Gesellschaftswissenschaften

Zum Bereich der Gesellschaftswissenschaften gehören in der Sekundarstufe I die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik. In der Sekundarstufe II umfasst der gesellschaftswissenschaftliche Bereich neben den Fächern Erdkunde und Geschichte auch die Fächer Sozialwissenschaften, Pädagogik und Philosophie. Im Abitur kann das Fach Religion ebenfalls den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich abdecken. Darüber hinaus wird am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in der Qualfikationsphase das Fach Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft angeboten, in dem auch Abiturprüfungen abgelegt werden können.

In der Oberstufe bieten wir in jedem Jahr Leistungskurse in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Sozialwissenschaften sowie Grundkurse in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über eine Reihe der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Projekte und Aktionen, die im Verlauf dieses und des letzten Schuljahres im Bereich der Gesellschaftswissenschaften durchgeführt worden sind oder mit Beteiligung unserer Schule stattgefunden haben.

 

 

Theologische und philosophische Reflexionen zu ethischen Fragen am Lebensende

Rechtsanwalt Dr. Gunia zu Besuch im Religionsunterricht der Q2

von Lukas Grave, Q2

Das Thema Sterbehilfe wird in der Öffentlichkeit und in der Gesellschaft schon länger kontrovers und oft sehr emotional diskutiert. Bevor man zu klaren Urteilen kommen kann, müssen jedoch zunächst viele Sachfragen geklärt werden: Wie unterscheiden sich aktive, indirekte und passive Sterbehilfe überhaupt? Was genau ist gesetzlich erlaubt oder verboten? Welche Problematiken ergeben sich für die Betroffenen, Familienangehörige und Ärzte? Und was kann in einer Patientenverfügung alles geregelt werden, was nicht?
Diesen und anderen Fragen sowie unterschiedlichen ethischen Begründungsmodellen waren wir im Rahmen unserer Unterrichtsreihe zum Thema: „Dann geb ich mir die Spritze – Theologische und philosophische Reflexionen zu ethischen Fragen am Lebensende“ im Kurs Kath. Religionslehre bereits in den letzten Wochen intensiv nachgegangen.

Um einen noch tieferen Einblick in die – zum Teil sehr komplizierten – Rechtsfragen zu bekommen, besuchte am Montag, den 11.11.2019, Rechtsanwalt  Dr. jur. Wilfried Gunia aus Dortmund als Experte zu diesem Thema unseren Kurs.

Als Strafverteidiger begab er sich nun gemeinsam mit uns auf dieses nicht einfache und sehr aktuelle Themengebiet, um aus seinem Praxisalltag Antwortversuche zu geben und Fallstricke näher zu beleuchten. In einem sehr lebendigen Austausch hatten wir auch die Möglichkeit, unsere offenen und zum Teil sehr persönlichen Fragen, die wir mit unserer Kurslehrerin Frau Terhorst-Schweifel im Vorfeld formuliert hatten, an ihn als Experten zu stellen. Die Erklärungen, die der Rechtsanwalt uns geben konnte, waren auch für uns als Nicht-Juristen sehr gut verständlich und interessant, so dass die zwei angesetzten Schulstunden wie im Flug vergingen.

Der persönliche Kontakt zu Herrn Dr. Gunia war ursprünglich auf dem Katholikentag in Münster zustande gekommen. Dort war er als Vertreter der Vereinigung „Christ und Jurist“ eingeladen, zu deren Mitgliedern er zählt. Die Initiative setzt sich mit juristischen Fragen vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens (und insbesondere des christlichen Menschenbildes) auseinander.

Der Experte aus Dortmund erläuterte in seinen Ausführungen u.a. die eigentliche Aufgabe eines Juristen in diesen Fällen, die im genauen Abwägen aller rechtlich relevanten Sachverhalte besteht. Als besonders brisant erwies sich hierbei etwa die Beispielfrage, ob und wann ein Arzt beim Sterben helfen darf. So gilt beispielsweise eine palliativmedizinische Versorgung, die dem Sterbenden durch Verabreichung von Medikamenten, wie z.B. Morphium, die Schmerzen lindert als nicht gesetzwidrig – auch wenn sie ggf. eine Verkürzung des Lebens in Kauf nimmt. Dies steht allerdings immer unter der Voraussetzung, dass der Patient dies vorher in einer Patientenverfügung festgelegt hat.  Durch diese Ausführungen von Herrn Dr. Gunia wurde uns allen klar, dass uns das Thema Patientenverfügung grundsätzlich etwas angehen sollte, denn nur sie sorgt für die nötige Klarheit bei allen Betroffenen – egal in welchem Lebensalter.

Natürlich wurde bei anderen Aspekten auch deutlich, dass es durchaus unterschiedliche Einstellungen und Werturteile zu dem komplexen Thema „Sterbehilfe“ gibt und die damit verbundenen Probleme nicht theoretisch zu lösen sind, trotz intensiver Auseinandersetzung.

In einer Sache konnten wir jedoch alle einen eindeutigen Standpunkt vertreten: Es wäre wichtig und wünschenswert, wenn die Hospiz- und Palliativbewegung eine größere Unterstützung seitens des Staates erfahren würde, denn „eine Gesellschaft, die am Ende Häuser bauen würde, in denen man den Menschen nicht beim Sterben hilft, sondern sie töten hilft, wäre eine andere Gesellschaft als die, in der wir heute leben.“ (Franz Müntefering) 11-2019

 

 

„Gemeinsam Erinnern – Samen herdenken“

Start für das Erasmus+ Projekt mit den Niederlanden

von Magdalena Spital

Am Dienstag, den 12. November 2019 fuhren wir mit dem Zug nach Enschede, um unsere holländischen Projekpartner*innen kennen zu lernen. Wir, das sind Lena Busjan, Theresa Gurlit, Kai Niehoff, Julia Nünning, Helen Pohl, Lilly Reher, Magdalena Spital und Timur Winter aus der EF mit den Lehrerinnen Gundula Caspary und Kim Keen.

Bei einer gemeinsamen deutsch-holländischen Führung durch die „schönste Synagoge der Niederlande“ in Enschede haben wir viel über das Judentum und über das jüdische Leben Anfang des 20. Jahrhunderts gelernt. Die Synagoge wurde 1928 erbaut und ist im Krieg erhalten geblieben. Im  Anschluss stand das gegenseitige Kennenlernen im Fokus. Nach einem lustigen Speed-Dating („War sehr hilfreich“) stärkten wir uns bei einem koscheren Lunch. Für Lilly gab es sogar eine spontane, vegane Essensauswahl von den ehrenamtlichen Helferinnen der Synagoge.

Im zweiten Teil des Programmes wurde es lyrisch-inhaltlich. Wir widmeten uns der Vorbereitung zweier Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs, die wir im Jahr 2020 in Münster und Almelo mitgestalten werden. Hierfür hatten die deutschen und niederländischen Schüler*innen Gedichte und Texte zum Thema Erinnern mitgebracht. Diese stellten sie sich gegenseitig vor und wählten in einem mehrstufigem Verfahren zwei Gedichte aus, die ihnen am angemessensten für den Anlass erschienen.

Präsentiert werden diese am internationalen Holocaustgedenktag am 27. Januar 2020 in Münster und am nationalen Dodenherdenking am 04. Mai 2020 in Almelo.

Das Fazit der Schüler*innen im Zug lautete: „Toll, dass man sich in wenigen Stunden schon so gut kennen gelernt hat.“ Wir freuen uns schon auf den Besuch der Niederländer*innen vom 26.-30. Januar 2020!

