Gesellschaftswissenschaften

Zum Bereich der Gesellschaftswissenschaften gehören in der Sekundarstufe I die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik. In der Sekundarstufe II umfasst der gesellschaftswissenschaftliche Bereich neben den Fächern Erdkunde und Geschichte auch die Fächer Sozialwissenschaften, Pädagogik und Philosophie. Im Abitur kann das Fach Religion ebenfalls den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich abdecken. Darüber hinaus wird am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in der Qualfikationsphase das Fach Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft angeboten, in dem auch Abiturprüfungen abgelegt werden können.

In der Oberstufe bieten wir in jedem Jahr Leistungskurse in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Sozialwissenschaften sowie Grundkurse in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über eine Reihe der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Projekte und Aktionen, die im Verlauf dieses und des letzten Schuljahres im Bereich der Gesellschaftswissenschaften durchgeführt worden sind oder mit Beteiligung unserer Schule stattgefunden haben.

 

 

Geographie meets MINT - Erdkunde-LKs und Physik-GK besuchen das MEET

von Fiete Sengebusch (Q1)

Am 10.2.2018 besuchten die beiden Erdkunde-Leistungskurse unter der Begleitung der beiden LK-Lehrer Herr Holthues und Frau Keen zusammen mit dem Physik-Grundkurs von Herrn Grote das MEET(Münster Elektrochemical Energy Technolgoy). Organisiert wurde der Projekttag zum Thema Europa vor Ort vom MINT-Koordinator Herrn Deittert und der Schulleitung Frau Kettelhoit, die uns zu diesem Termin ebenfalls begleitete. Im Unterricht hatten wir uns zuvor unter anderem damit beschäftigt, wie der öffentliche Personennahverkehr optimiert werden kann. Hierfür leistet u.a. das MEET in Kooperation mit den Stadtwerken einen Beitrag, indem die Elektromobiltiät im Busverkehr optimiert werden soll. Auch der vergangene Projektkurs NW am Annette hat sich dieser Thematik angenommen.

Als allererstes trafen wir im MEET in einem Besprechungssaal ein. Dort wurden wir von Dr. Adrienne Hammerschmidt und Peter Croonenbroeck von dem Verein Bürger Europas e.V. begrüßt und uns wurde Sybille Benning, Bundestagsabgeordnete der CDU, vorgestellt. Herr Croonenbroeck leitete die  Diskussion zum Thema "Europa vor Ort - Einfluss und Auswirkung europäische Regional- und Forschungspolitik auf Nordrhein-Westfalen" mit einigen Informationen ein. Nun hatten wir die Möglichkeit Frau Benning Fragen in Sachen Politik, die uns interessieren, zu stellen. Diese beantwortete sie mal mehr, mal weniger ausführlich und zielführend. Wir diskutierten dabei querbeet über Themen wie Waffenexporte, europäisches Gemeinschaftsgefühl bis hin zu wirtschaftlicher Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

Im zweiten Teil der Veranstaltung erschien nach einer kurzen Pause Frau Dr. Hammerschmidt erneut und führte uns in die Forschungsarbeit des MEET Forschungszentrums ein. Da sie Leiterin des Instituts ist, konnte sie uns umfangreich und präzise Fakten über die Einrichtung geben. Außerdem bereitete sie uns durch einige Informationen auf den folgenden Rundgang vor und brachte uns die nationale und internationale Bedeutung des Meet näher. Zudem erklärte sie uns Dinge wie z.B. Energiespeichertechnologien, wie Elektrofahrzeuge funktionieren und die Anwendbarkeit von Lithium-Ionen-Batterien. Darauf folgt eine Führung durch die Forschungseinrichtung. Im Wechsel spielte der zweite Teil der Gruppe ein Spiel rund um das Thema Europa, sodass wir auch hier unser Wissen noch weiter vertiefen konnten. Erfreulicherweise gab es auch noch jede Menge kleine Preise zu gewinnen.

Insgesamt ist es dem Projekttag gelungen, naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Themengebiete miteinander zu verknüpfen. - 3-2018

 

 

Geographie vor Ort

von Emilie Möller und Patrizia Berghoff

Zu verschiedenen Unterrichtsthemen aus dem Bereich der Wirtschafts- und Stadtgeographie unternahmen die beiden Erdkundeleistungskurse der Q2 von Frau Beckmann und Herrn Streyl am vergangenem Mittwoch und Donnerstag eine Exkursion nach Hamburg. Mit einer Barkasse fuhren wir die Elbe stromaufwärts, erreichten zunächst die Elbphilharmonie und erkundeten dann den Hafen Hamburgs. Dabei galt unsere besondere Aufmerksamkeit der Hafencity, dem größten innerstädtischen Bauprojekt Europas. Am Abend folgte eine Stadtführung durch St. Pauli. Dabei wurde zum einen über die Geschichte des Viertels informiert, zum anderen auch das Nachtleben der Stadt kennengelernt.

Der Donnerstagmorgen begann mit sonnigem Wetter und einer Besichtigung des Rathauses. Danach folgte eine zweieinhalbstündige Führung bei Airbus, dem weltweit drittgrößten Flugzeughersteller. Zwei Mitarbeiter begleiteten uns dort durch die Produktionshallen, wo die vielen verschiedenen Flugzeugmodelle stehen. Insgesamt arbeiten in dem Werk etwa 12.000 Angestellte, die in einer entspannten und kollegialen Atmosphäre die Flugzeuge zusammenbauen.

Außerdem verfügt das Gelände über ein eigenes Krankenhaus sowie einen selbstständigen Busverkehr. Der Besuch des Airbuswerks war ein gelungener Abschluss für zwei interessante Tage in Hamburg. - 2-2018

 

 

Projekt "Interkulturelle Begegnung" – Speed-Dating der besonderen Art

Am 27.2.2018 besuchte der Zusatzkurs Sozialwissenschaft der Q2 von Frau Massing die "Werkstatt für Kultur und Bildung". Im Rahmen eines Projektes war der Kurs eingeladen, in der Bildungseinrichtung einen Integrationskurs für junge Geflüchtete zu besuchen.

Die Jugendlichen bereiten sich dort auf offiziell anerkannte und zertifizierte Deutschprüfungen vor. Außerdem werden sie über das politische System der Bundesrepublik Deutschland sowie die Lebensgewohnheiten informiert. In dem Projekt treffen sich junge Geflüchtete und zukünftige Abiturienten.

Während des Besuches in der "Werkstatt" sollten möglichst viele der Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen. Familie, Kochkünste, Lebensgewohnheiten hier und in den Heimatländern und viele weitere Themen wurden in einem Speed-Dating der besonderen Art besprochen. Jedes Mal, wenn die Klangschale ertönte, wechselten wir als Gäste den Platz, um mit einem neuen Gesprächspartner zu kommunizieren. Es kam zu einem regen Austausch, keine Minute kam Langeweile auf.

Im zweiten Teil ging es um die Erläuterung von deutschen Redewendungen, wobei sich die deutschen Gäste intensiv um eine sprachlich einfache und klare Erläuterung bemühten – eine gar nicht so leichte Übung. Anschließend wurden die Redewendungen von Teilnehmern aus dem Iran, aus Afghanistan, dem Irak, aus Marokko und Ghana in verschiedenen Sprachen an die Tafel geschrieben und sinngemäß erläutert. Geschrieben wurde in der Landessprache von rechts nach links!

Für viele der Teilnehmer dieser Deutsch- bzw. Sowi-Stunde der besonderen Art fand eine Begegnung mit  Geflüchteten zum ersten Mal statt, und alle waren sich einig, dass man viel Neues und Interessantes voneinander erfahren hat. Beim nächsten Treffen werden wir die Gäste durch unsere Schule führen und das deutsche Schulsystem und Zukunfts- und Berufspläne in Kleingruppen thematisieren. Sicherlich werden wir auch einiges über das Schulsystem in den Heimatländern unserer Gäste erfahren.

