Gesellschaftswissenschaften

Zum Bereich der Gesellschaftswissenschaften gehören in der Sekundarstufe I die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik. In der Sekundarstufe II umfasst der gesellschaftswissenschaftliche Bereich neben den Fächern Erdkunde und Geschichte auch die Fächer Sozialwissenschaften, Pädagogik und Philosophie. Im Abitur kann das Fach Religion ebenfalls den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich abdecken. Darüber hinaus wird am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in der Qualfikationsphase das Fach Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft angeboten, in dem auch Abiturprüfungen abgelegt werden können.

In der Oberstufe bieten wir in jedem Jahr Leistungskurse in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Sozialwissenschaften sowie Grundkurse in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über eine Reihe der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Projekte und Aktionen, die im Verlauf dieses und des letzten Schuljahres im Bereich der Gesellschaftswissenschaften durchgeführt worden sind oder mit Beteiligung unserer Schule stattgefunden haben.

 

 

"City à la carte" - 9e erforscht Handel in Münster

von Nico Düsenberg

Eine Erdkundeexkursion führte die 9e am vergangenen Freitag in die Innenstadt. Dort teilte sich die Klasse in mehrere Gruppen auf, um die Shopping-Situation in Münster zu erforschen. Ausgerüstet mit Stift und Stadtplan wagten die Neuner einen Blick in das Sortiment verschiedener Gewerbe in der Altstadt.

Der Ausflug fand im Rahmen ihrer aktuellen Unterrichtsreihe zum Thema „Stadtentwicklung“ statt. Vor ihrer Rückkehr zur Schule belohnten sich einige Schüler noch mit einem Eis. Das Forschungsvorhaben war wohl ein echter Erfolg. - 6-2017

 

 

Erdkunde-Kurse der EF im Bioenergiepark

von: Isabel Averkamp, Fuat Dilek, Louis Reusch (EF)
Am vergangenen Mittwoch unternahmen wir Schülerinnen und Schüler der Erdkunde-EF-Kurse von Frau Keen und Frau Pietschmann eine spannende Exkursion zum Bioenergiepark Saerbeck.

Zunächst wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Als erste Gruppe ging es für uns auf eine Rundfahrt durch das gesamte Gelände, wobei wir viel Neues über erneuerbare Energien lernten. Halt machten wir dabei an der Biogasanlage sowie den riesigen Photovoltaik-Platten; wir durften uns sogar ein Windrad von innen anschauen. Interessant war ebenfalls der aufwendige Vorgang, um aus Bioabfällen düngefähigen Kompost herzustellen.

Nach einer kurzen Mittagspause wechselten sich unsere Gruppen ab. Diejenige, die das Areal bereits begutachten konnte, durfte Frau Werning (Erdkunde-Lehrerin aus Saerbeck) bei einer informativen Präsentation bezüglich der „Wichtigkeit regenerativer Energien“ zuhören. Im Anschluss daran experimentierten wir eigenständig an verschiedenen Stationen zum Thema „nachhaltige Energienutzung“.
Alles in allem war die Exkursion eine sinnvolle Ergänzung zu aktuellen Unterrichtsinhalten und aus unserer Sicht in jedem Fall weiterzuempfehlen. - 6-2017

 

 

„Damit so etwas nicht nochmal passiert“ –  Israelis zu Besuch in Münster

Nachdem vier Schülerinnen und Schüler mit Frau Müller und Frau Keen (für die Villa ten Hompel) bereits im Januar im Rahmen eines neuartigen Yad Vashem – Partnerschulprojekts in Israel waren, fand vom 16. bis 21. Mai 2017 der Gegenbesuch der israelischen Gruppe in Münster statt. Auch hier befasste man sich hauptsächlich mit Themen im Rahmen der Shoa-Education.

In Münster und Umgebung besuchte die Gruppe unter anderem die alte Synagoge in Drensteinfurt. Am Mittwoch, den 17.5., wurden die Jugendlichen vom Oberbürgermeister Herrn Lewe im Friedenssaal empfangen (siehe Bild). Nachdem alle die Stadt (und insbesondere die Israelis die lokalen Shoppingmöglichkeiten) kennengelernt hatten, führte Dr. Christoph Spieker, der Chef der Villa ten Hompel, durch die Ausstellung in der Villa. Der europäischen Dimension des Projektes wurde am nächsten Tag mit einem Ausflug nach Amsterdam entsprochen. Dort besuchte die Gruppe das Anne-Frank Haus und das Van Gogh Museum. Am Freitag wurden in Workshops kontroverse Fragen von Täter- und Opferperspektiven mit den Schülerinnen und Schülern durch eine gezielte Quellenarbeit erarbeitet.

Nach dem Mittagessen wurden aktuelle Herausforderungen wie Fragen des modernen Antisemitismus, Rassismus, Rechtspopulismus und nationale Differenzen bezüglich Nationalstolz und der Haltung zum Militär diskutiert. Der nächste Tag schloss mit dem Besuch zweier Referenten des Projekts „Life back home“ inhaltlich daran an, indem diese von ihren Fluchterfahrungen aus Syrien berichteten. Im Anschluss reflektierte die Gruppe das Gesamtprojekt in einer Diskussionsrunde unter der Leitung von Frau Ministerin Silvia Löhrmann, Dr. Christoph Spieker und Kim Keen. Die Diskussionsergebnisse wurden dann in Form von Plakaten künstlerisch festgehalten, ehe die Gruppe in den frühen Morgenstunden zur Heimreise antrat.

Wir danken allen Beteiligten der Villa den Hompel, von Yad Vashem, der Partnerschule in Rishon de Zion und natürlich auch den anderen deutschen Yad Vashem Partnerschulen für die spannenden und sehr bereichernden Tage und hoffen sehr, dass sich das Pilotprojekt etablieren kann. - 6-2017

 

 

"Life back home": Geflüchtete berichten in den Differenzierungskursen GePoEk

"Ich hätte nicht gedacht, dass ihr so gebildet seid". Diese ehrliche Antwort gab ein Schüler auf die Rückfrage der Referenten, welche Vorstellungen sie zuvor von ihnen gehabt hätten.

Bei dem Besuch in den beiden Differenzierungskursen GePoEk der Klasse 8 von Frau Beck und Frau Keen berichteten Marah und Mohammed sowohl von ihrem Leben vor dem Krieg in Syrien als auch von ihrer Flucht und dem Ankommen in Deutschland. Dabei wurde es nochmals deutlich, wie wichtig es ist miteinander statt nur übereinander zu reden.

Die beiden jungen Syrer schilderten eindringlich, welche unterschiedlichen Erfahrung sie mit den jeweiligen Menschen vor Ort gemacht haben. "In Ungarn war es am schlimmsten. Dort wurden wir nicht wie Menschen behandelt", berichtete Marah. Mohammed scheute sich nicht, auch kritische Fragen anzusprechen: "Bestimmt habt ihr euch schon mal gefragt oder die Frage gehört, warum viel junge Männer alleine flüchten. Wir müssten in die Armee. Das bedeutet töten und die hohe Wahrscheinlichkeit selber getötet zu werden."

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich besonders beeindruckt von den hervorragenden Sprachkenntnissen, die die beiden in der kurzen Zeit erworben haben. - 5-2017

 

 

Der DGB zu Besuch am Annette-Gymnasium

Am letzten Freitag besuchte der Jugendbildungsreferent des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Felix Eggersglüß das Annette-Gymnasium. Die 12 Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Sowi/ Wirtschaft (Q1) von Frau Esser und Herrn Bergmann hatten dabei die Gelegenheit, die theoretisch erworbenen Lerninhalte praxis- und lebensnah zu vertiefen und zu erweitern.