Das Erasmus+-Projekt wird durch EU-Gelder gefördert und findet anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Niederlande von der Besetzung durch NS-Deutschland statt. Es ist eine Kooperation der Stadt Münster, der Stadt Almelo, der Bezirksregierung Münster, der Villa ten Hompel, der Synagoge Enschede, des Stolpersteinvereins Almelo, sowie der beiden beteiligten Schulen der  CSG Het Noordik – Almelo und des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums Münster. - 11-2019

 

 

Einblicke des Pädagogik-Kurses Q1 in Forschungen der Entwicklungspsychologie

von: Alissa Gruse und Lisa Langert, Q1

Am 26. September besuchte uns Prof. Joscha Kärtner, der Leiter der Entwicklungspsychologie der Uni Münster. In den Wochen zuvor behandelten wir die kognitive Entwicklung bei Kindern nach Jean Piaget. Von daher passte der Besuch von Prof. Dr. Kärtner gut in unsere Unterrichtsreihe und ermöglichte uns einen Einblick in die moderne Entwicklungsforschung.

Er erzählte uns etwas über eine Studie von ihm und seinem Team. Diese befasste sich mit der Frage, ob Kinder bereits früh prosoziales Verhalten zeigen, also hilfsbereit sind, und welche möglichen Gründe es dafür gäbe. Hierfür wurden Kleinkindern Videoclips gezeigt und ihre Augenbewegung digital erfasst (Eyetracker-Methode). Die Forschung deutet darauf hin, dass bereits Kinder mit 9 Monaten Bedürftigkeit erkennen.

Auch ging es darum, welchen Einfluss die Kultur auf das Hilfsverhalten von Kindern hat. So konnten wir in Videoaufnahmen vergleichen, wie unterschiedlich Mütter aus Münster und Brasilien ihre Kinder dazu brachten, ihnen zu helfen. Während in Lateinamerika mit Bestimmtheit aufgefordert wurde, der Mutter das Glas zu bringen, appellierten die westfälischen Mütter deutlich mehr an die Einsicht der Kinder.

Der Besuch von Prof. Dr. Kärtner war sehr interessant und es war spannend herauszufinden, dass für aktuelle Studien die Entwicklungstheorie Piagets tatsächlich kaum noch Bedeutung hat, wie Dr. Kärtner uns in einer anschließenden Fragerunde erklärte. - 11-2019

 

 

Punkte sammeln fürs Studium - Schüler schnuppern Uni-Luft

Für den Übergang von der Schule ins Studium haben 17 Schüler des Annette-Gymansiums sowie des Schiller-Gymnasiums bereits ordentlich gepunktet. Denn für ihr freiwilliges ganztägiges BWL-Schnupper-Studium bekamen sie am Mittwoch ihre Zertifikate überreicht. Gewiss sind den Schülern der Jahrgangsstufe Q1 damit auch sechs Credits, die ihnen bei unterschiedlichen künftigen Studiengängen angerechnet werden können.

Denn wirtschaftliches Wissen erhält einen immer höheren Stellenwert – auch in anderen Studiengängen als der BWL, betonte Volker Brügge von der Sparkasse Münsterland Ost, die das dreitägige Studienprojekt (an einem Freitag und immerhin an zwei Samstagen) finanziell unterstützt hat.

Beeindruckt von den guten Leistungen zeigte sich Prof. Dr. Chrisian Müller von der Universität Münster. „Sie haben Ihre Studierfähigkeit bewiesen“, lobte er. Er fühle sich angesichts der sehr guten Leistungen motiviert, sich für die Einführung des Fachs Wirtschaft in der Schule einzusetzen. Die Schüler überzeugten mit pfiffigen Konzepten zur Unternehmensgründung – unter anderem mit kalorienarmen Pizzen und neuartigen Muntermacher-Getränken.

„Etwas Werthaltiges“ hätten die Schüler erarbeitet, so Tobias Krippendorff, Geschäftsführer des „Deutschland.University-Netzwerks“. Die Leiterin des Annette-Gymnasiums, Anette Kettelhoit, und Stadtdirektor Thomas Paal lobten das freiwillige Engagement der Schüler. Es seien wichtige Erfahrungen beim Übergang von der Schule in Studium oder Beruf gemacht worden.

Aus: WN - 31.10.2019

 

 

Schülerinnen erinnern an Paul Wulf

Die Schülerinnen der Klasse 8 Sarah Weßling und Hannah Wortmann befassten sich in ihrem Beitrag zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten eingehend mit der sogenannten Rassenhygiene der Nationalsozialisten. Dafür setzten sie sich auch intensiv mit dem Leben von Paul Wulf auseinander. Er war Opfer der NS-Euthanasie und antifaschistischer Aufklärer. Als solcher ging er in die Archive und fand die NS-Verstrickungen der neuen alten Eliten der jungen Bundesrepublik. Paul Wulf selber war als Kind zwangssterilisiert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Opfern schwieg er aber nicht über sein Schicksal und wurde so  zur Stimme der mehr als 350.000 von den Nazis als „lebensunwert“ stigmatisierten und zwangssterilisierten Menschen. Er war es maßgeblich, der eine späte Entschädigung für diese Opfergruppe erstritt. Für seine unermüdliche Arbeit erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Er verstarb am 3. Juli 1999 im Alter von 78 Jahren.

Anlässlich seines 20. Todestages wurde nun an Paul Wulf an „seiner“ Statue auf dem Servatiiplatz gedacht. Hierzu lud der Freundeskreis Paul Wulf unsere beiden Schülerinnen ein, ihre Arbeit in einem Vortrag zu präsentieren. Begleitet wurden sie dabei von ihrer Tutorin Kim Keen. Auszüge ihrer Arbeit werden auch in einem Buch zu Paul Wulf 2021 veröffentlicht. - 7-2019

Lesung von Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiastinnen

 

 

Große Ehre für das „Annette“

Am ersten Montag im Juli wurden im Rahmen der Landespreisverleihung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten im Haus der Geschichte in Bonn die Landessieger aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Mit dabei war unter anderem das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium aus Münster. Die Schule wurde wiederholt als erfolgreichste in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung überreichten Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung, der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, und der Vorstandsvorsitzende der Körber-Stiftung, Dr. Lothar Dittmer, die Preise an die Landessieger. Insgesamt wurden 69 Preise für den Landessieg an Schüler vergeben.

Gebauer bedankte sich laut einer Mitteilung der Körber-Stiftung, die den Wettbewerb ausrichtet, bei allen Lehrern: „Sie alle haben die Schüler über einen langen Zeitraum hinweg betreut, motiviert und immer wieder neue Impulse gesetzt. In diesen aktuell bewegten Zeiten ist der Blick zurück in die Geschichte wichtiger denn je, und dafür brauchen wir den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.“

In NRW wurden zum aktuellen Thema „So gehts nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ insgesamt 542 Beiträge eingereicht – bundesweit waren es 1992. Neben den nordrhein-westfälischen Landessiegern konnten sich auch 69 Förderpreisträger freuen. Prof. Dr. Hans Walter Hütter betonte: „Es ist sehr wichtig, junge Menschen auch außerhalb der Schule an Geschichte heranzuführen: im Geschichtswettbewerb und in Museen. Die große Teilnehmerzahl zeigt, dass der Geschichtswettbewerb auf Interesse trifft.“

Die Jugendlichen haben sich auf vielfältige Weise mit dem Einfluss und Wirken von Krisen und Umbrüchen auf das Zusammenleben der Menschen beschäftigt und dazu oftmals Zeitzeugen in der eigenen Familie befragt. Sie setzten sich beispielsweise mit musikalischen Umbrüchen vom Mittelalter bis Barock oder der Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg auseinander.