Den Abschluss bildet eine gemeinsame Veranstaltung im Rahmen der "Woche gegen Rassismus", die in diesem Jahr vom 12.3.-16.3.2018 stattfindet. - 3-2018

 

 

Exkursion zum Hof Entrup

von Stella Sieger, Lena Völker, Sophia Bremer und Eva Kramer

In der letzten Woche haben wir, die Erdkundegrundkurse der Q1 von Frau Pietschmann und Frau Keen, eine Exkursion zum Gärtnerhof Entrup gemacht. Begleitet wurden wir dabei zusätzlich von Frau Walter. Dabei konnten wir viele neue Eindrücke über die biologische Landwirtschaft gewinnen.

Nach unserer Ankunft wurden wir vom Landwirt Werner Bez freundlich in Empfang genommen und wurden im Allgemeinen über den Hof informiert. Danach wurden wir auf dem Betrieb herum geführt. Zuerst zeigte er uns den Stall in dem die Mutterschafe mit ihren Lämmern und einigen Ziegen waren. Uns alle erstaunte, dass unter den insgesamt 115 Tieren, die im Stall lebten, nur ein Bock war. Hier erklärte uns Herr Bez die Haltungsform, welches Futter die Tiere bekommen und wo dieses angebaut wird.

Anschließend lernten wir etwas über den biologischen Gemüseanbau und durften einen Blick in die vier großen Folientunnel werfen, in denen ausschließlich regionale und saisonale Produkte angebaut werden. Außerdem trafen wir auf eine der zwei Auszubildenden des Betriebs, die gerade dabei war Topinambur – ein stärkereiches Gemüse - zu ernten.

Auf unsere Frage hin, wie die Produkte vermarktet werden, führte Herr Bez uns in den hofeigenen Laden.  Dort werden zweimal die Woche das selbst angebaute Gemüse, das selbst gebackene Brot und die auf dem Hof produzierten tierischen Produkte, wie Schafsmilch, Schafskäse, Ziegenmilch, Ziegenkäse, Quark, Joghurt, Eier und Fleisch, vertrieben. Zur Ergänzung des Sortiments werden biologische Produkte, wie Kosmetikartikel und Trockenprodukte, zugekauft.

Zum Abschluss des Ausflugs beantwortete Herr Bez uns offen gebliebene Fragen im Hofcafé. Dabei erfuhren wir, dass der Hof im Demeterverband Mitglied ist und die meisten Produkte unter diesem Siegel vertreibt. Eine weitere Besonderheit des Gärtnerhofs Entrup ist die solidarische Landwirtschaft, bei der bis zu 180 Mitglieder Hofprodukte in wöchentlichen Rationen gegen einen monatlichen Beitragt von max. 145 Euro erhalten. Diese können entweder auf dem Hof direkt oder auf einem der Wochenmärkte in Münster, Steinfurt oder Altenberge abgeholt werden.

Für die Zukunft wünscht Herr Bez sich eine rein biologische Landwirtschaft, was er für umsetzbar hält, sofern wir als Verbraucher unser Konsumverhalten überdenken.

Insgesamt war dies eine aufschlussreiche und empfehlenswerte Erfahrung, die uns alle dazu angeregt hat von nun an vermehrt darauf zu achten, woher unsere Lebensmittel kommen. - 2-2018

 

 

Schüler/innen des Annette-Gymnasiums beim Holocaust-Gedenktag

27. Januar 2018: Der vierte Samstag im Jahr 2018, noch 338 Tage bis zum Jahresende, noch 6 Tage bis zu den Halbjahreszeugnissen… ein ganz normaler Tag – ein Tag wie jeder andere? Nein. Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – ein in Deutschland seit 1996 bundesweiter, gesetzlich verankerter und seit 2005 auch internationaler Gedenktag, der jedoch im öffentlichen Bewusstsein oft nur wenig präsent ist.

Gleichzeitig ist es ein Gedenktag, an dem sich nun schon zum zweiten Mal viele weiterführende Münsteraner Schulen mit kleinen und großen Projekten beteiligten und so auf den Tag als solchen, vor allem jedoch auf das Gedenken an die Opfer aufmerksam machen wollen. So auch Schülerinnen und Schüler des bilingualen Geschichtskurses der Q2 unter der Leitung von Geschichtslehrerin Elsa Boße, die von der Referendarin Jennifer Bußmeyer unterstützt wurde.

Als sich der Kurs zur Teilnahme am Projekt entschied, war schnell klar, dass den Lernenden eine „nüchterne“ Darstellung von Ereignissen und Biographien nicht ausreichte. Es sollten sowohl Orte als auch Schicksale in den Fokus gestellt werden. Die Vorstellung, eben jenen, die so oft ungehört blieben, eine Stimme zu geben entwickelte sich zum Leitgedanken des Projekts. So entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, an den Orten ehemaliger Münsteraner „Judenhäuser“, Gedichte von Holocaustopfern und – überlebenden vorzutragen, um zu zeigen, dass die Verfolgungsgeschichte nicht mit dem „Judenhaus“ endete, sondern noch viel weiterging: Die meisten Verfolgten wurden ermordet.

Darüber hinaus erschien es dem Kurs sinnvoll, die Münsteraner über die „Judenhäuser“ zu informieren und zu diesem Zweck Plakate zu erstellen. Die Planung stand bereits Ende 2017 – die konkrete Umsetzung sollte schließlich im Januar 2018 folgen.  Aufgrund einer Verletzung fiel Frau Boße jedoch leider aus. Sollte es also doch kein Projekt vom Annette-Gymnasium geben? Um eine Teilnahme dennoch zu ermöglichen sprang Kim Keen, die neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin des Annette Gymnasiums auch zur Lehrerabordnung des Geschichtsortes Villa ten Hompel zählt, ein.

Da der 27. Januar in diesem Jahr auf einen Samstag fiel, entschied man sich, den Gedenktag der weiterführenden Münsteraner Schulen um einen Tag vorzuverlegen. Am Freitag war es schließlich so weit. 17 Schulen mit insgesamt 350 Schülerinnen und Schülern beteiligten sich – unter ihnen die 16 Lernenden des Annette Gymnasiums. In Kleingruppen stellten sie sich vor drei der Münsteraner „Judenhäuser“ auf, verlasen Gedichte und informierten Interessierte über die Opfer, Dichter und den Gedenktag als solchen. Um 11.30 Uhr schließlich trafen sich alle beteiligten Schulen auf dem Platz des Westfälischen Friedens im Rathausinnenhof und gedachten der Opfer des Nationalsozialismus. Kerzen wurden entzündet und einige Lernende stellvertretend für ihre Schulen von Bürgermeisterin Karin Reismann zu den Projekten befragt. So auch Erik Päßler, der erklärte, dass die Arbeit mit Gedichten einen deutlich emotionaleren und damit auch greifbareren Zugang zur Geschichte ermöglichte, als die sonst im Unterricht oft besprochenen Zahlen und Fakten. Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung trug Tabea Mittmann das Gedicht „Mit Bleistift geschrieben im verplombten Waggon“ des jüdischen Schriftstellers Dan Pagis vor.