Im Zentrum der Expertenbefragung standen vor allem Fragen nach der Funktionsweise und den Aufgaben der Gewerkschaften sowie ihrer veränderten Rolle und Bedeutung im Laufe der Zeit. Gleichzeitig hatten die Schülerinnen und Schüler aber auch Gelegenheit, Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen und diese mit dem Gewerkschafter kontrovers zu diskutieren.

Besonderes Interesse zeigten sie dabei an der aktuellen Frage, ob die Agenda 2010 eher als ein sozialpolitisches Problem oder ein beschäftigungspolitischer Erfolg zu sehen ist. Die damit verbundene Frage nach dem Bedeutungsverlust des Normalarbeitsverhältnisses und der Zunahme atypischer Beschäftigungsformen, wie beispielsweise Leiharbeit und Mini-Jobs, regte ebenfalls zu einem intensiven Austausch an.

Der DGB ist ein Dachverband autonomer Einzelgewerkschaften und der größte seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland, der sich dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet hat. Ihm gehören acht Mitgliedsgewerkschaften mit über sechs Millionen Mitgliedern an, die aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen und Branchen stammen. - 5-2017

 

 

Interkulturelle Begegnung mit jungen Geflüchteten

Im Schuljahr 2016/2017 gab es für uns, den SoWi-Zusatzkurs 4 unter Leitung von Frau Massing, die Möglichkeit verschiedene Begegnungen mit den Teilnehmern des Deutschkurses der Werkstatt für Kultur und Bildung zu organisieren. Nach gemeinsamer Planung haben wir uns für folgende Aktionen entschieden:

Besuch der SchülerInnen des Annette-Gymnasiums in der Kulturwerkstatt, um zunächst eine gemeinsame Deutschstunde zu erleben. Es ging um die Einführung des Perfekt, für uns selbstverständlich, für die ausländischen SchülerInnen nach nur wenigen Deutschstunden eine große Herausforderung.

Anschließend fanden Gespräche zwischen uns und den Schülern des Deutschkurses statt. Dabei konnten sich in einer Art Speed-Dating möglichst viele SchülerInnen kennen lernen und miteinander sprechen. Vorgeschlagene Themen erleichterten die Kommunikation, z.B. die Situation im Herkunftsland, Feste in Deutschland und im Herkunftsland, das Schulsystem. Alle Beteiligten nutzten die Gelegenheit, sehr konzentriert miteinander ins Gespräch zu kommen und Neues zu erfahren. Danach stand für alle fest, dass weitere gemeinsame Treffen stattfinden sollten.

Daher wurden zwei Nachmittage gemeinsam mit einem Tanzpädagogen des "Tanzraumes" gestaltet, der uns einzelne Tanzschritte – allein, als Kleingruppe und zum Schluss in einer gemeinsamen kleinen Choreografie in zwei großen Gruppen – vermittelte. So wurden Kommunikationssituationen geschaffen, entsprechend den zu dem Zeitpunkt noch relativ geringen Deutschkenntnissen der ausländischen Jugendlichen verbunden mit kurzen Gesprächen.

Nach dem angeleiteten Teil am ersten Termin kam es spontan zu gemeinsamen Tanzaktionen, besonders interessant war die Anleitung der Sprachschüler zu gemeinsamen Tänzen aus ihren Heimatländern zu entsprechender Musik, die auf dem Smartphone schnell gefunden wurde. Nach dem zweiten angeleiteten Teil kam es wieder zu regen Gesprächen in Kleingruppen.

Thematisch passte zu dieser Aktion ein gemeinsamer Besuch einer Probe des Tanztheaters Münster, das uns ermöglichte, eine Probe zu "Romeo und Julia" zu erleben. Tänzer aus vielen Nationen wirken zusammen und müssen sich verständigen, um den Zuschauern einen optimalen Tanzabend zu ermöglichen. Die SprachschülerInnen kannten den Inhalt zum Teil aus ihren Heimatländern, unsere Schüler hatten den Text teilweise im Englischunterricht besprochen.

Es kam der Wunsch auf, gemeinsam zu kochen und landestypische Spezialitäten kennen zu lernen. Wir fanden in einer Kirchengemeinde eine kleine Küche und einen Gemeindesaal, die wir nutzen konnten. Die Möglichkeiten reichten leider nicht für ein gemeinsames Kochen eines umfassenden Menüs, aber wir entschieden, passend zur Vorweihnachtszeit Plätzchen zu backen und dabei in Kleingruppen ins Gespräch zu kommen. Es entwickelte sich ein anregender Nachmittag mit der Möglichkeit, ihn mit Tee und selbstgebackenen Plätzchen abzuschließen.

Die nächste Planung richtete sich auf eine weitere gemeinsame Aktion in Kleingruppen. Als Rahmen wurde ein Stadtspiel entwickelt, bei dem kleine Gruppen gemeinsam Aufgaben in der Innenstadt lösten. Auch hierbei entwickelten sich viele anregende Gespräche, insbesondere den Lernfortschritt bei den ausländischen Jugendlichen konnten wir registrieren. Außerdem wirkte sich aus, dass wir uns in verschiedenen Situationen begegnet waren und alle SchülerInnen sich immer "lockerer" begegneten.
Zum Abschluss dieses Nachmittags sahen wir uns gemeinsam Fotos an, die in den verschiedenen Situationen entstanden waren; besonders die Fotos von den Tanzaktionen führten zu Erstaunen und Lachern.

Als Abschluss der Begegnungen werden wir im Rahmen der "Wochen gegen Rassismus" gemeinsam zum Thema "100% Menschenwürde" arbeiten.

Für uns alle waren die Begegnungen bereichernd und vielleicht sogar prägend. Wir haben viel gelernt in diesem Projekt! - 3-2017

 

 

SoWi-Kurs besucht Oberverwaltungsgericht Münster

Autor: Louis Reusch (EF)

Am vergangen Mittwoch konnten die Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaften/Wirtschaft-Kurses (EF) von Frau Eßer interessante Einblicke in die Aufgabenfelder eines Oberverwaltungsgerichtes gewinnen.

Zunächst gab es einen kurzen Vortrag zur Historie des Gebäudes, das in den 1940er Jahren nahe unserer Schule errichtet wurde. Es gab damals einen hochumworbenen Architektenwettbewerb. Heute finden sich ebenfalls einige Kunstobjekte im modern gestalteten Foyer.

Ein angeschlossener Vortrag Herrn Neumanns, der als Richter im Oberverwaltungsgericht tätig ist, brachte den SuS näher, was es überhaupt bedeutet, sein Recht gegenüber dem Rechtsstaat geltend zu machen. Hierbei stellte Herr Neumann u. a. ein paar interessante Fälle vor, wie die Klage des Musikers (Rappers) Bushido im letzten Jahr oder die aktuelle Klage gegen ein Gesetz zur Bevorzugung von Frauen bei der Einstellung und Beförderung im öffentlichen Dienst.

Der Besuch des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen gestaltete sich für die Schülerinnen und Schüler als abwechslungsreiche und zugleich passende Ergänzung zum Unterricht, wo z. Z. die Staatsstrukturprinzipien der BRD und ganz aktuell die Rechtsstaatsprinzipien im Mittelpunkt stehen. - 3-2017

 

 

Großer Erfolg beim Bundes- und Landeswettbewerb „Philosophischer Essay 2016"

Raphael und Magdalena Bellm beteiligten sich im Jahr 2016 auf Initiative ihrer Philosophielehrer Reinhard Kurzer und Florence Kunze am bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Philosophischer Essay 2016“. Besonders würdigen kann man ihren außerordentlichen Erfolg erst dann, wenn man weiß, dass 1000 Essays eingereicht worden waren. Lediglich 25 davon wurden prämiert! Die Verfasser/innen wurden anschließend belohnt und zur Akademie vom 7. bis 10. Februar 2016 ins Franz-Hitze-Haus in Münster eingeladen. Unter ihnen: Raphael und Magdalena Bellm.