Alle Landessieger nehmen nun am Bundeswettbewerb teil. Die Besten werden im November von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin geehrt.

aus: Westfälische Nachrichten - 02. Juli 2019
Foto: Körber-Stiftung/Martin Magunia

 

 

Helene Giesler gewinnt Wettbewerb für Facharbeiten in Religion

Darf ein Christ die AfD wählen? Dieser provokanten Frage ist Helene Giesler in ihrer Facharbeit im Fach Katholische Religionslehre nachgegangen. Die Schülerin des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Münster hatte sich dafür „mit dem Grundsatzprogramm und dem realpolitischen Auftreten der AfD vor dem Hintergrund einer biblisch-christlichen Ethik“, so der Untertitel, auseinandergesetzt. Mit ihrer Arbeit hat sie den ersten Platz des ökumenischen Facharbeitswettbewerbs belegt.

Bei einer Feierstunde in der Akademie Franz Hitze Haus in Münster am 3. Juli erfuhr die Schülerin von ihrem Erfolg. Dafür erhielt sie den von der Darlehnskasse Münster gestifteten Preis. Ausgeschrieben hatten den Wettbewerb das Bistum Münster, die Akademie Franz Hitze Haus, die Katholisch-Theologische und die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Münster und die Evangelischen Kirchenkreise Westfalens sowie die Bezirksregierung Münster.

Die Preisverleihung fand zum Abschluss einer zweieinhalbtägigen Schülerakademie statt, die unter der Überschrift „Kann ein Computer beten?“ stand. Zehn Verfasserinnen und Verfasser von besonders gelungenen Facharbeiten in den Fächern evangelische und katholische Religion hatten sich dabei mit der Frage beschäftigt, wie Robotik und Digitalisierung des Alltags den Blick auf den Menschen und seine Religion verändern.

Text: Pressedienst Bistum Münster 04.07.19 (gekürzt)
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

 

 

Aus Alt mach Neu

Im Erdkundeunterricht der Jahrgangsstufe EF tauchte in diesem Jahr das Thema „Klimawandel“ immer wieder auf. Um dieser Herausforderung zu begegnen und sich aktiv dagegen einzusetzen, entwickelten die Schülerinnen und Schüler des ek4-Kurses von Frau Pietschmann verschiedene Möglichkeiten und Perspektiven.

Ein Projekt bestand darin, in Form eines Workshops alte Stoffe nachhaltig upzucyclen. Denn Vieles wird weggeworfen, obwohl es vielleicht noch brauchbar wäre.

In Kooperation mit dem Atelier KnowMe am Münsteraner Hafen unter der Leitung von Noomi Lösing stellten die Schülerinnen und Schüler Stoffbeutel und neue Kleidungsstücke aus alten Stoffresten her. Dies kann ein erster Schritt sein Ressourcen zu schonen, einen Produktlebenszyklus zu verlängern und seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. - 7-2019

 

 

„Berufsdienste-Award“ im Annette

Der „Berufsdienste-Award“ des Rotary Clubs Münster ging am Annette-Gymnasium nach einem erfolgreichen und vielversprechenden Start im Jahr 2014 nun bereits in die sechste Runde. Zur Jury gehörten die Rotarier Frau Dr. Anna Ringbeck, Herr Prof. Dr. Bodo Risch, Herr Dr. Ralf Hammecke und schulischerseits Frau Kettelhoit und Frau Dr. Bourger.

Einleitend begrüßte Frau Kettelhoit  alle Anwesenden und führte in die bevorstehenden Präsentationen der besten Facharbeiten dieses Jahres ein: Hanna Schmitt sprach über das Erleben von Andersartigkeit bei hochsensiblen Kindern, Juliane Helkamp referierte über Schlafentzug, Ela Schulte über die Effizienz von Türklinkendesinfektion und Madita Kowald widmete sich der Förderung von Lese-Rechtschreibschwäche. Die Erinnerungskultur an die Widerstandsorganisation „Weiße Rose“ wurde von Lars Niehoff untersucht und die Auswirkungen des Elysée-Vertrags auf das Leben von Französinnen und Franzosen in Münster von Youn Lo Guidice.

„Soft Skills“ haben in der Wirtschaft eine immer größere Bedeutung. Persönlichkeit, Gemeinschaftssinn und eine überzeugende Kommunikationsfähigkeit sind Faktoren, die zukunftsentscheidend für den beruflichen Werdegang eines Menschen sein können. Auch diesen Grundgedanken fühlen sich die Rotarier verpflichtet, wenn sie regelmäßig den Wettbewerb ausrufen.

Am Ende hatten alle Vortragenden ihr Publikum und die Jury begeistert. Hervorzuheben ist, dass sogar zwei erste Preise vergeben wurden: an Juliane Helkamp und Ela Schulte. Diese beiden Schülerinnen sind im September zu einem Bewerbungstraining bei der Beratungsfirma zeb-Unternehmensberatung eingeladen. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhielten für ihre Leistung einen ansehnlichen Geldpreis. Herzlichen Glückwunsch!

Im Publikum sah man bei den Schülerinnen und Schülern der EF viele motivierte Gesichter. Besonderen Applaus fand die Souveränität aller Teilnehmenden vor dem fremden Publikum. Nach dieser gelungenen Veranstaltung richten manche Gedanken sich wohl schon auf ein eigenes spannendes Thema im nächsten Jahr. - 7-2019

 

 

Ausgezeichnete philosophische Essays

„Wissen ist Macht“ – wohl jede*r von uns hat diese vermeintliche Binsenwahrheit schon gehört. Aber stimmt das denn? Führt Wissen zu Macht? Was für eine Macht wäre das, die man mithilfe von Wissen ausüben kann? Welches Wissen würde man dafür benötigen? Ist vielleicht nur ein Wissensvorsprung gegenüber anderen Menschen gemeint, der einem taktische Vorteile in bestimmten Angelegenheiten verschafft? Und sollte man Menschen dann dazu anhalten, sich diesen Vorsprung zu verschaffen?

Die Frage „Führt Wissen zur Macht?“ war eines der vier in diesem Schuljahr zur Auswahl gestellten Themen des Bundes- und Landeswettbewerbs Philosophischer Essay.

Frida Broscheit (Q2/Abiturientia 2019) hat es gewählt, sich in einem nun ausgezeichneten Essay mit der Frage auseinandergesetzt und sie vor dem Hintergrund philosophischer Standpunkte von Francis Bacon, Hannah Arendt und Michel Foucault auf aktuelle politische Entwicklungen, insbesondere das Erstarken rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Bewegungen und ihre rhetorischen Strategien, bezogen. Dafür konnte ihr die Kurslehrerin Frau Dr. Bourger nun eine Urkunde des Schulministeriums für eine besonders gute Leistung überreichen ebenso wie ihrem Mitschüler Carl Olbrich (Q2/Abiturientia 2019), der sich differenziert mit einem Zitat aus Johann Wolfgang Goethes Roman „Wahlverwandtschaften“ befasst hatte: „Man weicht der Welt nicht sicherer aus als durch die Kunst, und man verknüpft sich nicht sicherer mit ihr als durch die Kunst.“ Carl erkundete in seinem Essay feinsinnig die Funktion von Kunst insbesondere für den/die Kunstschaffende*n und stellte das Nicht-Praktische, den Freiraum, das Eigen- und Gegengesetzliche der Kunstsphäre überzeugend heraus. Wir gratulieren herzlich zur verdienten Auszeichnung! - 6-2019

 

 

Juniorwahl am Annette-Gymnasium

Das am 20. Mai 2019 anlässlich der Europawahl durchgeführte Demokratieprojekt „Juniorwahl“ ist am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium mit einem deutlichen Ergebnis beendet worden: 52,2 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9, EF und Q1 gaben ihre Stimme den Grünen, die damit mit weitem Abstand vor allen anderen Parteien liegen, während die Parteien der großen Koalition mit 7,5 Prozent (CDU) und 9,3 Prozent (SPD) weit abgeschlagen sind. Die AfD unterschritt am Annette-Gymnasium den Wert vom Münsteraner Ergebnis und erlangte lediglich 2,7 Prozent der Stimmen. Ein im Vergleich zu Münster überdurchschnittliches Ergebnis erzielten hingegen die FDP (10,1 Prozent) sowie Die Partei (8,4 Prozent).