Schülerinnen und Schüler des bilingualen Geschichtekurses der Q2 mit ihrer Lehrerin Elsa Boße. - 2-2018

 

 

Erdkunde-LK besucht den Hof Große Kintrup

von Florian Scheid

Am 16.01.2018 besuchten wir, der Erdkunde-LK der Q1 von Frau Keen, den Milchhof Große Kintrup in Handorf. Nachdem wir mit dem Bus die Anfahrt bewerkstelligt hatten, wurden wir von Frau Große Kintrup über das Gelände geführt. Bevor wir zu den Tieren konnten, mussten wir unsere Schuhe und Hände desinfizieren, um zu vermeiden, dass schädliche Keime zu den Kühen gelangen. Danach konnten wir direkt die Kälber in ihren Boxen streicheln. Die jungen Tiere waren sehr neugierig, schnupperten an uns und eines nuckelte sogar an dem Finger. Gefüttert wurden die Kleinen mit Milch aus einem Trog, an dem Saugaufsätze in derselben Form wie am Euter befestigt waren.

Kurze Zeit später ging es weiter zu den erwachsenen Tieren. In dem großen Stall roch es ein bisschen streng, aber es war gut auszuhalten. Vorne am Stall lagen die Tiere auf Stroh und hatten jede Menge Platz. Jedoch waren einige Kühe unverhältnismäßig dick, was aber nur daran lag, dass hier trächtige und verletzte Kühe lagen. Hinter diesem Bereich befindet sich ein deutlich größeres Gehege mit vielen halboffenen Boxen, in denen jeweils eine Kuh stand oder lag.

Die Tiere konnten frei herumlaufen, auch wenn der Platz begrenzt war, und hatten sogar ein paar Beschäftigungsmöglichkeiten wie Bürsten an den Wänden. Dort war auch die Melkmaschine, die uns von Frau Große Kintrup gezeigt und erklärt wurde. Die Kühe konnten, wann sie wollten, in einen Box laufen, wo sie anhand ihres elektronischen Halsbandes erkannt wurden. Dann wusste der Computer, ob sie gemolken werden musste oder nicht. Wenn nicht, öffnete sich die Box einfach wieder. Wenn doch wurde von einem elektronischen Arm erst der Euter abgebürstet, dann die Zitzen von einem Laser erkannt und schließlich vier Saugschläuche angebracht. Dann konnte gemolken werden und uns wurde erklärt, dass eine Kuh am Tag ganze 40 l Milch produziert. Die Kühe schienen die Maschine ganz gelassen zu nehmen und hielten während des Melkens bereitwillig still. Das kann auch daran gelegen haben, dass sie währenddessen mit Kraftfutter versorgt wurden. Zudem wird jede Kuh bei dem Vorgang gewogen, sodass die Futtermenge direkt angepasst werden kann.

Zum Schluss erfuhren wir noch einige Interessante Dinge über den Hof. Da er kein Öko-Siegel besitzt, bezeichnet man ihn als konventionellen Milchhof. Jedoch geht es den Kühen besser als auf vielen anderen konventionellen Höfen. Die Milch der ca. 2000 Tiere wird noch auf dem Hof weiter verarbeitet zu Joghurt, Quark, Stippmilch oder ganz normaler Milch zum Trinken. Die Produkte werden zum einen direkt zu den Kunden gebracht, aber auch regional in ausgewählten Supermärkten vermarktet. Außerdem durften wir einige dieser Milchprodukte probieren, was nach den Kälbchen das Beste war, da die Produkte äußerst frisch und lecker waren. - 1-2018

 

 

„VOLL IST OUT“ – ein Projekttag in der Stufe 8

Kennen Jugendliche die Risiken und Auswirkungen des Alkoholkonsums?

von Merle, Rabea, Liv, Lia (Pädagogik-Kurs, EF)

Dieser Frage versuchten wir, der EF-Pädagogikkurs von Frau Baumstark, im Rahmen der Alkoholpräventionskampagne „Voll ist Out“ mit Schülerinnen und Schülern der Stufe 8 nachzugehen.
Um ehrliche Gespräche mit den Jugendlichen zu führen und keine Lehrer-Schüler-Distanz zu erzeugen, schlüpften wir in die Rolle der Lehrer. Dies nennt man auch Peer-Education.

Im Unterricht bereiteten wir uns erst einmal auf diese Rolle vor, indem wir uns Hintergrundwissen über Alkohol und Sucht aneigneten und lernten, wie schulische Suchtvorbeugung in der Schule aussehen müsste, um wirksam zu sein. Zudem simulierten wir die Methoden und Spiele, die wir mit den Achtklässlern vorhatten.

In der Woche vom 04.12. bis zum 08.12.2017 war es dann soweit. Jeweils acht Schülerinnen und Schüler des Pädagogik-Kurses haben dann mit kleineren Gruppen der jeweiligen 8. Klasse das Projekt durchgeführt. Mit vielfältigen Methoden versuchten wir die Stunden so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Neben Film, Quiz, Impulskarten, Rollenspiel und unserem „Spritsack“ war eine der beliebtesten Stationen die „Rauschbrille“: Hier konnten sie einen Alkoholrausch von 0,8 und 1,3 Promille nachempfinden und mussten verschiedene Aufgaben bewältigen, etwa eine Nachricht auf dem Handy schreiben, Slalom laufen oder eine Person in die stabile Seitenlage bringen, die vom Rad gestützt war (vgl. Foto: Lia und Clara mit der 8d).

In einer kurzen Rückmelderunde bestätigte uns die Klasse, dass sie die Stunden viel besser als mit Erwachsenen gefunden hätten, weil man so viel offener erzählen und fragen konnte. Letztendlich hoffen wir, dass die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Jahren verantwortungsbewusster mit Alkohol umgehen oder zum Beispiel selbstbewusster auftreten können, wenn sie auf einer Party nicht mittrinken möchten.
Aber auch wir haben natürlich durch das Projekt einiges gelernt. So frischten wir nicht nur unsere Fachkenntnisse über Alkohol auf, sondern lernten auch, eine fremde Gruppe Jugendlicher zu unterrichten.
Für uns endete das Projekt nach zwei Schulstunden, während die Achtklässler noch Besuch von einem ehemaligen Alkoholiker und von einem Polizisten bekamen. - 12-2017

 

 

Grundkurs Sozialwissenschaften bei der Bundesbank in Frankfurt

Seit drei Jahren lädt Jens Weidmann, Präsident der Bundesbank, zu einer Frage- und Diskussionsrunde mit Schülern ein. Unter dem Titel „Weidmann trifft Schülerinnen und Schüler“ wurde auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit eröffnet, sich für einen Besuch in der Hauptstelle der Bundesbank in Frankfurt zu bewerben.  Ausgehend von den im Unterricht besprochenen Themen  (u.a.: Euroraum und  Geldpolitik) entschloss sich der Sozialwissenschaftskurs mit dem Schwerpunkt in Wirtschaft unter der Leitung von Katrin Esser,  eine Bewerbung einzureichen. Die erarbeitete Bewerbung  gestaltete sich sehr überzeugend, und der Kurs wurde als eine von wenigen Schülergruppen nach Frankfurt eingeladen.

Am 1. Dezember 2017 fand das Treffen mit Jens Weidmann in Frankfurt statt. Diskutiert wurden sehr unterschiedliche Themen,  z.B. die Bedeutung von  „Kryptowährungen“ oder  die Frage nach Altersicherungen in der Bundesrepublik. Das im  Dezember 2016 eröffnete Geldmuseum wurde im Anschluss an das Gespräch besichtigt.  Dort konnte man so ziemlich alles über Geld erfahren, etwa über die Geschichte des Geldes und der Geldwirtschaft, über unterschiedliche Arten von Geld sowie über  die Bedeutung des Geldes für Wirtschaft  und Gesellschaft.