In einer vierstündigen Klausur schrieb Magdalena dort einen Essay zu einem Zitat aus Georg Büchners „Dantons Tod“, welches lautet:  „Es wurde ein Fehler gemacht, wie wir geschaffen wurden; es fehlt uns etwas“; Raphael hingegen setzte sich mit dem Zitat aus R. W. Emersons „Considerations by the way“ über den negativen Einfluss der Massen auf das Individuum auseinander.

Dabei sei es um die Verzerrung der individuellen Meinung durch Oberflächlichkeit bei Massenkundgebungen  („hurrah of the masses“) und deren Bedeutung für die Demokratie gegangen, erläutert er.  Raphael belegte schließlich zusammen mit Leonie Hong aus Baden-Württemberg den 2. Platz und wird Deutschland und damit auch unsere Schule bei der Internationalen Philosophie-Olympiade in Rotterdam Ende Mai vertreten.

Beide haben eine großartige Leistung erbracht, der sowohl Philosophielehrer Reinhard Kurzer als auch Schulleiterin Anette Kettelhoit größten Respekt zollten. Unser Bild zeigt beide zusammen mit Raphael und Magdalena Bellm anlässlich der feierlichen Würdigung ihrer Leistung. Auf die „Internationale Philosophie-Olympiade“ in Rotterdam sind alle jetzt schon sehr gespannt, vor allem mit Blick auf die Inhalte, über die dort nachgedacht werden wird: „Fragen soziologischer Identität“ stehen dort auf der Agenda.- 3-2017

 

 

Annette-Schüler/innen besuchen WL BANK

Am vergangenen Donnerstag besuchten die Schüler/innen des Kurses Sozialwissenschaften/Wirtschaft unserer Q1 die WL BANK in Münster. Ziel des Unterrichtsvormittages waren die Vermittlung von praktischem Wissen zur Geldpolitik am Beispiel der Immobilien- und Kommunalfinanzierung und das unterrichtsrelevante Thema der europäischen Geldpolitik des Eurosystems.

Weil die Lerninhalte eher theoretisch angelegt sind, waren die Jugendlichen auf die Ausführungen eines Praktikers besonders gespannt. Denn hier erlebten sie, was die Europäische Zentralbank für die Praxis einer Bank und einer Volkswirtschaft bedeutet. Besonders intensiv wurden vor diesem Hintergrund die Instrumente der Zentralbanken in „normalen“ Zeiten einer Volkswirtschaft und die aktuelle Zinspolitik der EZB in Zeiten der Eurokrise beleuchtet. Darüber hinaus erklärte ein Auszubildender den Schülern auf Augenhöhe den Aufbau einer Pfandbriefbank am Beispiel der WL BANK.

Die WL BANK und das Annette-Gymnasium kooperieren seit einigen Jahren, um Schülerinnen und Schüler bei der Berufsfindung zu unterstützen. Die Zusammenarbeit ist eingebunden in das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Die WL BANK möchte auf diese Weise junge Menschen auf die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten in einer Pfandbriefbank aufmerksam machen. Gleichzeitig nutzt das Annette-Gymnasium die Kooperation, um Theorie und Praxis stärker miteinander zu verzahnen. - 2-2017

 

 

Flagge zeigen gegen Gewalt - Annette-Schüler/innen gedenken den Opfern des Nationalsozialismus

Unter den Millionen Menschen, denen die Nationalsozialisten auf grausame Weise das Leben raubten, waren auch Menschen, die in Münster lebten, von dort deportiert und vergast wurden, weil sie Juden waren. An sie erinnerten am Freitag, 75 Jahre nach der Deportation, eine Reihe von Münsteraner Schulen. Sie zeigten bei einer Veranstaltung auf dem Platz des Westfälischen Friedens Flagge gegen Hass, Gewalt und Völkermord.

Im Vorfeld hatten auch die Schüler/innen unseres Geschichtskurses in der Q2 die Biographien Verfolgter herausgearbeitet und diese im öffentlichen Raum mit Plakaten bei den verlegten Stolpersteinen sichtbar gemacht. Abgeschlossen wurden die Einzelaktionen der neun teilnehmenden Schulen nun mit der gemeinsamen Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Markus Lewe.

Kim Keen, Lehrerin am Annette-Gymnasium und mit einem Teil ihres Deputats zum Geschichtsort Villa ten Hompel abgeordnet, hatte zum gemeinsamen Gedenken der Schulen aufgerufen. Es kamen etwa 160 Schüler/innen und erinnerten an die Münsteraner, die am 27. Januar 1942 die Deportation erdulden mussten. - 1-2017

 

 

„Damit so etwas nie wieder passiert“

Vom 19.  – 26. Januar nahmen vier Schüler/innen des Annette-Gymnasiums mit ihren Lehrerinnen Frau Müller (für das Annette-Gymnasium) und  Frau Keen (für den Kooperationspartner Villa ten Hompel) am ERASMUS+ - Projekt  „Jugend in Aktion - Studying the Shoa: “Learning about Human Decisions, Reflecting on Responsibility”: A joint study project for German and Israeli students“ teil. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der anderen Yad Vashem Partnerschulen Nordrhein-Westfalens, sowie deren Lehrkräften, erreichten die Annette-Schüler am Nachmittag des 19. Januars Jerusalem, wo sie herzlich von den Mitarbeitern von Yad Vashem in Empfang genommen wurden.

Am nächsten Tag erfolgte sogleich das Kennenlernen der israelischen Schülerinnen und Schülern in Rishon LeZion, einer Partnerstadt Münsters. Nach einem herzlichen Empfang hatten alle die Gelegenheit die Schule der Israelis kennen zu lernen und einen Einblick in den Lehrplan der „Aerospace“-Klasse zu bekommen. Ein Highlight des Tages war ganz sicherlich der Besuch des Strandes bei 23°C. Am Abend besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler einen Shabbat - Gottesdienst einer modern orthodoxen Gemeinde in Jerusalem – ein Erlebnis, was alle, insbesondere aufgrund der Herzlichkeit und Offenheit der jüdischen Gemeinde, nachhaltig berührte.

Am Samstag erlief sich die deutsche Gruppe die Jerusalemer Altstadt. Spätestens jetzt wurde allen bewusst, wie vielfältig die Stadt ist und welch große Rolle die Religionen hier spielen. Besonders beeindruckend waren sicher Orte wie die Klagemauer, die Grabeskirche und die verschiedenen Märkte im Trubel der engen Gassen.

Die Arbeit in Yad Vashem begann dann am Sonntag: zunächst lernten die deutschen Schülerinnen und Schüler verschiedene jüdische Identitäten kennen und beschäftigten sich mit jüdischem Leben vor dem Holocaust. Wie unglaublich viele jüdische Gemeinden von diesem betroffen waren, wurde am Nachmittag im „Valley of the Communities“ bewusst.