Laut Angaben vieler Schülerinnen und Schüler waren bei dieser Wahl insbesondere die Themen EU-Urheberrechtsreform und Klimaschutz maßgeblich für ihre Wahlentscheidung.

Erfreulicherweise gaben von den 450 stimmberechtigten Schülerinnen und Schülern 336 ihre Stimme ab und sorgten so für eine Wahlbeteiligung von 74,7 Prozent. Das politische Interesse der Jugendlichen und die Bereitschaft zu politischer Partizipation hat sich in dieser Juniorwahl also deutlich gezeigt. Nicht zuletzt wurde dadurch auch das große Engagement in der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Juniorwahl von der Klasse 9a unter Leitung von Frau Krüger und dem SW-EF-Kurs unter Leitung von Herrn Bergmann belohnt. - 6-2019

 

 

 

Doppelsieg für das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium!

 

Am vergangenen Sonntag vergaben die Stadtwerke Münster im Skaters Palace den „Kick-Förderpreis“. 24 Projekte aus zwölf Schulen hofften in diesem Jahr auf Preisgelder zwischen 1000 Euro für den Sieger und 100 Euro für die Plätze vier bis zehn. Gesucht wurden innovative Ideen und Projekte, die über den regulären Lernstoff hinaus umgesetzt werden. In den beiden Preiskategorien Gesellschaft und Naturwissenschaft landeten Projekte unserer Schule ganz oben auf dem Siegertreppchen.
Der Gewinner in der Kategorie “Gesellschaft und Soziales" wurde unser Projekt „Wie antisemitisch ist Münster?“

Die Friedensstadt Münster ist keine Insel der Seligen – das ist das ernüchternde Fazit der vier Schüler der Jahrgangsstufe 11. Lukas, Jannis, Moritz und Justus beschäftigen sich in ihrem Dokumentarfilm mit Judenfeindlichkeit und alltäglicher Diskriminierung in ihrer Heimatstadt. In Gesprächen mit Mitgliedern der hiesigen jüdischen Gemeinde und Historikern der Villa ten Hompel zeichnen die Schüler ein facettenreiches, lokales Bild der heutigen Situation von Jüdinnen und Juden in Münster. So erklärt sich auch, dass der Film in der Stadt auf ein breites Echo gestoßen ist und bereits mehrfach gezeigt wurde. „Der Film ist ein eindrucksvolles Plädoyer für Zivilcourage und interreligiösen Dialog – und damit ein verdienter KICK-Preisträger“, begründet Mertins die Entscheidung der Jury.

Der Gewinner in der Kategorie "Naturwissenschaft und Umwelt" war unser Projekt: „Anchar - Entwicklung eines zukunftsfähigen Ladenetzes für Elektroautos"
Mit einem dezentralen Ladenetz für Elektroautos überzeugten drei Schüler der Jahrgangsstufe 12 in der Naturwissenschafts-Kategorie. Basierend auf der Blockchain-Technologie entwickelten Leonard, Felix und Moritz eine Hintergrund-Software für ein Ladenetz, das sowohl sicher als auch anbieterunabhängig ist. Zum Beweis, dass ihre Idee in der Praxis umsetzbar ist, bauten die drei 18-Jährigen ein eigenes Modellnetz, inklusive selbst umgerüstetem Elektro-Kettcar und Ladesäule. Ihre Vision von einem flächendeckenden Ladenetz in Deutschland überzeugt nicht nur die KICK-Jury. Das Schüler-Trio aus Münster schaffte es auch ins Bundesfinale von „Jugend forscht“. „Dieses Projekt ist so ausgereift und professionell, es könnte genauso gut von einem Forschungsinstitut kommen“, so Mertins. „Es hat uns nachhaltig beeindruckt.“

Wir gratulieren den Gewinnern herzlich und danken den betreuenden Kollegen für die hervorragende Unterstützung! - 6-2019

 

 

Europa in der 5b

Am Europatag 9. Mai wurden in der 5b die Europawahl und die Europäische Idee in einer aktuellen Stunde thematisiert.

Am 9. Mai 1950 hatte Frankreichs Außenminister Robert Schuman in seiner Pariser Rede (“Schuman-Erklärung”) zum ersten Mal die Idee Europa thematisiert, wodurch dieses Datum als “Europatag der Europäischen Union” steht. Die EU gedenkt damit ihrer Geburtsstunde und möchte so den Frieden und den Zusammenhalt der EU Mitgliedsstaaten und ihrer Bürgerinnen und Bürger würdigen und in den Blick nehmen. Europaschulen beschäftigen sich an diesem Tag bzw. in der Woche u.a. in Politikstunden mit der politischen Bildung und der Klimapolitik in Europa, mit den Chancen und Risiken der Europaidee oder der Zukunft der EU.

Die Klasse 5b beschäftigte sich am 9. Mai mit der Europawahl 2019: Wer darf wählen? Wen kann man wählen? Wie viele Abgeordnete sitzen im EU-Parlament? Welche Parteien und Fraktionen gibt es und was darf das EU-Parlament? Welche Spitzen-Kandidatinnen und Kandidaten gibt es? Was sind die Wahlkampfthemen 2019?

Ebenso lernten die Schülerinnen und Schüler die Entstehung der Europaflagge kennen, die aus einem Kranz von zwölf goldenen fünfzackigen Sternen auf azurblauem Hintergrund besteht. Sie wurde 1955 vom Europarat als dessen Flagge eingeführt und im Mai 1986 als Symbol für alle Institutionen der Europäischen Gemeinschaften übernommen. Heute gilt sie vor allem als Symbol der Europäischen Union und ist bekannt von den vielen Wahlplakaten, die in derzeit 28 Mitgliedstaaten für die Europawahl 2019 aufgestellt sind. - 5-2019

 

 

Battle der Philo-Kurse

Zum letzten regulären Termin der Q2-Philo-Kurse vor dem Abitur traten heute früh das Team „Auto auf dem Dach“ (Team-Coach: Dr. Wolfhart Beck) und das Team B(o)urger (Team-Coach: Dr. Désirée Bourger) gegeneinander an, um ihre in der Qualifikationsphase erlangten Kenntnisse im Fach Philosophie unter Beweis zu stellen.

Der Battle ging über 10 Runden, in denen Zitate („Es ist besser, ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufrieden gestelltes Schwein“) Philosophen zuzuordnen (hier lautete die Lösung: John Stuart Mill), Standbilder zu Kernstellen philosophischer Schriften (Vertragsschluss nach Hobbes) zu bauen, Devisen in ihre Originalsprache zurückzuübersetzen, Puzzles zu lösen und etwa der cartesianische Dualismus von Leib und Seele in einem Ausdruckstanz darzustellen waren.