Im Ganzen stellte  der Besuch eine sehr lohnenswerte Erfahrung dar und bildete eine wertvolle Ausweitung und Vertiefung der im Unterricht besprochenen Perspektiven und Themen. - 12-2017

 

 

Mehrfache Auszeichnung durch den Bundespräsidenten

Carina Ebert (EF) erhielt einen ersten Bundespreis des Geschichtswettbewerbs, Isabelle Schmoltzi (EF) einen dritten Preis, das Annette-Gymnasium wurde als bundesbeste Schule geehrt

Am Dienstag, 22. November 2017, fand im Schloss Bellevue die feierliche Preisverleihung durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier statt. Dazu war eine mehrköpfige Schuldelegation nach Berlin gereist. Carina Ebert, Isabelle Schmoltzi, Julia Aichele (Jg. 9) und Theresa Gurlit (Jg. 8), Schulleiterin Anette Kettelhoit sowie die Geschichtslehrerinnen und Tutorinnen Katy Beck und Kim Keen vertraten die Schule beim Festakt. Dort gab es Gelegenheit, mit dem Schirmherrn des Geschichtswettbewerbs und Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über Aspekte des Wettbewerbs zu unterhalten.

Carina Ebert hatte zu dem Oberthema des Geschichtswettbewerbs „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ die Auswirkungen und Wahrnehmungen der Türkenkriege in Münster erforscht. Für diese hervorragende Arbeit wurde sie nun mit einem ersten Bundespreis ausgezeichnet. Isabelle Schmoltzi hatte in ihrem Beitrag den Konflikt zwischen Kirche und Staat anlässlich von Wundererscheinungen einer Münsterländer Nonne im 19. Jahrhundert untersucht und erhielt dafür einen dritten Bundespreis.

Insgesamt hatten sich über 60 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen des Annette-Gymnasiums ein halbes Jahr lang auf historische Spurensuche begeben. Sie befragten Zeitzeugen und Experten, recherchierten in Archiven und Bibliotheken. Unterstützt wurden sie dabei von den Geschichtslehrern unserer Schule in der wöchentlichen Geschichts-AG und speziellen Workshops. So wurden die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen Forschern, die in vielen Einzelbeiträgen die Wirkung und den Einfluss von Glauben und Religion auf das Zusammenleben der Menschen untersuchten.

Insgesamt erhielten sie dafür 10 Landespreise, 13 Förderpreise und die genannten beiden Bundespreise. Das Annette-Gymnasium ist für diesen Einsatz und diese Leistungen damit als bundesbeste Schule ausgezeichnet worden.

Es war ein toller Wettbewerb und eine grandiose Preisverleihung, die die „Annette-Delegation“ in vollen Zügen genoss. Unmittelbar nach der Rückkehr freuen sich die erfolgreichen Jung-Historiker schon auf die nächste Ausschreibung: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Im September 2018 geht der Geschichtswettbewerb zu einem neuen Thema wieder los …

 

 

Klasse 9a gedenkt Reichsprogromnacht

von Lisa Langert und Leon Skibbe, Klasse 9a

Am 8. November 2017 haben wir, die Klasse 9a, einige der insgesamt 255 Stolpersteine in Münster in der Nähe des Annette-Gymnasiums gereinigt und mit einer Rose verziert.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig hatte die Idee für das Projekt "Stolpersteine“ und sorgte dafür, dass man auch in Münster an verschiedenen Orten im Boden immer wieder auf die 10×10 cm großen Steine aus Messing trifft. Der Gedanke dahinter ist, dass die vielen Opfer des Nationalsozialismus niemals in Vergessenheit geraten sollen. Er platziert die Steine vor Häusern in denen früher z.B. Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle oder andere politisch verfolgte Menschen lebten, die durch das nationalsozialistische Regime ermordet wurden.

Da einige von ihnen in Konzentrations- und Vernichtungslagern gestorben sind, in denen ihnen ihre Identität gestohlen wurde, sind die Namen, das Geburts- und das Sterbedatum, sowie der Sterbeort der Todesopfer eingraviert worden, um ihrer damit zu gedenken und ihnen damit zumindest einen kleinen Teil ihrer Identität zurückzugeben. Damit auch in Zukunft das Andenken an die Opfer gewahrt wird, reinigen jedes Jahr zur Erinnerung an die Reichspogromnacht um den 9. November herum Schulen in Münster diese Steine.

So auch wir vom Annette-Gymnasium in diesem Jahr. Dabei ist uns aufgefallen, dass einige Leute sich der Bedeutung der Steine und somit auch der Rosen nicht bewusst waren. Sie haben die Rosen wieder aufgesammelt und wollten sie mitnehmen. Erst nachdem wir sie darauf angesprochen haben und ihnen unser Projekt erklärt haben, haben sie die Rosen wieder an ihren Platz zurückgelegt. Dieses Nichtwissen der Leute ist ein Grund mehr, auf die Stolpersteine und ihre Bedeutung aufmerksam zu machen.- 11-2017

 

 

„Schnupperkurs“ für Q1-Gymnasiasten - Schüler testeten BWL-Studium

Jetzt wissen die Jugendlichen auf jeden Fall, worum es in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) geht. Ob sie BWL später als Fach – falls sie die Hochschulreife schaffen – studieren wollen, wird jeder für sich entscheiden. 14 Schüler der Stufe Q1 des Annette- sowie des Schillergymnasiums haben jetzt am „BWL-Schnupperstudium“ teilgenommen.

Der Kurs „Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre“ wurde zum vierten Mal vom „Deutschland-University-Netzwerk“ angeboten, dem auch das Institut für Ökonomische Bildung der Uni Münster angehört. Prof. Dr. Dietmar Krafft und Diana Püplichhuysen vom Institut unterrichteten die 16- und 17-Jährigen an zwei Freitagen und an drei Samstagen jeweils acht Stunden lang. An den Freitagen waren die Jugendlichen dafür vom Schulunterricht freigestellt worden. Zu den 40 Zeitstunden kamen rund 140 Stunden, in denen die Mädchen und Jungen Inhalte zu Hause nacharbeiten sollten. Themen des Kurses waren unter anderem Rechtsformen, Steuerarten, Unternehmerrisiko, Kostenberechnung, Marketing und auch Führungsstil in einer Firma.

„Ob ich das Fach studieren möchte, weiß ich noch nicht“, erklärte Maja Schepers (16) vom „Schiller“ auf Nachfrage. Der Kurs sei „abwechslungsreich“ gewesen, an acht Stunden-Tagen aber auch „anstrengend“. Sie wolle „auf jeden Fall etwas mit Sprache“ machen, was sich mit Wirtschaft grundsätzlich ja verbinden lasse. Leonie Bölling (16) vom „Schiller“ wollte den Kursus ausprobieren, aber sie wisse nun, dass sie beruflich doch „lieber etwas mit Naturwissenschaften“ machen möchte.

Einen praktischen Nutzen fand Julius Höslinger (17) vom „Annette“ für sich: „Einige Themen hatten wir auch im Leistungskurs Sozialwissenschaften“, sagte er. Darin habe ihm der freiwillige BWL-Kurs geholfen. Und studieren? „Das ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.“

Jene 13 Teilnehmer, die erfolgreich abschlossen, bekamen mit ihren Zertifikaten jeweils sechs „Credit“-Punkte, die sie bei Aufnahme eines Studiums an einer Hochschule einsetzen können.

Aus: WN-Online - 16.11.2017 von Klaus Möllers

 

 

Wohnungslosigkeit in Münster im Fokus - Ein gemeinsames Projekt des Religionskurses der Jahrgangsstufe 8 des Annette-Gymnasiums und der Zeitschrift „Draussen“

Unter der Leitung von Religionslehrerin Maria Terhorst-Schweifel entstand in der Jahrgangsstufe 8 aus der Analyse einer Bibelstelle ein interessantes Projekt. Zunächst eher am traditionellen unterrichtlichen Vorgehen orientiert,  ging es anfangs darum, den Satz „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40) in seinem Kontext zu deuten. Wen aber mochte Jesus wohl mit „den Geringsten“ gemeint haben? Schnell wurde klar, dass Jesus in seiner Zeit gleich mehrere Gruppen im Auge gehabt haben könnte. Doch – auch das kristallisierte sich in den Unterrichtsgesprächen zügig heraus – leben auch heute viele Menschen eher am Rande unserer Wohlstandsgesellschaft; und genau einer dieser Gruppen wollte sich der Religionskurs widmen: der Gruppe der Menschen in Münster, die ohne festen Wohnsitz leben und dennoch ihr Leben meistern müssen.