Das lang ersehnte Wiedersehen mit den israelischen Schülerinnen und Schülern fand dann am Montagmorgen statt. Im Anschluss an das obligatorische Gruppenfoto wurden „gemischte“ Gruppen aus Schülerinnen und Schülern der zwei Nationalitäten durch das historische Museum in Yad Vashem geführt. Auch die übrigen Workshops der nächsten Tage, die sich mit Einzelschicksalen von Juden während des Holocausts, mit Kunst des Yad Vashem Art Museums oder der Geschichte der „Gerechten unter den Völkern“ beschäftigten, waren höchst emotional und führten zu spannenden Diskussionen zwischen allen Anwesenden. Höhepunkte dieser Workshops waren sicherlich die Begegnungen mit zwei Überlebenden des Holocausts. Bert Badihi überlebte mit falschen Dokumenten bei einer christlichen Familie, während George Sheffi mit einem Kindertransport nach England gebracht wurde. Die beiden Zeitzeugenbesuche wurden von der Gruppe als besonders eindrucksvoll geschildert. „Es ist einfach etwas anders, die Geschichte eines Menschen direkt von ihm zu hören, statt ‚nur‘ darüber zu lesen oder einen Film zu sehen“, so ein Schüler.

Nachdem Mittwochabend die Israelis verabschiedet worden waren (der Gegenbesuch wird im Mai erfolgen), bereiteten sich die deutschen Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern auf die Begegnung mit der Ministerin für Schule und Weiterbildung Silvia Löhrmann am letzten Tag vor. Diese war aufgrund des Holocaust-Gedenktages am 27.1. nach Israel gereist. In einem ausführlichen Gespräch berichteten die 16 Schülerinnen und Schüler von ihren Erlebnissen und Begegnungen in Jerusalem. Wichtig ist dabei ganz sicher das Fazit, was von allen gezogen wurde: Keiner der Anwesenden trägt Schuld daran, was während des Holocaust passiert ist. Aber gerade in Hinblick auf aktuelle politische Ereignisse und das deutschland- und europaweite Erstarken der rechten Parteien ist es unser aller Verantwortung, dass so etwas nie wieder passiert. Es gibt Grenzen, die auf keinen Fall (erneut) überschritten werden dürfen. Im Detail kann der Besuch auf dem Blog der Gruppe nachverfolgt werden. - 1-2017

 

 

Annette-Schüler führen durch 70 Jahre NRW-Geschichte

Das Land NRW ist 70 Jahre alt geworden. Es wurde am 23. August 1946 von der britischen Besatzungsmacht gegründet, am 21. Januar 1947 kam das Lippe hinzu – Grund genug für eine Ausstellung und einen Rückblick auf die vergangenen sieben Jahrzehnte. In der Bürgerhalle der Bezirksregierung Münster am Domplatz wurde am Freitag die Ausstellung „schwarz-weiß wird bunt. 70 Jahre NRW 1946-2016“ des Landesarchivs NRW durch den Regierungspräsidenten Prof. Dr. Reinhard Klenke und die Abteilungsleiterin des Landesarchivs, Frau Dr. Mechthild Black-Veldtrup, feierlich eröffnet.

Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Q2 von Dr. Beck führten anschließend die zahlreichen Gäste durch die Ausstellung. Sie hatten sich zuvor im Unterricht intensiv mit der Landesgeschichte auseinandergesetzt. Nun konnten sie kompetent und fesselnd dem interessierten Publikum erklären, wie es überhaupt zur Landesgründung kam, wie sich seit der Nachkriegszeit Arbeitswelten, Freizeit und Konsum entwickelten, warum NRW „Energieland Nr. 1“ ist und was das für die Zukunft bedeutet.

Weitere Schwerpunkte waren die Auseinandersetzung mit dem NS-Erbe, die vielfältigen Bildungsreformen, die Rolle der Städte, die Entwicklung des Verkehrs, die lange Geschichte der Migrationen sowie die Rolle von Kultur, Brauchtum und Sport in unserem Bundesland. Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Februar in der Bürgerhalle der Bezirksregierung am Domplatz zu sehen. - 1-2017

 

 

„Life back home“ – ein Projekt im bilingualen Geschichtskurs der EF

„Wer die Menschen aus anderen Kulturen verstehen möchte, sollte sie kennenlernen“, schreibt die Journalistin Ulrike Henningsen auf der NDR-Homepage. Damit bezieht sie sich auf das Projekt „Life back home“, bei dem junge Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind oder hier ein Visum erhalten haben, von ihrem Leben vor, nach und während der Flucht erzählen. Muhammad Uharsa, Ali al Attar und Lubna Kharsa waren kurz vor Weihnachten auf Einladung von Geschichtslehrerin Nicola Taneri im bilingualen Geschichtskurs der EF zu Gast.

Was sie zu erzählen hatten, war beeindruckend. Lubna Kharsa ist inzwischen als Ärztin in Dinslaken tätig, ihr Bruder Muhammad Uharsa bemüht sich gegenwärtig noch um seine Approbation als Arzt in Deutschland. Sehr eindringlich zeigte er anhand von Bildern aus seiner Heimat Syrien auf, wie dort verschiedene Religionen einträchtig zusammenlebten, bis als Folge des „Arabischen Frühlings“ der Bürgerkrieg ausbrach. Ganz anders als Muhammad Uharsa und Lubna Kharsa, die beide - mit einem Visum ausgestattet - in Deutschland leben,  erging es Ali al Attar.

Er war unter Lebensgefahr und unter großen Entbehrungen über das Mittelmeer und dann auf der Balkanroute nach Deutschland geflüchtet. Zwei sich in einer Schnittmenge überlagernde Kreise, die er an die Tafel zeichnete, machten deutlich, was die drei Gäste und die anwesenden Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte einerseits trennt, andererseits verbindet: Trennend sind sicherlich – so stellte er heraus – verschiedene Traditionen, Sprachen und Sitten, gemeinsam jedoch sind z.B. der Wunsch nach Frieden, Freiheit und Unversehrtheit.

Und noch etwas zeigte sich in der anschließenden Diskussion, die übrigens auf Englisch geführt wurde: Der Wille und die Fähigkeit,  sich zu integrieren aufseiten der Gäste aus Syrien und dem Irak, aber auch die Fähigkeit zur Kommunikation und zum Verständnis seitens der Gastgeber. - 1-2017

 

 

Helden ohne Geld auf winterlicher Mission

Der Winter steht vor der Tür und hat bereits zaghaft angeklopft. Daher hat es sich der Projektkurs „Held ohne Geld“ in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht, vor allem denjenigen Menschen eine (herzer-)wärmende Freude zu bereiten, die den Witterungsbedingungen in besonderem Maße ausgesetzt sind.

So wurden bei den Fünft- und Sechstklässlern Kleiderspenden wie Winterjacken und Decken sowie auf den Elternsprechtagen und im Lehrerzimmer zusätzliche Geldspenden erbeten. Die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses sortierten die Winteraccessoires und packten diese in Tüten, zusammen mit durch die Spenden finanzierten Hygieneartikeln und Wasser. Anschließend wurden die Winterpäckchen sowohl direkt an Bedürftige in der Innenstadt verteilt als auch an das Haus der Wohnungslosenhilfe übergeben.

Dabei war es eine große Freude, in die überraschten und freudigen Gesichter der Beschenkten zu schauen.

Die 13 Schülerinnen und Schüler des Projektkurses sowie die betreuenden Lehrerinnen Frau Quest und Frau Ripke bedanken sich herzlich für die große Spendenbereitschaft und wünschen frohe Weihnachten. - 12-2016

 

 

 

BWL-Studium in der Schule – Zertifikatsübergabe am Annette-Gymnasium

Schülerinnen und Schüler des Annette-Gymnasiums und des Schiller-Gymnasiums erhielten am 14. Dezember 2016 in Anwesenheit von Stadtdirektor Dr. Thomas Paal ihre Hochschulzertifikate in Betriebswirtschaft. Vertreten wurden die drei am Projekt des Zertifikatskurses teilnehmenden Gymnasien durch ihre Schulleitungen: Ulrich Gottschalk vom Schiller-Gymnasium, Dr. Lothar Jansen vom Schlaungymnasium und unsere Schulleiterin Anette Kettelhoit. Am Annette-Gymnasium hatte Benedikt Volbert von schulischer Seite aus das Projekt sehr engagiert betreut.