Die wegen des heutigen Mottotages als Helden ihrer Kindheit verkleideten Teams absolvierten den Battle mit überzeugendem Fachwissen, sportlichem Ehrgeiz und auch der gehörigen Portion Albernheit. Am Ende der Stunde voller Spaß und Herausforderung trug das Team „Auto auf dem Dach“ den verdienten Sieg davon. Gratulation den Gewinner*innen und allen Schüler*innen viel Erfolg in den Abiturprüfungen! - 4-2019

 

 

Ehrenamtliches Engagement im Projektkurs "Held ohne Geld"

Was es heißt, sich ehrenamtlich zu engagieren, das durften wir im Rahmen unseres Projektkurses „Held ohne Geld“ im Laufe des vergangenen Jahres lernen.

Aber eben dieses ehrenamtliche Engagement musste vorab sorgfältig geplant und vorbereitet werden. Unter der Leitung von Frau Quest und Frau Ripke haben wir zunächst einmal vorbereitend auf spätere Tätigkeiten gelernt, welche Kompetenzen für die Ausübung eines Ehrenamtes erforderlich sind. Darauf folgte die Recherche nach einer interessanten und geeigneten ehrenamtlichen Tätigkeit. Dabei erleichterten uns Konzepte wie die Freiwilligenagentur die Kontaktaufnahme zu unterschiedlichsten Institutionen.

Während der nächsten paar Monate führte jeder von uns sein Ehrenamt in doch sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Aufgabenfeldern aus. Unser soziales Engagement konfrontierte uns mit vielen Herausforderungen, sodass wir insgesamt viele neue Erkenntnisse erlangen konnten.

Eine Reflexion und Auswertung der Tätigkeit erfolgte durch das Verfassen einer Projektarbeit. Herausfordernd war zunächst die Suche nach einer passenden wissenschaftlichen Fragestellung. Die Arbeit sollte unsere Auseinandersetzung mit der ehrenamtlichen Tätigkeit widerspiegeln und dabei einen praktischen Teil mit einem theoretischen verknüpfen.

Auf die Fertigstellung unserer Arbeit folgte die Präsentation unserer Ergebnisse vor dem gesamten Kurs. Es war äußerst bereichernd einen Einblick in die unterschiedlichen Arbeiten zu erhalten. Jede Präsentation spiegelte die persönlichen Interessen und Erfahrungen der Kursmitglieder wider.

Nachdem sich jeder bereits individuell ehrenamtlich engagiert hatte, sollte nun die Organisation eines gemeinsamen Projektes in Angriff genommen werden. Schnell waren wir von der Idee angetan ein Paket gefüllt mit nützlichen und schönen Dingen anlässlich des Weihnachtsfestes an ein Waisenhaus im Kongo zu senden. Die Umsetzung dieser Idee ermöglichte uns der Verein „Mission Kongo e. V.“ aus Münster. Gespannt erwarten wir nun eine Rückmeldung der Kinder und Jugendlichen.- 2-2018

 

 

Projekt der Klasse 5c zum Holocaustgedenktag

von Sabrina Hamidi

Am heutigen Donnerstag, (24.1.2019) fand vormittags bei uns am Annette-Gymnasium in der Klasse 5c ein Projekttag im Rahmen der Münsteraner Holocaustgedenktage statt. Basierend auf Materialien aus Yad Vashem, die weiter entwickelt wurden und Leitgedanken der sogenannten „holocaust-education“ aufgreifen, wurde der Klasse anhand von einer Bildquelle ein altersgerechter Zugang zu der schweren Thematik ermöglicht. Nach einer Einstiegsrunde, in der es um Erwartungungen und Hoffnungen ging, begann die Spurensuche.

Die räumliche Verortung- wo liegt Prag, wo Theresienstadt? Wie weit ist das von Münster entfernt? und eine zeitliche Einordnung- über welche Zeit sprechen wir? Wie lange ist das her? Warum berührt uns die Geschichte immer noch? Wann ist Tommy geboren? erleichterte der Klasse den Zugang. Auf einem Zeitstrahl in ihrem Tagebuch konnten sie eintragen, wann ihre Großeltern geboren wurden und Nähe entstand zu dem kleinen Kind auf dem Buchcover, da viele Großeltern wie Tommy 1941 geboren wurden.

Die sehr jungen SuS wurden im Laufe des Vormuttags an ein „kinderleichtes und gleichzeitig tonnenschweres“ Kinderbuch herangeführt, das 1941 im Ghetto Theresienstadt entstanden ist. Die Eltern des kleinen Tommy wurden 1941 von Prag nach Theresienstadt depotiert. Sie mussten in aller Schnelle ihren Koffer packen und durften nur wenig Dinge mitnehmen. Auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c haben ihren „Koffer gepackt“ und historisches Entscheiden und Denken simuliert: Was nehme ich mich, wenn ich mich für ein einziges Objekt entscheiden musss?

Fast alle entschieden sich für einen Gegenstand, Foto oder ein Tier, das ihnen in Momenten der Einsamkeit Trost und Liebe spenden kann. Dann aber erfahren die Fünftklässler, dass der Familie bei Ankunft im Ghetto alles abgenommen wird, was ihnen wichtig und lieb war. Und dass die Familie sogar getrennt wird- sie werden sich nicht mehr wiedersehen. Was bleibt, aber erst viele Jahre nach Kriegsende zu Tommy kommt, ist das Buch, das sein Vater ihm malt.... „Für Tommy zum dritten Geburtstag“. Tommys Vater, ein Künstler, der seinen eigenen Tod vor Augen hat, malt heimlich für seinen kleinen Sohn zum 3. Geburtstag die Welt so wie sie eigentlich ist und sein sollte, nämlich voller wunderschöner Dinge in der Hoffnung, seinem Sohn wenigstens in Bildern wahres Leben und Farben schenken zu können.

Der nun gewählte Zugang zum Buch durch eine Bilderralley bot der Klasse einen sinnlichen, fast zärtlichen Zugang zu einer düsteren Thematik, die in schulischen Curricula sehr spät angepackt
wird und dann wenig Raum für die Auseinandersetzung mit Einzelschicksalen lässt, was im Kontext der holocaust education ein wesentlicher Aspekt ist. Sensibel und altersgerecht konnten Frau Habbel und Frau Hamidi dadurch den Fünftklässlern die Thematik von Ausgrenzung, Entrechtung und Vertreibung anhand wunderschöner Aquarellzeichnungen nahe bringen.

In Phasen der Stille konnte die Klasse in ihrem Projekttagebuch in die Rolle von Tommy schlüpfen und seinen Gedanken nachgehen. Sie konnte einen Brief schreiben an die Person, die sie am meisten beeindruckt hat und der sie danken oder sie Fragen stellen möchte.

Das Buch „Für Tommy zum dritten Geburtstag 22.1.44“ ist ein Bilderbuch, das Mut macht, das gemalt wurde, um gegen das Böse zu kämpfen und Leben zu versprechen. Das Buch als historische Quelle, die durch ihre Aufmachung kognitive und emotionale Überforderung ausschließt und bis zum Schluß Spielraum für individuelle Deutungen bietet, ist ein gelunger Einstieg auf dem Weg aus der gelehrten Geschichte zu lernen.