Schnell entstand aus der Idee mehr: Die Obdachlosenzeitung „Draussen“ wurde kontaktiert, Redaktionsmitglieder und Menschen aus dieser Initiative in den Unterricht eingeladen und Gespräche im Unterricht geführt. Wie entsteht Obdachlosigkeit überhaupt? Auf welchen Wegen wird man eigentlich wohnungslos? Wie meistert man das Leben, wenn wichtige Bezüge plötzlich und unerwartet wegbrechen? Welche Wege können wieder aus dieser Notsituation heraus führen? Und vor allem: Welche Hilfen werden dringend benötigt?

Ausgehend von der Bibelstelle kamen auf diese Weise Schülerinnen und Schüler einerseits und wohnungslose Menschen andererseits einander im Gespräch näher und entwickelten zunehmend Verständnis füreinander. Dass mehrere unerwartete Ereignisse, die gleichzeitig auftreten, wie etwa Arbeitslosigkeit und Trennung,  sehr schnell in eine Notsituation führen können, ohne dass die Betroffenen etwas dagegen ausrichten können, wurde dabei sehr schnell deutlich. Rolf Meyer von der Redaktion  der Zeitschrift „Draussen“ setzte in diesem Zusammenhang auch den Stellenwert dieses Magazins sehr hoch an. Die Arbeit für „Draussen“ gebe vielen Halt, eine sinnvolle Aufgabe und sorge für ein Einkommen.

Am 10. November stattete der Religionskurs von Frau Terhorst-Schweifel zum Abschluss des Projektes der Redaktion einen Besuch ab und bedankte sich mit selbst gebackenem Kuchen für die Offenheit und Gastfreundschaft. Einen „Rucksack voller Hoffnung“ hatten die Schülerinnen und Schüler auch dabei: Warme Kleidung für die kommende kalte Jahreszeit. Längst hatten die Schülerinnen und Schüler nämlich verstanden, dass Jesus wohl zu den „Geringsten“ besonders auch die Mutigen gezählt haben musste,  die persönlich schwierige Situationen meistern und dennoch  am Rande der Gesellschaft stehen. „Insofern ist dieses Projekt sicher auch ein wichtiger Beitrag gegen gesellschaftliche Spaltung und für Verständnis und Solidarität“, freute  sich Maria Terhorst-Schweifel  über ihre gelungene Initiative. - 11-2017

 

 

Erzählcafé zwischen den Generationen

„Ankommen nach 1945 im Münsterland - als Protestanten in fremder katholischer Nachbarschaft“

„Man sollte viel öfter miteinander ins Gespräch kommen“ – darin waren sich die jungen und die alten Teilnehmer des Erzählcafés einig, das aus Anlass des Reformationsjahres am Donnerstag, den 5. Oktober 2017 im Geschichtsort Villa ten Hompel stattfand. 13 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a des Annette-Gymnasiums trafen dort auf sieben Frauen zwischen 77 und 92 Jahren sowie einen 78jährigen Mann, die als protestantische Flüchtlingskinder und Jugendliche in den Jahren 1945/46 ins katholischen Münsterland gekommen waren.

Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken befragten die Schülerinnen und Schüler jeweils zu zweit oder zu dritt ihre Gesprächspartner zu ihren Erfahrungen und Erlebnissen nach der Ankunft im Münsterland. Dabei wurden sie von jeweils zwei Teamerinnen und Teamern der Villa ten Hompel im Gespräch unterstützt.
Im Geschichtsunterricht hatten die Schülerinnen und Schüler zuvor gemeinsam mit ihren Mitschülern Fragen an ihre Interviewpartner vorbereitet:  Haben sich ihre Gesprächspartner in der katholischen Umgebung zunächst unwohl gefühlt? Durfte man mit katholischen Mitschülern spielen oder lud man sich gegenseitig zu Geburtstagen ein? Wie reagierten Eltern auf Kontakte zwischen katholischen und evangelischen Kindern?

Was passierte, wenn man sich als protestantischer Jugendlicher in ein katholisches Mädchen oder als evangelisches Mädchen in einen katholischen Jungen verliebte? Wohnten die evangelischen Flüchtlinge damals in einem Haus mit katholischen Nachbarn und kam es dabei vielleicht zu Konflikten, beispielsweise an bestimmten Feiertagen wie am Karfreitag oder am Reformationstag? Gab es materielle Unterstützung für die evangelischen Flüchtlinge von katholischen Mitbürgern, zum Beispiel in Form von Nahrungsmitteln oder Sachspenden? Wie sah der Alltag in der Schule zwischen katholischen und protestantischen Schülern aus?


Die Schwestern Irmgard Abend und Annelies Karbach-Nickel, geboren 1934 und 1936 in Wolfskirch (Wilczkowice) bei Breslau (Wrocław), berichteten Julius und Linus beispielsweise, dass es in der Schule in Lüdinghausen, wohin sie nach ihrer Flucht aus Niederschlesien gekommen waren, separate Toilettentrakte für katholische und evangelische Schüler gegeben habe. Die evangelischen Kinder mussten durch den katholischen Trakt zu ihren Toiletten laufen. Dabei gingen sie in Zweiergruppen und wurden meist von ein oder zwei Lehrern begleitet, da sie auf dem Weg oft mit Steinen beworfen wurden. Eine Schwester der beiden wurde sogar einmal von einem Stein am Kopf getroffen und erlitt eine Gehirnerschütterung. Gänzlich andere Erfahrungen machten die beiden Schwestern hingegen außerhalb der Schule, z.B. in ihren Sportvereinen. Dort hätten sie auch viele katholische Freunde gehabt und seien gut integriert gewesen. Halt fanden sie zudem in der evangelischen Kirchengemeinde, zu der sie jeden Sonntag fünf Kilometer laufen mussten. Der Kirchgang war den beiden Schwestern sehr wichtig, ebenso wie die Bewahrung von Traditionen, weil beides eine Rückkehr zur Normalität bedeutete.

Marianne Schmidt, geboren 1937 im niederschlesischen Weißenstein (Biały Kamień), entgegnete auf die Frage von Lea und Pina, an welchen Moment nach ihrer Ankunft sie sich am besten erinnern könne: „Besonders war für mich der Moment, als ich auf den [katholischen] Bauernhof kam [zu dem Zeitpunkt war sie ca. zehn Jahre alt]. Dort hatte ich zum ersten Mal wieder das Gefühl, ein Zuhause zu haben und angekommen zu sein. Ich musste zwar viel und auch schwer arbeiten, aber ich gehörte dann einfach mit zur Familie. [...] Der Bauer hat mir auch später unter anderem mein Konfirmationskleid bezahlt." Gerade im zwischenmenschlichen Bereich gab es immer wieder positive Erlebnisse zwischen katholischen Nachbarn und protestantischen Flüchtlingen. So erzählte auch Helge Flint (geb. 1937), die 1945 mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Hohensalza (Inowrocław) in Pommern über Rügen und Melle nach Münster geflohen war, ihren Gesprächspartnerinnen Julia, Sophia und Varumilla, dass die katholischen und evangelischen Kinder zwar zusammen gespielt hätten, dass aber immer wieder mehr oder weniger beleidigende Reime über die jeweils andere Konfession gemacht wurden – dies sei jedoch von den Kindern nicht unbedingt ernst gemeint gewesen. Vielmehr habe sie den Eindruck gehabt, dass hier Vorurteile der Erwachsenen unter den Kindern weitergegeben wurden.

