. von Velen die Grenze Münster-Warendorf gegen Schweden halten konnte.

 
Stadtmodell

2. Die Vorbereitungen des Friedenskongresses

Am 25.12.1641 stimmte der Kaiser zu, dass die beiden Kongressstädte, Osnabrück und Münster, für die Kongresszeit neutralisiert würden.

Der Reichhofsrat erklärte Münster am 27. Mai 1643 für neutral. Das hatte zur Folge, dass die Truppen abziehen mussten. Die Stadtgarnison wurde dafür sehr gestärkt, um für die Sicherheit der Gesandten zu sorgen.

In Münster sollte der Kaiser mit Frankreich verhandeln und in Osnabrück mit Schweden. Die Katholiken waren also für die Verhandlungen in Münster untergebracht und die Protestanten in Osnabrück.

Münster hatte zu der Zeit ungefähr 10.000 Einwohner. Da die Zahl der Gesandten mit ihrem Gefolge auf ca. 10.000-12.000 geschätzt wurde, gab es große Probleme mit der Unterbringung. Münster ist mit der Unterbringung aber erstaunlich gut klar gekommen. Dafür sprachen auch die Gesandten ihr Lob aus. Sie beschwerten sich nur über den Gestank der Schweine auf den Straßen. Das wurde so geregelt, dass die Schweine in den Häusern bleiben mussten. Die Unterbringung erfolgte nach Rangfolge. Die Gesandten mit dem höchsten Rang wurden also in den besten Unterkünften einquartiert. Sogar für Wohnungen für das „leichtfertige Weibsvolk“ wurde gesorgt.

Um die Versorgung mit Nahrungsmitteln zu sichern wurden extra Verkaufsstände am Prinzipalmarkt aufgebaut.

Fabio Chigi war der päpstliche Gesandte in Münster. Seine Aufgabe war es zwischen den Gesandten zu vermitteln.

Die Gesandten trafen nur langsam und in großen Abständen ein. Das verzögerte den Beginn des Kongresses sehr.

Die Gesandten der Niederlande verlangten Unabhängigkeit von Spanien. Die Niederlande sollten also ein freies Land werden.

Die Gesandtschaften waren fast immer doppelt besetzt, da sogar kleinere Provinzen oft zwei Vertreter schickten.

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