Den beiden Klassenlehrerinnen scheint die Thematik und die Notwendigkeit darüber zu sprechen gerade angesichts des Wiedererstarken des Nationalismus und Fremdenhasses sehr dringlich. In einer Abschlussrunde durften alle Kinder erzählen, wie sie heute nach Hause gehen. Traurig und froh- so lautete die Antwort von den meisten Kindern aus der 5c- froh, etwas gelernt zu haben, traurig, weil sie nun wissen, wie man mit Menschen umgegangen ist. Alle sagten, dass sie das Thema weiterhin beschäftigen wird, dass sie nun mehr aufpassen wollen und dass sie dankbar sind, in Frieden leben zu dürfen.

Der WDR hat die Kinder teilweise begleitet und am Freitag in der Aktuellen Stunde über das Projekt berichtet (hier geht es zum Filmbericht). Auch im Radio (Morgenecho) wird der WDR einen Bericht dazu senden. Vielleicht ist ja euer/Ihr Interesse geweckt worden, noch mehr vom Projekttag zu erfahren? - 1-2019

 

 

Zeit für das, was uns unbedingt angeht: TrO auf der Jugendburg Gemen

von Khiem und Tam Tran, Q2

Diese Zeit wollten sich auch 26 Schülerinnen und Schüler der Q2 vor ihrem Abi nehmen, um in den „Tagen religiöser Orientierung“ dem „kleinen Fach mit den großen Fragen“ Raum zu geben. Von Montag, 07.01., bis Mittwoch, 09.01.2019, gab es sinnvolle Gelegenheit dazu!

Unter der Leitung von zwei TrO-Teamerinnen, Eva und Evi, folgte am Montag nach einer vielfältigen Kennenlernrunde die Frage: Wie geht es dir? Und - Hand aufs Herz – ist nicht jedermanns Antwort: „Gut“ ? Die Befindlichkeit der Schüler/innen wurde buchstäblich in die Hand genommen, als es darum ging, mit Wörtern und Bildern ihre persönlichen Befindlichkeitsumschläge zu gestalten: Was bewegt mich? Was ist mir wichtig?  Anschließend ging es mit Fragebögen „Meinem Leben/Glauben auf der Spur...“, um verschiedene Themen des Lebens zu reflektieren – mit dieser Auseinandersetzung wurde im Austausch das entscheidende Thema der Schüler/innen gefunden: Glück und der Sinn des Lebens! Unter diesem Leitwort wurden zwischen Kaffee und Kuchen die Einheiten des TrO-Programms kreativ gestaltet. Für die Nächte wurde die Gruppe in den „Gemächern“ nahe der Burg untergebracht.

Der Dienstagmorgen startete mit einem Impulstext über „die kleinen Gründe“, einem Gebet und den persönlichen Glücksgründen. Spielerisch gelockert konnte sich die „Zug gefahrene“ Gruppe mit ihrer eigenen „Pappburg“ befassen: Wie möchte ich wirken? Worauf bin ich stolz? Was gebe ich nach außen Preis – was bleibt verborgen, unausgesprochen oder gar unaussprechbar?

In der Pappburg spiegelt sich das Wesen eines jeden Menschen wieder: ein Schutzwall, der die verletzliche Seele schützt; Ängste und Sorgen oder Stärken und Schwächen – das eine bleibt in der Burg, das andere ziert die (starken) Burgmauern, die wir um uns herum ziehen, aus welchen Gründen und Erfahrungen auch immer. Nach Gestaltung der persönlichen Pappburg mit Stift und Papier tauschten sich die Schülerinnen und Schüler - gestärkt durch ein reiches Mittagessen -  in Kleingruppen offen und mutig über ihre Persönlichkeit aus. Die Begegnungen schufen eine besondere Nähe und Vertrautheit außerhalb des Schulalltags – eine respektvolle Bereicherung der Wahrnehmung und der Gewinn einer neuen Perspektive in der Schulgemeinschaft!

Dieser Abend fand seine lautstärkste Einheit wohl in der „Werteversteigerung“,  bei der die Schüler/innen in „Familien“ mit einem Budget von 1000€ ihre sinnvollsten Werte zum Glück erwerben konnten: Wie viel ist dir Geborgenheit wert – oder Luxus? Abgerundet wurde der Tag dann mit dem Glücksmotto und einem stillen Wunsch für den Himmel ;-)

Der letzte Tag hielt eine ganz besondere Herausforderung für die Gruppe bereit: Bonbons! Jeder sollte jedem eines schenken! Zum „Glück“ handelte es sich hierbei nicht um Zucker für den Körper, sondern Balsam für die Seele: Es wurde ausreichend einmal Zeit genommen, um jedem Einzelnen zu schreiben, was man am anderen toll findet und/oder wünscht. Die Post fleißig in die vielen Befindlichkeitsumschläge „gestupst“ und verschlossen, ging es für die frisch zusammengerückte Gruppe nach Danksagung und einer großen Verabschiedung von den beiden Teamerinnen zurück nach Münster - mit einem Rucksack voll Freude/Post und der neu gewonnenen Orientierung um sich selbst und seinen Weg(-begleitern) für heute und morgen!

Fachkräftige Begleitung gab es von den Religionslehrern Frau Habbel, Frau Terhorst-Schweifel und Herrn Baumstark beim gemeinsamen Mahl und in der Freizeit. - 1-2019

 

 

Erfolgreiche Spendenaktion der 6d und des Religionskurses im Jg. 8

Während der beiden Elternsprechtage in vergangenen November haben die Klasse 6d und der evangelische Religionskurs der Jahrgangsstufe 8, betreut von Frau Holze, durch ihre Verkaufsaktionen die stolze Summe von insgesamt 820 € erzielt. Ein toller Erfolg und einen großartiger Einsatz!

Selbst gebastelte Advents- und Weihnachtsartikel fanden reißenden Absatz bei den Besucherinnen und Besuchern. Mit viel Energie und Freude waren alle Schülerinnen und Schüler im Verkauf tätig und dies für einen guten Zweck: Die Einnahmen kommen unseren beiden sozialen Schulprojekten, der Ugandahilfe und dem Philippinen-Projekt,  zu gleichen Teilen zu.

Allen engagierten Schülerinnen und Schülern sowie allen, die  großzügig gespendet haben und schließlich die große Summe zusammenbrachten, danken wir herzlich!- 1-2018

 

 

Dem Frieden ganz nahe – Annette-Schüler im Gespräch mit Amir Tadmor

Eine Geschichts- und Religionsstunde der besonderen  Art erlebten die Schülerinnen und Schüler des Annette-Gymnasiums. Zu Besuch war Amir Tadmor aus Israel, der als enger Mitarbeiter des Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin ab 1993 aktiv an dem Osloer Friedensprozess für den Nahen Osten beteiligt war – bis Rabin 1995 einem Attentat von Rechtsextremisten zum Opfer fiel.

Schulleiterin Anette Kettelhoit begrüßte zusammen mit zahlreichen Schülern und Lehrern aus Religions- und Geschichtskursen den Gast in Münster und erinnerte an die mühsamen Prozesse, die Münster schließlich im Jahre 1648 zu einer Stadt des Friedens gemacht haben. „Jerusalem, meine Heimatstadt“, so Amir Tadmor, „sei auch eine Stadt des Friedens und zugleich eine Stadt mit den meisten Konflikten weltweit“.