In den vielen Gesprächen wurde immer wieder deutlich, dass die protestantischen Flüchtlinge im katholischen Münsterland sowohl Ablehnung und Ausgrenzung als auch gemeinsames Miteinander und gelebte Ökumene erfahren haben.

Der Dialog zwischen den Generationen in der Villa ten Hompel war für alle Beteiligten sehr interessant, aufschlussreich und menschlich sichtlich bewegend. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir als Gesellschaft erneut vor der Herausforderung stehen, eine große Anzahl von Flüchtlingen zu integrieren, hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, aus den Erfahrungen und Erzählungen der älteren Generation für unsere heutige Gegenwart zu lernen. Sowohl die Zeitzeugen als auch die Schülerinnen und Schüler haben sich über das Interesse und die Wertschätzung der jeweils anderen Generation sehr gefreut.

Am Erzählcafé nahmen aus der Klasse 9a des Annette-Gymnasiums teil: Julius Domagk, Hendrik Garmann, Pina Gerding, Lea Kamphuis, Nils Lammers, Fee und Sophia Lepsien, Linus Knickenberg, Julia Pago, Luca Steingaß, Paul Troschel, Varumilla Varatharajan und Charlotte Weßling.

Ihre Gesprächspartner waren: Irmgard Abend (geb. 1934), Annelies Karbach-Nickel (geb. 1936), Helge Flint (geb. 1937), Martin Hübner (geb. 1939), Edeltraud Klyszcz (geb. 1925), Renate Meyer (geb. 1940), Marianne Schmidt (geb. 1937) und Verena Walter (geb. 1934).
Unterstützt wurden die Gesprächsrunden zwischen den Generationen von zwölf Teamerinnen und Teamern der Villa ten Hompel.

Die Idee zu dem Projekt hatten: Bärbel Dahlhaus (Evangelische Frauenhilfe der Epiphanias-Gemeinde Münster, bis 2012 stellvertretende Schulleiterin des Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasiums), Dr. Gundula Caspary (Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium) und Stefan Querl (stellvertretender Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel, Münster).

Fotos: Kirsten Schwarz-Weßeler und Stefan Querl

 

 

Die „Flaschenpost“ zu Besuch am Annette-Gymnasium

Von Lea und Pina, Klasse 8a

Wer kennt nicht die bunten „Flaschenpost“-Autos, die seit geraumer Zeit durch Münster fahren? Wir, die Klasse 8a des Annette-Gymnasiums, hatten zum Ende des Schuljahres,  im Rahmen des Politikunterrichtes Herrn Dieter Büchl, den Gründer des Unternehmens „Flaschenpost“, einen Getränkelieferanten, zu uns in die Schule eingeladen.

Bereits in der vorherigen Woche hatten wir uns Interviewfragen zu bestimmten Themenbereiche, wie z. B. die Entstehung des Unternehmens, den technischen und logistischen Ablauf einer Bestellung, sowie Chancen und Risiken bei der Unternehmensgründung, überlegt. Herr Büchl hat sich freundlicherweise für uns Zeit genommen und geduldig und ausführlich all unsere Fragen beantwortet. Wir haben viele neue, interessante, aber auch überraschende Informationen erhalten.

Wer hätte denn schon gewusst, dass nur ein einziger Mitarbeiter des Unternehmens „Flaschenpost“ im Bereich Marketing tätig ist, der gleichzeitig auch der Inhaber ist, oder, dass der Getränkelieferant aus Münster achtzig Autos besitzt? Oder dass das Unternehmen große Expansionspläne hat und bereits jetzt (im September) auch eine Niederlassung in Köln hat und weitere Städte folgen werden?
Zum Schluss schoss unsere Politiklehrerin Frau Westphal ein Foto von unserer Klasse mit Herrn Büchl. Es hat uns sehr gut gefallen, das informative Interview zu führen. - 09-2017

 

 

Leistungskurs Sozialwissenschaften im Bundestag

Im Rahmen der Studienfahrt nach Berlin besuchte der Leistungskurs Sozialwissenschaften (Q1) den Bundestagsabgeordneten Herrn Christoph Strässer. Herr Strässer, Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2002, empfing die Schülerinnen und Schüler sowie den begleitenden Lehrer in einem Nebengebäude des Reichstages.

Nach einigen wenigen Ausführungen zu seinem beruflichen und politischen Werdegang nahm sich Herr Strässer die Zeit, zahlreiche Fragen des Leistungskurses zu beantworten. Dabei wurden viele tagespolitisch aktuelle Themen aufgegriffen. So diskutierte Herr Strässer mit den Schülerinnen und Schülern über die Bedeutung der kürzlich erfolgten Abstimmung im Deutschen Bundestag hinsichtlich der "Ehe für alle". Auch blickte Herr Strässer auf die im September bevorstehenden Bundestagswahlen und zeigte sich optimistisch, dass die Wahlen für "seine" Partei, die SPD, noch nicht verloren seien.

Weitere Gesprächsthemen waren die Gefahren für unsere Demokratie durch das Erstarken von Links- und Rechtsextremismus sowie die Herausforderungen für Politik und Gesellschaft durch die gegenwärtigen Migrationsbewegungen nach Deutschland und Europa.

Die letzte Frage der fast 90-minütigen Diskussionsrunde griff dann ein "heißes Eisen" der Münsteraner Lokalpolitik auf. Herr Strässer als Präsident des SC Preußen Münster machte nochmals deutlich, dass aus Vereinssicht ein - privat finanziertes - neues Stadion unabdingbar sei für die sportliche Fortentwicklung des Clubs und er in der Standortfrage auf die konstruktive Unterstützung der Stadt Münster setzt. Ob und inwiefern der Verein in dieser Frage erfolgreich sein wird, bleibt sicherlich eine spannende Frage. Verbunden mit einem herzlichen Dank für das interessante und kurzweilige Gespräch verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler von Herrn Strässer und setzten das historisch-politische Besuchsprogramm in Berlin fort. - 8-2017

 

 

Gäste aus Brasilien zu Besuch

Vertreter der Universität UFFS und der Organisation Assessoar aus dem Bundesstaat Paraná (Südbrasilien) berichteten den Erdkundekursen der Jgst. EF von Frau Pietschmann und Frau Flöttmann-Rühl am Montag vor den Ferien über die Problematik des Agrobusiness, insbesondere in ihrem Bundesstaat.

Ungleich verteilte Landflächen und die Macht der industrialisierten Landwirtschaft, bei der hauptsächlich Soja als Viehfutter für Veredelungsbetriebe in Industrieländern angebaut wird, führen dazu, dass Kleinbauern verdrängt werden.

Die UFFS und Assessoar erklärten den Schülern, inwiefern sie sich für ein Bewusstsein dieser Problematik engagieren und was jeder einzelne, sowohl in Brasilien als auch in den Industrieländern zur Lösung beitragen kann. Die Veranstaltung war äußerst kurzweilig und regte zur Diskussion an. - 8-2017

 

 

Annette-Gymnasium erneut als landesbeste Schule ausgezeichnet!

10 Landespreise und 13 Förderpreise gehen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2016/17 an Annette-Schülerinnen und Schüler

„Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ – so lautet das Thema des diesjährigen Geschichtswettbewerbes um den Preis des Bundespräsidenten. Über 60 Schülerinnen und Schüler des Annette-Gymnasiums aus allen Jahrgangsstufen haben sich seit September auf historische Spurensuche begeben und untersucht, welche Wirkung und welchen Einfluss Glauben und Religion auf das Zusammenleben der Menschen in der Geschichte hatten und bis heute haben.