In seiner Ansprache hob Stadtdirektor Dr. Thomas Paal die Vorbereitung auf die Berufs- und Studienwelt, die Münsters Schulen heute so engagiert leisteten, besonders hervor. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler hätten wertvolle Erfahrungen in der Wirtschaftswelt sammeln und erste Leistungen für ein späteres Studium erbringen können. Hierzu gratulierte er sehr herzlich und sprach allen drei teilnehmenden Kooperationsschulen seinen Dank aus. Die Stadt Münster habe großes Interesse an der Berufsvorbereitung und der erfolgreichen Ausgestaltung des Übergangs von Schule und Universität.

Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten auf ihre gewohnten Freizeitaktivitäten verzichtet und stattdessen lieber die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre gepaukt. Der Begriff „Schnupperstudium“ trifft den Sachverhalt jedoch nicht im Kern, denn am Ende der langen Lern- und Arbeitsphase stand eine anspruchsvolle 90-minütige Klausur, in der die erlangten Kompetenzen nachzuweisen waren. Doch der Einsatz und die Mühen hatten sich nun durch die Verleihung der Hochschul-Zertifikate mit 5 Credits nach ECTS in besonderer Weise gelohnt.

Anette Kettelhoit, Schulleiterin des gastgebenden und teilnehmerstärksten Gymnasiums, hatte zuvor alle Anwesenden begrüßt und den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern ihren Respekt vor der erbrachten Leistung ausgesprochen. Ihr Dank richtete sich besonders an Frau Bergmann von der Sparkasse Münsterland Ost, die das gesamte Projekt großzügig gefördert hatte, und an Herrn Prof. Dr. Dietmar Krafft für dessen persönliches Engagement.  Dieser betonte: „Wir wollen dazu beitragen, die Lücke zwischen Schule und Universität zu schließen. Durch unsere Zertifikatskurse verbessern Schüler ihre ökonomische Allgemeinbildung und bekommen zusätzlich einen ersten Einblick in ein Studium, da die Inhalte und das Anspruchsniveau einer Einführungsveranstaltung des Grundstudiums entsprechen“.

Der Zertifikatskurs ist außerdem vielfach vernetzt:  Als Teil des „Economist Pass“, zu dem u.a. die Westfälische Wilhelms-Universität, die Universität Duisburg-Essen und die Fachhochschule Köln beitragen, ist der Kurs eine von mehreren Initiativen zur ökonomischen Bildung.  Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe hatte die Schirmherrschaft übernommen. Nach den guten Erfahrungen in diesem dritten Durchlauf und angesichts der vielen strahlenden Gesichter während der Feierstunde war klar: Das Projekt wird auch im nächsten Jahr in Münster fortgeführt. - 12-2016

 

 

Mit ERASMUS+ nach Israel

Am 25. und 26. November 2016 wurde es endlich konkret: Nach einer langen Planungs- und Vorbereitungsphase trafen sich die 16 Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer für die erste inhaltliche Veranstaltung zum "ERASMUS+"-Projekt: Jugend in Aktion - Studying the Shoa: “Learning about Human Decisions, Reflecting on Responsibility”: A joint study project for German and Israeli students.

Bei dem Treffen wurden die Schülerinnen und Schüler inhaltlich auf ihre Projektfahrt nach Israel im Januar 2017 vorbereitet. Innerhalb von drei Schwerpunkten wurde auf Entwicklung und Besonderheiten des Staates Israels eingegangen. Zudem thematisierte die Gruppe die individuelle und generelle Bedeutung der EU und aktuelle Herausforderungen. Ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung lag auf der Erarbeitung der Biographien von Überlebenden der Shoah, um die Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung dieser Menschen während der NS-Zeit zu verdeutlichen.

Neben den vier Schülerinnen und Schülern des Annette-Gymnasiums (Franka Hofer, Femke Müller, Philipp Bangel und Jonas Rommen) nahmen auch jeweils vier Schülerinnen und Schüler der Hermann-Leeser-Realschule Dülmen, der Realschule St. Martin Sendenhorst und des Grabbe-Gymnasiums Detmold teil.

Die Schülerinnen und Schüler wuchsen dabei sehr schnell zu einer gemeinsamen Gruppe zusammen. So lobten sie in der Evaluation die hohe Qualität der Gespräche untereinander und bekräftigten, dass sie „eine super Truppe sind und es sehr viel Spaß gemacht hat“.  Daher schauen alle mit großer Vorfreude auf die gemeinsame Fahrt nach Israel im Januar.

Die anderen Schulen sind ebenfalls wie das Annette-Gymnasium Partnerschulen der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem, welche das Projekt in Kooperation mit dem Gesichtsort Villa ten Hompel plant. Dort koordinieren und organisieren Ulrike Schneider-Müller (Bezirksregierung Münster), Christoph Spieker (Leiter der Villa ten Hompel), Ellen Schlunck (FSJlerin) und Kim Keen (Lehrerin am Annette mit Teilzeitabordnung an der Villa ten Hompel) das Projekt. Von schulischer Seite aus begleitet Frau Müller unsere Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase. - 12-2016

 

 

Schüler/innen der EF und Q1 besuchen Landtag in Düsseldorf

Am letzten Donnerstag begrüßte die SPD-Landtagsabgeordnete Svenja Schulze eine Schülergruppe des Annette-Gymnasiums im Düsseldorfer Landtag. Die 21 angereisten Schülerinnen und Schüler aus dem Grundkurs Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschaft (EF) von Kathrin Esser und dem Leistungskurs  Sozialwissenschaften (Q1) von Benedict Volbert verschafften sich damit einen interessanten Einblick in die Arbeit des Parlaments.  Sie hatten dabei zudem Gelegenheit, den Plenarsaal und andere Örtlichkeiten des Parlamentsgebäudes zu besichtigen.

In einer persönlichen Gesprächsrunde mit Frau Schulze, der Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einer Politikerin Fragen zu stellen und mit ihr aktuelle Themen zu diskutieren. Großes Interesse zeigten sie zunächst aber auch an der Frage, wie man eigentlich Landtagsabgeordnete wird. Anschließend wurden vor allem aber auch die Themen „Integration von Flüchtlingen“, „Gleichstellung von Frauen und Männern“ sowie „richtiger Umgang mit Rechtspopulismus in Deutschland“ besprochen.

Svenja Schulze, die neben ihrer Position als Ministerin auch Landtagsabgeordnete für Münster ist, kontaktierte die Schule im Voraus und bot somit Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, aus erster Hand Wissenswertes sowohl über die Politik unseres Bundeslandeslandes Nordrhein-Westfalen als auch über den Alltag einer Abgeordneten zu erfahren. - 11-2016

 

 

Auf Spurensuche im Münsteraner Ostviertel

Am letzten Dienstag begab sich der Geschichtsgrundkurs der Q2 von Herrn Volbert auf eine Spurensuche vor Ort. Unter dem Titel "Polizei - Gestapo - SS" erkundeten die Schülerinnen und Schüler unter Führung des Historikers Timm Richter diejenigen Orte, von denen aus im Nationalsozialismus die Entrechtung, Verfolgung und Deportation der Münsteraner Juden erfolgte.