Er schilderte anhand seiner eigenen Erlebnisse und Erfahrungen den mühsamen Friedensprozess zwischen verfeindeten Israelis und Palästinensern, die Notwendigkeit, Hass zu überwinden und Vertrauen zu schaffen und schließlich den sichtbaren Erfolg der Verhandlungen, den Handschlag zwischen Rabin und Arafat 1993 in Washington.  Mit dem Attentat hätten Extremisten auf beiden Seiten wieder die Oberhand gewonnen. „Der Traum vom Frieden ist das Vermächtnis Rabins“, so Tadmor, der sich mit beeindruckendem Engagement weiter für die Verständigung einsetzt:  „Frieden braucht Zeit. Es geht drei Schritte vor und zwei, manchmal auch drei  wieder zurück.“ Eine zentrale Rolle spiele dabei die Bildung.

Als Lehrer, Schulleiter und Vorsitzender des Verbandes „Children of Abraham“ setzt Tadmor sich seitdem für israelisch-palästinensische Friedenserziehung ein. Schließlich gebe es keine Alternative zum Frieden, wenn man sinnloses Töten vermeiden wolle. Sein Vater, der sechs Kriege erlebt habe, hatte ihm gewünscht, dass er keinen Krieg mehr erleben müsse. Das sei nun nicht eingetreten und auch sein Sohn sei noch unter Bedingungen des Krieges aufgewachsen, aber für seinen gerade geborenen Enkel könnte dieser Wunsch einmal in Erfüllung gehen – „never give up hope“, so Tadmor.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von so viel Engagement und Hoffnung in einem scheinbar unlösbaren Konflikt. Sie hatten sich im Unterricht zuvor intensiv mit der Situation im Nahen Osten, den Konfliktlagen und Friedensinitiativen auseinandergesetzt und konnten dem Gast zahlreiche Fragen stellen: zu seinen persönlichen Erlebnissen, den Perspektiven für neue Friedensprozesse, der Rolle von politischen Entscheidungen und bürgerschaftlichem Engagement und seinen Einschätzungen der aktuellen Politik in Israel. Amir Tadmor ging auf alle Fragen ausführlich ein. Die Schülerinnen und Schüler dankten ihm am Ende mit langem Applaus für das Gespräch. „Es ist ein bisschen so, als hätten wir Geschichte selber erlebt, anstatt sie nur nachträglich zu verstehen“, so der spontane Eindruck eines Schülers.

Amir Tadmor ist auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft nach Münster gekommen und hielt am Abend einen öffentlichen Vortrag im Festsaal der jüdischen Gemeinde. - 12-2018

 

 

Exkursion zum Phoenix-Gebiet

von Moritz Schlummer und Nikola Peric (Q2)

Unser Tag begann mit einer Führung am Phoenix-See. Es wurden uns erst allgemeine Informationen gegeben, zum Beispiel, dass der See als Hochwasserschutz bei starkem Regen dient oder die Entscheidung, den See durch Grund- und Regenwasser aufzufüllen, zu verwerfen und den Prozess durch eine aktive Befüllung mit Trinkwasser zu beschleunigen. Aufgrund des Hochofens, welcher vorher dort stand, hat der Boden einen hohen Eisenhydroxid Anteil. Um zu verhindern, dass der See sich grün verfärbt, gibt es ein kleines Klärwerk extra für den See, welches es schafft 15 m³ zu reinigen. Diese Menge reicht um in einem Jahr das gesamte Wasser im See einmal komplett zu klären.

Da die Immobilienpreise am See sehr hoch sind, findet dort eine starke Segregation statt. Dort siedeln sich auch Spieler des Borussia Dortmund an, wie z.B. Roman Weidenfeller, welcher sich darüber beschwerte, dass Bäume am Seeufer wuchsen und so die Sicht auf den See versperrten. Daraufhin wurden Bäume rund um den See entfernt. Ein kleines Projekt am See ist der Anbau von Rebstöcken, von welchen die Trauben genutzt werden um Wein herzustellen und zu versteigern.

Im weiteren Verlauf des Tages waren wir bei einem Klärwerk. Dort wurden uns die drei Schritte der Wasserreinigung grob erklärt. Zuerst wird das Wasser mechanisch, durch z.B. ein Sieb, gereinigt. Daraufhin folgt die biologische Reinigung, bei welcher mit Hilfe von Bakterien der übrige Schmutz verschlammt wird. Dieser sogenannte >Faulschlamm< wird dann weiterverwertet, indem man ihn in den Fauleiern auf 37°C erwärmt und so das Klärgas extrahiert. Mit dem Klärgas wird dann ein Blockheizkraftwerk betrieben, welches zur Stromgewinnung dient.

Der gewonnene Strom wird für den Betrieb der Kläranlage genutzt, da sich Stromverbrauch und -produktion decken. Die überschüssige Wärme, welche beim Verbrennen des Gases entsteht, wird genutzt um die Fauleier bei der konstanten Temperatur zu halten. - 12-2018

 

 

„Europa, wir müssen reden! Brüssel bereisen, Politik verstehen“

Fünf Schulen auf Europa-Entdeckungstour in Brüssel

Von Paula Dewert (Annette-Gymnasium Münster), Camilla Karnau (Marienschule Münster)

Endlich war es soweit, mit gepackten Koffern standen wir am Montag um 7 Uhr in der Eingangshalle des Bahnhofs und freuten uns auf die kommenden drei Tage in Brüssel: Was erwartet uns in der europäischen Hauptstadt? Wie ist die Stimmung bezüglich des Brexits, der aktuellen Flüchtlingssituation, der anstehenden Europawahl und der anderen aktuellen Herausforderungen? Wird sich unser Bild von der Europäischen Union verändern?

Nach etwa vier Stunden Fahrt kamen wir an unserem Hotel im Stadtteil Molenbeek an und konnten dann einen ersten Eindruck von der Stadt gewinnen. Uns fiel schnell auf, wie international geprägt Brüssel ist: selten haben wir so viele internationale Supermärkte, Restaurants und Geschäfte auf engem Raum gesehen. Direkt im Anschluss ging es für uns zum Goethe-Institut. Hier wurden wir von Antonia Blau, Leitung Europäische Projekte, und ihrem Team über aktuelle Projekte aufgeklärt und erfuhren zum ersten Mal, wie wichtig es für die Zukunft der EU ist, mit allen Mitgliedsstaaten im ständigen Dialog zu stehen. Durch den steigenden Nationalismus, der aktuell in vielen europäischen Ländern zu beobachten ist, rückt der multinationale Verbund manchmal zu schnell in den Hintergrund.

Am folgenden Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf dem Weg zum „Haus der Europäischen Geschichte“. Wir haben dort viel über die Gründung der EU und ihrer Entwicklung in den letzten Jahrzehnten gelernt. Die Mittagspause nutzten wir dafür, die typischen belgischen Waffeln zu probieren. Nachmittags erhielten wir die Möglichkeit den CDU-Abgeordneten Dr. Markus Pieper (MdEP) aus NRW im Europäischen Parlament zu treffen und ihm unsere Fragen zu stellen: Wir haben viel über Deutschlands Rolle, die aktuelle Debatte über die Erneuerung des Urheberrechts und Piepers Werdegang erfahren. Außerdem beantwortete er unsere Fragen zur Migrationspolitik, der Zukunft Europas und warum der Vorwurf die europäische Politik wäre nicht vollständig demokratisch legitimiert, seiner Meinung nach nicht zutrifft. Zuletzt haben wir Herrn Pieper eine bronzene Taube übergeben:

Die Kunstwerke von Richard Hillinger, der 30 dieser Skulpturen zum 60. Jahrestag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte der UN erschuf, sollen Engagement für die Verwirklichung der Menschenrechte würdigen. Die Tauben „fliegen“ von vorherigen Preisträgern zu weiteren Personen oder Institutionen. Münster hat die Taube von der Stadt Hannover im Rahmen der „Mayors for Peace“ Bundeskonferenz bekommen. Wir geben sie nun an das Europäische Parlament weiter, um zu zeigen, wie wichtig der Europäische Zusammenhalt und die verbindende europäische Kultur sind.