Sie ließen sich dabei auf vielfältige Themen ein: Laurin Heinemann, Ole Garmann, Soban Ahmad und Julia Aichele beschäftigten sich beispielsweise mit dem Stellenwert der Religion in der DDR, Isabelle Schmoltzi ging dem vermeintlichen Wunder einer stigmatisierten Frau aus Dorsten nach, während sich Carina Ebert mit den Auswirkungen der frühneuzeitlichen Türkenkriege auf Münster beschäftige. Weitere Themen waren der Umgang mit dem Glauben in der NS-Zeit oder auch die Kriegsgefangenenseelsorge damals und vieles mehr.

Während der sechsmonatigen Projektzeit wurden die Schülerinnen und Schüler zu selbständigen Forschern. Sie befragten Zeitzeugen und Experten, lasen alte Zeitungen und recherchierten in Bibliotheken und Archiven. Unterstützt wurden sie dabei von unseren Tutoren und Geschichtslehrern Katy und Dr. Wolfhart Beck, Dennis Benthin und Kim Keen sowie zwei Studenten vom geschichtsdidaktischen Institut der Universität Münster.
Neben der wöchentlichen Geschichts-AG trafen sich die Jungforscher zu zwei ganztägigen schulischen Workshops im Dezember und im Januar.

Zu tun gab es dort viel: Recherchen wurden vertieft, Probleme besprochen und erste Texte geschrieben. Das gemeinsame Arbeiten beflügelte auf den letzten Metern, Ende Februar war Einsendeschluss.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Mit insgesamt 23 Preisen ist das Annette-Gymnasium erneut landesbeste Schule. Die zehn Landespreise wurden jetzt am 3. Juli im Haus der Geschichte in Bonn überreicht, wo Schulleiterin Anette Kettelhoit auch den mit 1.000 Euro dotierten Schulpreis entgegennahm. Die Landespreisträger gehen zudem in die nächste „Jury-Runde“ und haben noch Chancen auf einen Bundespreis und vielleicht auch auf eine damit verbundene Reise nach Berlin zum Bundespräsidenten. - 7-2017

 

 

Firma !HEPP zu Besuch am Annette-Gymnasium

Am vergangenen Freitag besuchte Stefan Höslinger, Geschäftsführer der Firma !HEPP, den SoWi-Wirtschaft-Kurs (EF) von Frau Eßer. Ziel der dreistündigen Unterrichtseinheit war die Vermittlung von praktischem Wissen zu Aufgaben und Funktionsweise eines Unternehmens sowie das Auseinandersetzen der Jugendlichen mit den Aufgaben eines solchen in einer sozialen Marktwirtschaft aus erster Hand.

Herr Höslinger führte mit der Abgrenzung der Begriffe Unternehmen und Konzern in das Thema ein und stellte dabei gängige Unterscheidungskriterien von Unternehmen, wie Größe, Umsätze oder die verschiedenen Rechtsformen vor. Anhand seines eigenen Betriebs vermittelte er praxisnah, welche Kernfunktionen Unternehmen erfüllen müssen.

Als Beispiele nannte er hierfür z. B. das Bereitstellen von Arbeitsplätzen, Forschung und Innovation. Darüber hinaus informierte Herr Höslinger über Unternehmensaufgaben und Herausforderungen, denen sich ein Unternehmen tagtäglich stellen müsse. Bei nahezu Vollbeschäftigung und einem zunehmenden Fachkräftemangel seien dies in erster Linie eine Optimierung von Personal- & Organisationsentwicklung.

Die am münsteraner Hafen ansässige Firma !HEPP kooperiert seit einigen Jahren mit dem Annette-Gymnasium, um Schülerinnen und Schülern die Arbeitsweise des selbstständigen Unternehmers sowie innere Strukturen bis zu denen eines Großkonzerns näherzubringen.

!HEPP Unternehmensimpulse: www.hepp.ms

von Louis Reusch - 7-2017

 

 

Stadtplanung vor Ort – eine Exkursion des Erdkunde-Leistungskurses

Am vergangenen Dienstag fand die Doppelstunde des Leistungskurses der Q1 von Herrn Streyl nicht im Schulgebäude statt, sondern es wurde die Stadtplanung vor Ort thematisiert.

Mit Rädern, Helmen und Sicherheitswesten „gewappnet“ wurden mehrere Standorte in Münster angeradelt, um dort vor Ort eine Analyse vorzunehmen. Unter anderem wurde im Geistviertel das Modell der Gartenstadt von Howard anhand des Wohnviertels Grüner Grund /Habichtshöhe herausgearbeitet.

Anschließend fuhr der Kurs zur Weißenburg, einer autofreien Siedlung. Dort wurden mit Hilfe von Beobachtungsbögen und Befragungen die Ziele und Weiterentwicklung des Projektes analysiert und dessen Umsetzung kritisch reflektiert. - 6-2017

 

 

"City à la carte" - 9e erforscht Handel in Münster

von Nico Düsenberg

Eine Erdkundeexkursion führte die 9e am vergangenen Freitag in die Innenstadt. Dort teilte sich die Klasse in mehrere Gruppen auf, um die Shopping-Situation in Münster zu erforschen. Ausgerüstet mit Stift und Stadtplan wagten die Neuner einen Blick in das Sortiment verschiedener Gewerbe in der Altstadt.

Der Ausflug fand im Rahmen ihrer aktuellen Unterrichtsreihe zum Thema „Stadtentwicklung“ statt. Vor ihrer Rückkehr zur Schule belohnten sich einige Schüler noch mit einem Eis. Das Forschungsvorhaben war wohl ein echter Erfolg. - 6-2017

 

 

Erdkunde-Kurse der EF im Bioenergiepark

von: Isabel Averkamp, Fuat Dilek, Louis Reusch (EF)
Am vergangenen Mittwoch unternahmen wir Schülerinnen und Schüler der Erdkunde-EF-Kurse von Frau Keen und Frau Pietschmann eine spannende Exkursion zum Bioenergiepark Saerbeck.

Zunächst wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Als erste Gruppe ging es für uns auf eine Rundfahrt durch das gesamte Gelände, wobei wir viel Neues über erneuerbare Energien lernten. Halt machten wir dabei an der Biogasanlage sowie den riesigen Photovoltaik-Platten; wir durften uns sogar ein Windrad von innen anschauen. Interessant war ebenfalls der aufwendige Vorgang, um aus Bioabfällen düngefähigen Kompost herzustellen.

Nach einer kurzen Mittagspause wechselten sich unsere Gruppen ab. Diejenige, die das Areal bereits begutachten konnte, durfte Frau Werning (Erdkunde-Lehrerin aus Saerbeck) bei einer informativen Präsentation bezüglich der „Wichtigkeit regenerativer Energien“ zuhören. Im Anschluss daran experimentierten wir eigenständig an verschiedenen Stationen zum Thema „nachhaltige Energienutzung“.
Alles in allem war die Exkursion eine sinnvolle Ergänzung zu aktuellen Unterrichtsinhalten und aus unserer Sicht in jedem Fall weiterzuempfehlen. - 6-2017

 

 

„Damit so etwas nicht nochmal passiert“ –  Israelis zu Besuch in Münster

Nachdem vier Schülerinnen und Schüler mit Frau Müller und Frau Keen (für die Villa ten Hompel) bereits im Januar im Rahmen eines neuartigen Yad Vashem – Partnerschulprojekts in Israel waren, fand vom 16. bis 21. Mai 2017 der Gegenbesuch der israelischen Gruppe in Münster statt. Auch hier befasste man sich hauptsächlich mit Themen im Rahmen der Shoa-Education.