Ausgehend von der Villa ten Hompel, damals Sitz der Ordnungspolizei, führte der ca. 90-minütige Rundgang die Schüler u. a. entlang des ehemaligen Gestapo-Gebäudes (heute im Übrigen eine Flüchtlingsunterkunft) und des Gertrudenhofs, früher ein Lokal an der Ecke Warendorfer Straße / Kaiser-Wilhelm-Ring, in dem am 11. Dezember 1941 über einhundert Juden aus Münster interniert wurden, bevor diese zwei Tage später vom Güterbahnhof an der Hafenstraße in das Ghetto nach Riga deportiert wurden.

Das Münsteraner Ostviertel - so letztlich die Erkenntnis - bietet bis heute viele Anknüpfungspunkte, um die NS-Geschichte "vor der eigenen Haustür" zu erforschen. Eine kurzweilige Exkursion, die viele Schüler ihre Heimatstadt nochmals mit anderen Augen hat sehen lassen. - 11-2016

 

 

Pädagogik-Kurs der Q1 zu Besuch in der KiTa

Wie denken Kinder? - Mit dieser Frage beschäftigt sich die Pädagogikkurse von Frau Quest und Frau Sanders seit einigen Wochen im Unterricht. Aber mindestens genauso spannend wie die Theorie ist doch ein Blick in die Praxis.

Das dachten sich auch die Pädagogikschüler/innen und machten sich erwartungsvoll auf den Weg in zwei verschiedene Kitas, um herauszufinden, wie Kinder wirklich denken. Im Gepäck: spannende Experimente, die den Oberstufenschülern einen Einblick in das Denken der zwei- bis fünfjährigen Kitakinder ermöglichen sollten.

Voller Vorfreude und neugierig auf das, was die Annette-Schüler/innen vorbereitet haben, wurden sie bereits gespannt von allen erwartet und besonders herzlich von Frau Tomberge (Leitung der Sternkita) bzw. Herrn Beenen (Leitung der Kita St. Norbert) empfangen.

Während der spielerischen Experimente haben die Kitakinder mit ihren Aussagen immer wieder für Erstaunen gesorgt, so wie in folgendem Beispiel:
Schüler: „Hast du Geschwister?“
Kind (5 Jahre): „Ja, meine Schwester heißt Lara.“
Schüler: „Und hat Lara Geschwister?“
Kind: „Nein, keine.“

Am Ende der Exkursion sind sich alle einig: Kinder denken anders - anders als wir… 11- 2016

 

 

Politikunterricht mit aktuellem Thema: Migration und Integration

Ein Thema, das gegenwärtig die gesellschaftliche Diskussion maßgeblich bestimmt, machte sich die Klasse 7e im Politikunterricht zu eigen. Unter der Leitung von Politiklehrerin Kathrin Esser thematisieren die Schülerinnen und Schüler das Thema „Migration – Integration“ und fragten in diesem Zusammenhang besonders nach dem Schicksal der Menschen, die unter Lebensgefahr versuchen, Europa über das Mittelmeer zu erreichen. Schnell wurde klar: Hier ist Expertenrat notwendig.

Dieser fand sich auch schnell in Person von Herrn Herbort, der nicht nur als Vater mit unserer Schule verbunden ist, sondern der sich auch für Amnesty International engagiert. Auch Wilko Beinlich, Zweiter Offizier auf einem Kreuzfahrtschiff, vor allem aber ehrenamtlich auf dem Seenotrettungsschiff „Juventa“ vor der Küste Lybiens unterwegs, berichtete anschaulich von seinen Erlebnissen vor Ort.

Insgesamt  konnte so der Politikunterricht sehr anschaulich und spannend gestaltet werden: Dabei spannte dich der Bogen von den Rettungseinsätzen vor Ort, über die Rolle der EU bei der Rettung der in Not geratenen Menschen bis hin zu den Problemen der Asylsuche und der Integration hier in Deutschland. Ein gelungenes Projekt, das abseits des Lehrbuchwissens nicht nur sehr nachdenklich, sondern auch betroffen gemacht. - 11-2016

 

 

Uni-Chefin mit 16 Jahren: „Es war großartig“

Die Würfel sind gefallen: Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) wird alles daran setzen, den Studierenden noch mehr Arbeitsplätze als bisher in ihren knapp 100 Bibliotheken anzubieten. Gianna Elif Moncorps musste nicht lange über ihre Entscheidung nachdenken, die Vorteile liegen für sie auf der Hand. „Die große Universitätsbibliothek, aber auch die vielen dezentralen Bibliotheken sind nicht nur ein guter Recherche-, sondern auch ein idealer Lern-Ort. Zudem fördert die Universität damit die Möglichkeit, dass die Studierenden zusammenarbeiten“, betont sie.


Annette-Gymnasiastin Gianna Elif Moncorps amtierte einen Tag lang als Rektorin

Diese Entscheidung, die Gianna Elif Moncorps am vergangenen Mittwoch (28. September) verkündete, hat allerdings, vorsichtig formuliert, einen stark eingeschränkten Verbindlichkeits-Charakter. Gianna Elif Moncorps fungierte an diesem Tag zwar als Rektorin der WWU. Sie ist allerdings erst 16 Jahre alt und kam nur deswegen zu den besonderen Weihen dieses Amtes, weil sie sich zuvor in einem Wettbewerb des Magazins „Focus Money“ durchgesetzt hatte und als Belohnung als „Chefin für 1 Tag“ an der WWU amtieren durfte. Als ihr Dienst-Tag gegen 18.40 Uhr beendet war und ihr Fahrer sie vor der elterlichen Wohnung wieder absetzte, war sie buchstäblich platt und beließ es deswegen bei einer knappen Bilanz: „Es war großartig.“

Ähnlich großartig, urteilte die Schülerin, war sie auch in den Tag gestartet. Gegen 8.40 Uhr war der Dienstagwagen vorgefahren, in nur fünf Minuten ging es aus dem Kreuzviertel ins Schloss. Die amtierende Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles hatte sich bereits seelisch-moralisch auf die eintägige Amtsübernahme vorbereitet und rückte daher ohne Widerstand die Büroschlüssel heraus. Der freie Tag passte ihr ohnehin gut in den Plan, da sie am 30. September nach zehn Amtsjahren in den Ruhestand geht. „So kann ich schon mal meine Abwesenheit üben“, meinte sie.

Für Gianna Elif Moncorps ging es dagegen Schlag auf Schlag weiter. Teilnahme an der Dezernentenrunde, Rücksprache mit Prorektorin Dr. Marianne Ravenstein über etwaige Veränderungen in der Bibliotheksstruktur, eine Beratung mit Dezernentin Eva Mundanjohl über die geplante Einführung eines Campus-Managementsystems, Vorbereitung einer Podiumsdiskussion mit den anderen Rektoratsmitgliedern sowie die Ehrung von sechs Professoren: Die junge Münsteranerin bekam schnell einen Eindruck vom Tempo, das einer Chefin abverlangt wird. „Vor allem aber bin ich beeindruckt davon, wie vielfältig die Aufgaben sind“, betonte sie.

Aber die Schülerin schlug sich prächtig – sie verlor nie die Geduld oder gar die Nerven. Die Frankfurter Personalberater von „Odgers & Berndtson“ hatten somit beim Chef-Casting inklusive Intelligenztest, Business-Simulation und Bewerbungsgespräch das richtige Gespür, als sie Gianna Elif Moncorps aus dem Sozialwissenschafts-Leitungskurs des münsterschen Annette-Gymnasiums unter der Leitung von Dr. Roman Böckmann als eine besonders talentierte Führungskraft identifizierten. Aber auch Sebastian Jeising und Emily Höslinger ragten als Zweit- und Drittplatzierte aus der Klasse heraus.