Nach unserem ersten Besuch im Parlament sind wir von einem sogenannten „kritischen Stadtführer“ durchs EU-Viertel geführt worden. Wichtige Themen der Führung waren vor allem die Veränderung des Viertels durch vermehrten Bau von Bürogebäuden, die multi-kulturelle Stadt Brüssel und der Lobbyismus innerhalb der EU, erklärt an verschiedenen Gebäuden und Plätzen.
Brüssel ist eine Stadt, die sehr vielfältig und bunt ist. Oft wurde sie von den verschiedenen Referenten als „widersprüchlich“ bezeichnet: neben dem diplomatischen EU-Viertel existiert auch viel Armut und fehlgeschlagene Integration. Durch diese beiden Programmpunkte hatten wir die Chance zwei politisch völlig unterschiedlich einzuordnende Meinungen zu dem „Wie?“ der Europäischen Union kennengelernt. Trotz der Unterschiede war beiden die gemeinsame Begeisterung für diesen Völkerbund anzumerken.

Mittwochmorgen haben wir ein zweites Mal das Europäische Parlament besucht und haben uns nach einer Einführung den Plenarsaal anschauen dürfen. Es wurde dabei deutlich, in welchen Bereichen die EU wichtig für uns ist und warum sie gerade für die Zukunft entscheidend ist. Als eine Form der europäischen Vielfalt haben wir viel über die politische Landschaft des Europäischen Parlaments gelernt und den Umgang mit 24 Amtssprachen erklärt bekommen.

Über die Tage in Brüssel wurde die Begeisterung für die EU an vielen Orten auf unterschiedlichste Weise spürbar. Trotzdem war oft auch eine gewisse Sorge über die Zukunft der EU, die durch geringe Wahlbeteiligung oder den Brexit beeinflusst werden wird, präsent. Umso mehr ist die Reise als Chance für Wertschätzung der und Engagement für die EU zu sehen, die wir Jugendlichen nutzen durften.

Die Schülerakademie findet im Rahmen der Programmwoche „1648 – Dialoge zum Frieden“ statt und wird vom Arbeitskreis „1648 – Dialoge zum Frieden“/ Münster Marketing / Wissenschafts- und Friedensbüro in Kooperation mit dem Franz Hitze Haus durchgeführt. Anlass für die Exkursion bot das Europäische Kulturerbejahr 2018. - 11-2018

 

 

Archaeologie in der 6c

von: Marlene und Pia, 6c

In einer der letzten Geschichtsstunden hat uns der Archäologe Armin Schulz besucht. Er erzählte uns viel über seinen Beruf als Archäologe und Historiker. Die Archäologen und ihr Team arbeiten jeden Sommer unter extremer Hitze drei Monate lang. Die Ausgrabungen, z.B. von Bauwerken sind nur als Team möglich. Häufig buddelt der Archäologe nicht selbst, denn er überwacht die Ausgrabungen, damit alles so passiert wie es soll.

Archailogia Platon, Hippias maior 285d - das ist der lateinische Begriff für die Kunde von vergangenen Dingen. Archäologie ist eine Grabungswissenschaft. Mit Experimenten überprüfen die Archäologen, ob alte Geschichten auch wirklich so passiert sein können. Dazu sammeln sie Informationen aus alten Zeiten. Der Dichter Homer hat die Geschichte von dem trojanischen Pferd erzählt. Man wusste im Laufe der Zeit leider nicht mehr, wo die Stadt Troja gelegen haben soll.

Auch erzählte Herr Schulz uns von dem spannenden Alltag bei einer Ausgrabung. Doch es gibt nur noch sehr wenige Ausgrabungen, da heutzutage immer öfter eine neue Vermessungsmethode zum Einsatz kommt. Bei dieser Methode läuft eine Person über große Flächen und das Gerät kann die Erdschichten durchleuchten. Das ist praktisch, da bei Ausgrabungen auch immer die Objekte zwangsläufig kaputt gehen.

Archäologen haben kein entspanntes Leben, denn im Sommer, wenn es zu den Ausgrabungen geht, müssen sie schon um 5.30h aufstehen. Meistens helfen bei den Ausgrabungen Zeichnungen besser als Fotos, da auf der Zeichnung mehr Details eingezeichnet sind. Auf den Fotos kann man diese Kennzeichen meist nicht sehen. Was besonders oft gefunden wird, sind alte Theater und Amphitheater. Deshalb gibt es auch viele unausgegrabene Theater, da es nichts Besonderes mehr ist, wenn diese gefunden werden. Zu den Aufgaben eines Archäologen gehört auch, kleine Einzelteile sorgfältig zu pflegen und sie durch Spezialisten wieder zusammen zu bauen. Wenn Archäologen auf Ausgrabungen sind, übernachten sie übrigens häufig in Grundschulen, die während der Sommerferien geschlossen sind. - 11-2018

 

 

Hans-Riegel-Preisträger im Fach Geographie!

Johannes Hofer erhielt den 1. Platz im Fach Geographie beim Dr. Hans-Riegel-Fachpreis. Er setzte sich dabei mit seinem Thema „Wachsen oder Schrumpfen? Vergleich von Ursachenforschung zur unterschiedlichen Entwicklung zweier Kommunen“ gegen 16 weitere eingereichte Arbeiten durch.

Mit Johannes kann das Annette-Gymnasium schon zum siebten Mal in Folge einen Preisträger beglückwünschen.

Der Preis wurde am 24.09.2018 im Schloss zusammen mit der ICBF-Stiftung für besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten für Schüler/innen aus dem Münsterland verliehen. Die Kommission lobte dabei insbesondere die gute empirische Arbeitsweise.

Alle Siegerinnen und Sieger erhalten die Möglichkeit, als ehemalige Preisträger/innen auch weiter in den Genuss von Förderung zu kommen. So erhalten sie Angebote zu Seminaren und Konferenzen, welche die Förderung auch inhaltlich fortführen.

Wir gratulieren ganz herzlich! - 10-2018

 

 

Oberstufe des Annette-Gymnasiums beim Historikertag

Der 52. Deutsche Historikertag ist in Münster – da darf das Annette-Gymnasium natürlich nicht fehlen! Anlässlich des von der Körber Stiftung organisierten Schüler/innenprogramms besuchten zahlreiche Schüler/innen die Veranstaltungen und schnupperten in die universitäre Lehre hinein.

So befassten sie sich mit den 1968ern, lernten etwas über die historische Dimension von Fake News und widmeten sich der Migrationsgeschichte sowie der Macht kolonialer Bilderwelten. Und in der Pause wurde ein Heißgetränk in der Mensa im F-Gebäude getrunken, bei dem die Lehrkräfte in Nostalgie schwelgten.

Insgesamt waren fast 100 Schüler/innen der Oberstufe des Annette-Gymnasiums von der Einführungsphase bis zur Q2 dabei. Begleitet wurden sie dabei von Herrn Dr. Beck, Frau Boße, Frau Bußmeyer, Frau Dr.

Preistraeger-Der-Deutsche-Schulpreis-Robert-Bosch-Stiftung
Zukunftsschulen NRW - Gütesiegel Individuelle Förderung MINT-EC-Schule zur Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).
Europaschule zur Förderung interkultureller und innovativer Lernprozesse CertiLingua - Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäche und internationale Kompetenzen
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