In Münster und Umgebung besuchte die Gruppe unter anderem die alte Synagoge in Drensteinfurt. Am Mittwoch, den 17.5., wurden die Jugendlichen vom Oberbürgermeister Herrn Lewe im Friedenssaal empfangen (siehe Bild). Nachdem alle die Stadt (und insbesondere die Israelis die lokalen Shoppingmöglichkeiten) kennengelernt hatten, führte Dr. Christoph Spieker, der Chef der Villa ten Hompel, durch die Ausstellung in der Villa. Der europäischen Dimension des Projektes wurde am nächsten Tag mit einem Ausflug nach Amsterdam entsprochen. Dort besuchte die Gruppe das Anne-Frank Haus und das Van Gogh Museum. Am Freitag wurden in Workshops kontroverse Fragen von Täter- und Opferperspektiven mit den Schülerinnen und Schülern durch eine gezielte Quellenarbeit erarbeitet.

Nach dem Mittagessen wurden aktuelle Herausforderungen wie Fragen des modernen Antisemitismus, Rassismus, Rechtspopulismus und nationale Differenzen bezüglich Nationalstolz und der Haltung zum Militär diskutiert. Der nächste Tag schloss mit dem Besuch zweier Referenten des Projekts „Life back home“ inhaltlich daran an, indem diese von ihren Fluchterfahrungen aus Syrien berichteten. Im Anschluss reflektierte die Gruppe das Gesamtprojekt in einer Diskussionsrunde unter der Leitung von Frau Ministerin Silvia Löhrmann, Dr. Christoph Spieker und Kim Keen. Die Diskussionsergebnisse wurden dann in Form von Plakaten künstlerisch festgehalten, ehe die Gruppe in den frühen Morgenstunden zur Heimreise antrat.

Wir danken allen Beteiligten der Villa den Hompel, von Yad Vashem, der Partnerschule in Rishon de Zion und natürlich auch den anderen deutschen Yad Vashem Partnerschulen für die spannenden und sehr bereichernden Tage und hoffen sehr, dass sich das Pilotprojekt etablieren kann. - 6-2017

 

 

"Life back home": Geflüchtete berichten in den Differenzierungskursen GePoEk

"Ich hätte nicht gedacht, dass ihr so gebildet seid". Diese ehrliche Antwort gab ein Schüler auf die Rückfrage der Referenten, welche Vorstellungen sie zuvor von ihnen gehabt hätten.

Bei dem Besuch in den beiden Differenzierungskursen GePoEk der Klasse 8 von Frau Beck und Frau Keen berichteten Marah und Mohammed sowohl von ihrem Leben vor dem Krieg in Syrien als auch von ihrer Flucht und dem Ankommen in Deutschland. Dabei wurde es nochmals deutlich, wie wichtig es ist miteinander statt nur übereinander zu reden.

Die beiden jungen Syrer schilderten eindringlich, welche unterschiedlichen Erfahrung sie mit den jeweiligen Menschen vor Ort gemacht haben. "In Ungarn war es am schlimmsten. Dort wurden wir nicht wie Menschen behandelt", berichtete Marah. Mohammed scheute sich nicht, auch kritische Fragen anzusprechen: "Bestimmt habt ihr euch schon mal gefragt oder die Frage gehört, warum viel junge Männer alleine flüchten. Wir müssten in die Armee. Das bedeutet töten und die hohe Wahrscheinlichkeit selber getötet zu werden."

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich besonders beeindruckt von den hervorragenden Sprachkenntnissen, die die beiden in der kurzen Zeit erworben haben. - 5-2017

 

 

Der DGB zu Besuch am Annette-Gymnasium

Am letzten Freitag besuchte der Jugendbildungsreferent des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Felix Eggersglüß das Annette-Gymnasium. Die 12 Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Sowi/ Wirtschaft (Q1) von Frau Esser und Herrn Bergmann hatten dabei die Gelegenheit, die theoretisch erworbenen Lerninhalte praxis- und lebensnah zu vertiefen und zu erweitern.

Im Zentrum der Expertenbefragung standen vor allem Fragen nach der Funktionsweise und den Aufgaben der Gewerkschaften sowie ihrer veränderten Rolle und Bedeutung im Laufe der Zeit. Gleichzeitig hatten die Schülerinnen und Schüler aber auch Gelegenheit, Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen und diese mit dem Gewerkschafter kontrovers zu diskutieren.

Besonderes Interesse zeigten sie dabei an der aktuellen Frage, ob die Agenda 2010 eher als ein sozialpolitisches Problem oder ein beschäftigungspolitischer Erfolg zu sehen ist. Die damit verbundene Frage nach dem Bedeutungsverlust des Normalarbeitsverhältnisses und der Zunahme atypischer Beschäftigungsformen, wie beispielsweise Leiharbeit und Mini-Jobs, regte ebenfalls zu einem intensiven Austausch an.

Der DGB ist ein Dachverband autonomer Einzelgewerkschaften und der größte seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland, der sich dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet hat. Ihm gehören acht Mitgliedsgewerkschaften mit über sechs Millionen Mitgliedern an, die aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen und Branchen stammen. - 5-2017

 

 

Interkulturelle Begegnung mit jungen Geflüchteten

Im Schuljahr 2016/2017 gab es für uns, den SoWi-Zusatzkurs 4 unter Leitung von Frau Massing, die Möglichkeit verschiedene Begegnungen mit den Teilnehmern des Deut

Gtesiegel Individuelle Frderung MINT-EC-Schule zur Frderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
Europaschule zur Frderung interkultureller und innovativer Lernprozesse CertiLingua - Exzellenzlabel fr mehrsprachige, europische und internationale Kompetenzen
Sonstiges

Tennis-Junioren überraschten bei den StadtmeisterschaftenUnd ewig grüßt das Murmeltier ...Erfolge beim "Bundeswettbewerb Fremdsprachen"¡HOLA BARCELONA! „Er ist ein Mathematiker und also hartnäckig.“ (Goethe)Wir können Zweiter!Strahlende Gewinner vom Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium!Das Double steht!

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Termine

Do, 21. 06. 2018

vormittags, Q1, Generalprobe des Theaterkurses der Sek. II, Aula

Fr, 22. 06. 2018

20:00 h, Abendvorstellung des Theaterkurses der Sek. II, Aula

Fr, 22. 06. 2018

11:25 - 12:25 h, EF, Q1, Schulaufführung des Theaterkurses der Sek. II, Aula

Mo, 25. 06. 2018

16:00 h, Kl. 5a,d,e: Expertentagung des Forder-Förder-Projekts, Aula

Di, 26. 06. 2018

bis 03.07.2018, Jgst. 8/9, Austausch mit Grey Coat Hospital (Londoner Schülerinnen in Münster)

Di, 26. 06. 2018

18:15 h, 3. Schulkonferenz

Do, 28. 06. 2018

09:00 h, Q1, Rotary Berufsdienste Award

Do, 28. 06. 2018

15:30 h, Kennenlernnachmittag der zukünfigten Fünftklässler/-innen

Sa, 30. 06. 2018

09:45 h, Abiturgottesdienst

Dom

Sa, 30. 06. 2018

11:15 h, Aushändigung der Zeugnisse und Entlassung der Abiturienten

Mo, 02. 07. 2018

bis 06. 07. 2018, Kl. 7b, Klassenfahrt

Mo, 02. 07. 2018

bis 09.07.2018, Jgst. 5-9, Rückgabe der Lehrwerke (beginnenden mit Jgst. 9)

Mo, 02. 07. 2018

Jgst. 8, Berufsfelderkundungen

Mo, 02. 07. 2018

bis 04.07.2018, Jgst. 7 a,c,d,e,, Klassenfahrten

Mo, 02. 07. 2018

bis 06.07.2018, Q1, Kursfahrten

Mo, 02. 07. 2018

bis 04.07.2018, Tage der religiösen Orientierung

(kurzfristige Änderungen vorbehalten)

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