Gianna Elif Moncorps‘ Vater ist Halbitaliener, die Mutter stammt aus der Türkei, der Urgroßvater war Franzose: Kein Wunder, dass sie als WWU-Rektorin in einer kurzen programmatischen Rede für eine verstärkte Internationalisierung der Universität Münster plädierte. Und auch mit ihrem zweiten Schwerpunkt bewies sie das richtige Gespür. Sie wies ihre „Kolleginnen“ und „Kollegen“ aus dem Rektorat darauf hin, dass in den kommenden Monaten alle Konzentration der anstehenden Exzellenz-Strategie gelten müsse.

Im kommenden Jahr wird Gianna Elif Moncorps, die auf der Grundschule die 2. Klasse übersprungen hat, ihr Abitur angehen. Und dann? Sie singt gerne, spielt mehrere Instrumente und könnte sich daher für ein künstlerisches Studium begeistern. Aber auch der Journalismus interessiert sie, gleiches gilt für Physik und Biologie. Vielleicht bewirbt sie sich für einen Studienplatz im kalifornischen Berkeley, da eine Stieftante gleich um die Ecke in San Francisco lebt. Vielleicht beginnt sie aber auch an der WWU. „Nach meinem Chef-Tag weiß ich schließlich“, unterstrich sie am Ende ihres Arbeitstages, „dass die Universität Münster wirklich eine großartige Hochschule ist.“

Text und Bilder: Pressestelle der WWU-Münster - 10-2016

 

 

Verlängerung der Bildungspartnerschaft mit Yad Vashem

Gute Kooperationen sollte man fortsetzen! Daher hat das Annette-Gymnasium als eine von vier Schulen in NRW seine Kooperation mit der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Anfang Juni für weitere zwei Jahre verlängert. Die Urkunde wurde feierlich, im kleinen Rahmen, von der Schulleiterin Anette Kettelhoit unterzeichnet.

Um diese Kooperation sogleich mit Leben zu füllen, fand am 07.06.16 als Auftakt eine schulinterne Fortbildung zu Handreichungen zum schulischen Einsatz und unterrichtlichen Umgang mit Video-Interviews von Überlebenden der Shoah aus dem Regierungsbezirk Münster statt. Geleitet und veranstaltet wurde diese von Daniel Gollmann (freier Historiker), Kim Keen (Lehrerin am Annette-Gymnasium und Abordnung an die Villa ten Hompel), Jürgen Düttmann (Std‘ a.D.) sowie Ulrike Schneider-Müller (BR Münster Dez. 46).

Innerhalb der Veranstaltung kam es zu einem sehr gelungenen kollegialem Austausch im Rahmen der Erprobung und Diskussion der Materialien und fachübergreifenden Impulsen, da die Fortbildung sowohl von Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Geschichte als auch der Fachschaft Pädagogik getragen wurde. Zudem lag ein weiterer Fokus auf Angeboten zum bilingualen Geschichtsunterricht. - 6-2016

 

 

Amtsübergabe der besonderen Art

"Welchen Berufswunsch hatten Sie, als Sie 17 Jahre alt waren?" Was nehmen Sie in Ihrem Beruf als besonders angenehm wahr?" "Halten Sie Ihr Gehalt für angemessen?" Es hagelte buchstäblich Fragen, nachdem sich die Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), Prof. Dr. Ursula Nelles, dem Leistungskurs Sozialwissenschaften des münsterschen Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums kurz vorgestellt und die 16 Schülerinnen und Schülern zur Diskussion aufgefordert hatte. "Dann legt mal los – Feuer frei."

Das große und konkrete Interesse der Schüler an der Arbeitsweise und an den vielfältigen Tätigkeiten von Ursula Nelles hat einen speziellen Grund: Am 28. September wird eine oder einer von ihnen einen Tag lang das Büro der Rektorin "übernehmen" und die Universität leiten. "Chef für 1 Tag" heißt die Aktion, an der sich die WWU nunmehr zum dritten Mal beteiligt und die den Jugendlichen die einmalige Chance eröffnet, ein großes Unternehmen 24 Stunden lang zu lenken.

In diesem Jahr haben sich neben der WWU beispielsweise auch SOS-Kinderdörfer, die Altana AG und die Deutsche Fußball-Liga GmbH bereit erklärt, den Führungsposten einen Tag lang zur Verfügung zu stellen – jedem dieser Unternehmen ist eine Schulklasse zugeordnet, aus deren Kreis jeweils ein Schüler "das große Los" ziehen wird. In den kommenden Wochen müssen die Schüler dafür mehrere Tests absolvieren und sich am 24./25. September im Lufthansa-Tagungshotel in Seeheim-Jugenheim einem mehrstufigen "Casting" der Frankfurter Personalberatung "Odgers Berndtson" unterziehen. Dabei wird auch Dr. Marianne Ravenstein, WWU-Prorektorin für Lehre und studentische Angelegenheiten, den Schülern für alle Fragen rund ums Studium Rede und Antwort stehen.

"Nicht nur die Siegerin oder der Sieger wird von diesem Projekt profitieren", betonte die Leiterin des Annette-Gymnasiums, Anette Kettelhoit. "Es wird für alle Schüler eine besondere Erfahrung sein und sie alle in ihrer persönlichen Entwicklung voranbringen." Kursleiter Dr. Roman Böckmann verband dies mit einem Appell an seine Klasse. "Die Schüler sollten die Chance nutzen, sich in einer anderen Rolle wahrzunehmen und eine andere Perspektive einzunehmen." Ursula Nelles wies darauf hin, dass "Chef für 1 Tag" gut in die WWU-Strategie der Ermutigung von jungen Menschen passe. "Unsere Botschaft lautet auch in diesem Fall: Ihr bekommt das schon hin."

Für die Rektorin ist die diesjährige Aktion aus zwei Gründen eine sehr spezielle. Zum einen wird sie nach zehn Amtsjahren am 30. September, also zwei Tage nach dem "Chef-Tag", ihren Posten an ihren Nachfolger Prof. Dr. Johannes Wessels übergeben. Zum anderen war sie von 1960 bis 1968 selbst Schülerin am Annette-Gymnasium. "Und deswegen freue ich mich umso mehr auf diese Amtsübergabe der etwas anderen Art am 28. September", sagte sie.

Text und Fotos: UNIPRESS Münster (Presse- und Informationsstelle der Universität) - 6-2016

 

 

Annette-Tutoren zu Gast in Berlin

Als schönes Echo des vergangenen Geschichtswettbewerbs und Auszeichnung der erfolgreichsten Tutoren Deutschlands lud die Körber-Stiftung nun bundesweit 20 Lehrerinnen und Lehrer nach Berlin ein, wo während einer dreitätigen „Tutorenakademie“ schon die nächste Runde des renommierten Wettbewerbs unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten eingeleitet wurde.

Auf dem Programm der Akademie standen neben einem regen kollegialen Austausch auch interessante Treffen, etwa mit Prof. Dr. Alexander Koch, dem Präsidenten des Deutschen Historischen Museums, oder der Drehbuchautorin Heide Schwochow, der Urheberin vieler Geschichtsfilme wie zum Beispiel „Nackt unter Wölfen“.

Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildete sicherlich das Treffen mit David Gill (s. Foto), dem Chef des Bundespräsidialamtes, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Wettbewerbskuratoriums ist.

Als bundesweit einzige Schule war das Annette-Gymnasium dort gleich dreifach vertreten mit unseren Geschichtslehrerinnen und Tutorinnen Katy Beck, Kim Keen und Sabrina Hamidi. Für alle Geschichtsbegeisterten: Der nächste Wettbewerbsdurchgang startet am 1. September 2016. Wir freuen uns auf eine hoffentlich rege Teilnahme,  auf viele Wiederholungs“täter“ und auf Neueinsteiger! - 5-2016

 

 

Annette-SchülerInnen als Experten der deutschen Geschichte in Düsseldorf

Am Mittwoch fand in Düsseldorf die Tagung „Die DDR im Westen – deutsch-deutsche Geschichte in der historischen Bildung in NRW“ im Rahmen der Bildungspartnerschaft NRW statt. Neben bekannten Persönlichkeiten wie der Schulministerin Sylvia Löhrmann, Prof. Dr. Bernd Faulenbach (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Saskia Handro (WWU Münster) und vielen weiteren nahmen auch sieben Schülerinnen und Schüler des Annette-Gymnasiums an der Tagung teil (Lara Lüneberg, Francica Mendes Ferreira, Luca Mihatsch, Julian Peric, Marie Stockey, Ina Schwarta Ortega und Julia Voß).

Ihre Aufgabe war es, die eigentlich entscheidende Perspektive, nämlich die der Lernenden, bei den angebotenen Programmen und Debatten zu repräsentieren. Denn viel zu oft bleibt diese wichtige Sichtweise zu wenig beachtet bzw. gehört.

Dabei konnten unsere Schülerinnen und Schüler u.a. Workshops zur Stasi, geleitet von Dr. Axel Janowitz (Behörde des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen), besuchen. Daneben informierte Dr. Norbert Reichling über die Opposition in der DDR. Besonders großen Anklang fand bei unseren SchülerInnen der Workshop zu Zeitzeugen, bei dem sie eine primäre Begegnung mit Opfern der Stasi vom Verein der Opfer des Stalinismus hatten. Nach Einschätzung der sieben könne diese Art der Geschichtsvermittlung den Ertrag von langen Textanalysen bei weitem überflügeln.

Auch gab es Angebote zum Alltag in der DDR sowie zur DDR im Fernsehen. In einem weiteren praxisorientierten Angebot veranschaulichten Stefan Querl (stellv. Leiter der Villa ten Hompel), Peter Römer (Leiter des Seminars „Spurensuche DDR – Leben im geteilten Deutschland“) und Kim Keen (Geschichtslehrerin am Annette-Gymnasium), wie eine Kooperation zwischen Schule und Gedenkort den Umgang mit der DDR-Vergangenheit bereichern und konkretisieren kann: Das Annette-Gymnasium kooperiert schon lange erfolgreich mit der Villa ten Hompel und dem Franz Hitze Haus, wodurch unsere Geschichts-Leistungskurse seit nunmehr 10 Jahren an dem Seminarangebot partizipieren.

In einer Abschlussdebatte scheuten sich die SchülerInnen nicht, vor dem gesamten Plenum ihre Eindrücke darzulegen und äußerten in diesem Kontext auch Kritikpunkte wie die hohe Arbeitsbelastung unter G8, welche vielmehr dafür verantwortlich sei, dass manche außerschulischen Angebote von Jugendlichen nicht besucht würden – und nicht etwa mangelndes Interesse. Zudem warf eine unserer Schülerinnen die provokante wie auch wichtige Frage auf, inwiefern Schüler in die konkrete Entwicklung von Unterrichtsmaterialien miteinbezogen würden. Schließlich seien nicht nur Lehrende und Gedenkstättenmitarbeiter Experten für Lernprozesse. So lieferten die SchülerInnen zum Ende noch konstruktive Denkanstöße für alle Teilnehmer. - 4-2015

 

 

Essay-Wettbewerb - Erleichtert die Philosophie das Leben?

Annette-Schüler nehmen erfolgreich an dem „Wettbewerb Philosophischer Essay“ teil.

Philosophieren kann spannend sein oder anstrengend, herausfordernd oder Spaß machen – aber das Leben erleichtern?

Mandy Chong (Q1) ist sich sicher, wer nicht nachdenkt, „läuft kopflos und ohne eine eigene Meinung durchs Leben“. Sie hat sich im Rahmen des Bundes- und Landeswettbewerbs „Philosophischer Essay“ mit dieser Frage gründlich auseinandergesetzt und ihre Gedanken, Ideen und Argumente in einem Essay zusammengetragen.

Mit der gleichen Frage hat sich auch Jan Loyen (Q1) befasst. Er kommt zu dem Schluss: „Vielleicht sollten wir alle lernen richtig zu philosophieren. Vielleicht würden dies die Menschen glücklicher machen.“

Insgesamt standen in dem Wettbewerb, der jedes Jahr im September startet, vier Zitate zur Auswahl und luden zur Auseinandersetzung ein.

Merle Bazan (Q1) befasste sich mit der Rolle der Kunst, die oftmals unbequem ist. In ihren Augen ist es besonders wichtig, „auch Unbequemes zu tun“, denn „die revolutionäre Kunst öffnet Menschen die Augen und bringt sie dazu, sich Gedanken zu machen“.

Dass dieses „sich Gedanken machen“ erfolgreich sein kann, erfuhren nun alle drei Teilnehmer. Unsere Schulleiterin, Frau Kettelhoit, überreichte ihnen ihre Urkunden für die ausgezeichneten Essays. - 3-2016

 

 

Das "Annette" aktiv für Erinnerungskultur und Gedenkprojekte

Die Massenvernichtung der Juden als historische Herausforderung für guten Unterricht heute: Dem schwierigen Spagat, Verfolgung und NS-Verbrechen sensibel zum Thema zu machen ohne zu moralisieren, stellten sich in der KZ-Gedenkstätte im polnischen Oświęcim (Auschwitz) vier Lehrerinnen aus Münster, darunter auch Dr. Gundula Caspary vom Annette-Gymnasium. Schulformübergreifend planten sie mit Fachkollegen aus NRW, anderen Bundesländern sowie Belarus, Polen und der Ukraine Projekte. Sie interviewten eine hochbetagte Polin, die nach dem Wars

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Termine

Mi, 28. 06. 2017

EF: Rotary Berufsdienste-Award

Mi, 28. 06. 2017

16:00 Uhr, Expertentagung FFP (Regelprojekt)

Do, 29. 06. 2017

Q1, Studien- und Berufsinformationstag

Do, 29. 06. 2017

15:30 Uhr, Kennenlernnachmittag der zukünftigen Fünftklässler/-innen

Mo, 03. 07. 2017

bis 05.07.2017, Jgst. 7: Klassenfahrten (Xanten, Wewelsburg)

Mo, 03. 07. 2017

bis 07.07.2017, Q1: Kursfahrten

Mo, 03. 07. 2017

bis 07. 07. 2017, Jgst. 8, Berufsfelderkundungen

Mo, 03. 07. 2017

Kl. 8b, Projekttag Alkoholprävention

Di, 04. 07. 2017

Kl. 8a, Projekttag Alkoholprävention

Mi, 05. 07. 2017

Kl. 8d, Projekttag Alkoholprävention

Mi, 05. 07. 2017

bis 07.07.2017 Jgst. 9, Tage der religiösen Orientierung, Coesfeld

Mi, 05. 07. 2017

Jgst. 9: Tage d. religiösen Orientierung (Coesfeld)

Do, 06. 07. 2017

Kl. 8e, Projekttag Alkoholprävention

Fr, 07. 07. 2017

Kl. 8c, Projekttag Alkoholprävention

Mo, 10. 07. 2017

nachmittags, Zeugnis- und Versetzungskonferenzen, Erprobungsstufenkonferenzen

(kurzfristige Änderungen vorbehalten)

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