Gesellschaftswissenschaften

Zum Bereich der Gesellschaftswissenschaften gehören in der Sekundarstufe I die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik. In der Sekundarstufe II umfasst der gesellschaftswissenschaftliche Bereich neben den Fächern Erdkunde und Geschichte auch die Fächer Sozialwissenschaften, Pädagogik und Philosophie. Im Abitur kann das Fach Religion ebenfalls den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich abdecken. Darüber hinaus wird am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in der Qualfikationsphase das Fach Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft angeboten, in dem auch Abiturprüfungen abgelegt werden können.

In der Oberstufe bieten wir in jedem Jahr Leistungskurse in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Sozialwissenschaften sowie Grundkurse in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über eine Reihe der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Projekte und Aktionen, die im Verlauf dieses und des letzten Schuljahres im Bereich der Gesellschaftswissenschaften durchgeführt worden sind oder mit Beteiligung unserer Schule stattgefunden haben.

 

 

Mehrfache Auszeichnung durch den Bundespräsidenten

Carina Ebert (EF) erhielt einen ersten Bundespreis des Geschichtswettbewerbs, Isabelle Schmoltzi (EF) einen dritten Preis, das Annette-Gymnasium wurde als bundesbeste Schule geehrt

Am Dienstag, 22. November 2017, fand im Schloss Bellevue die feierliche Preisverleihung durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier statt. Dazu war eine mehrköpfige Schuldelegation nach Berlin gereist. Carina Ebert, Isabelle Schmoltzi, Julia Aichele (Jg. 9) und Theresa Gurlit (Jg. 8), Schulleiterin Anette Kettelhoit sowie die Geschichtslehrerinnen und Tutorinnen Katy Beck und Kim Keen vertraten die Schule beim Festakt. Dort gab es Gelegenheit, mit dem Schirmherrn des Geschichtswettbewerbs und Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über Aspekte des Wettbewerbs zu unterhalten.

Carina Ebert hatte zu dem Oberthema des Geschichtswettbewerbs „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ die Auswirkungen und Wahrnehmungen der Türkenkriege in Münster erforscht. Für diese hervorragende Arbeit wurde sie nun mit einem ersten Bundespreis ausgezeichnet. Isabelle Schmoltzi hatte in ihrem Beitrag den Konflikt zwischen Kirche und Staat anlässlich von Wundererscheinungen einer Münsterländer Nonne im 19. Jahrhundert untersucht und erhielt dafür einen dritten Bundespreis.

Insgesamt hatten sich über 60 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen des Annette-Gymnasiums ein halbes Jahr lang auf historische Spurensuche begeben. Sie befragten Zeitzeugen und Experten, recherchierten in Archiven und Bibliotheken. Unterstützt wurden sie dabei von den Geschichtslehrern unserer Schule in der wöchentlichen Geschichts-AG und speziellen Workshops. So wurden die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen Forschern, die in vielen Einzelbeiträgen die Wirkung und den Einfluss von Glauben und Religion auf das Zusammenleben der Menschen untersuchten.

Insgesamt erhielten sie dafür 10 Landespreise, 13 Förderpreise und die genannten beiden Bundespreise. Das Annette-Gymnasium ist für diesen Einsatz und diese Leistungen damit als bundesbeste Schule ausgezeichnet worden.

Es war ein toller Wettbewerb und eine grandiose Preisverleihung, die die „Annette-Delegation“ in vollen Zügen genoss. Unmittelbar nach der Rückkehr freuen sich die erfolgreichen Jung-Historiker schon auf die nächste Ausschreibung: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Im September 2018 geht der Geschichtswettbewerb zu einem neuen Thema wieder los …

 

 

Klasse 9a gedenkt Reichsprogromnacht

von Lisa Langert und Leon Skibbe, Klasse 9a

Am 8. November 2017 haben wir, die Klasse 9a, einige der insgesamt 255 Stolpersteine in Münster in der Nähe des Annette-Gymnasiums gereinigt und mit einer Rose verziert.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig hatte die Idee für das Projekt "Stolpersteine“ und sorgte dafür, dass man auch in Münster an verschiedenen Orten im Boden immer wieder auf die 10×10 cm großen Steine aus Messing trifft. Der Gedanke dahinter ist, dass die vielen Opfer des Nationalsozialismus niemals in Vergessenheit geraten sollen. Er platziert die Steine vor Häusern in denen früher z.B. Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle oder andere politisch verfolgte Menschen lebten, die durch das nationalsozialistische Regime ermordet wurden.

Da einige von ihnen in Konzentrations- und Vernichtungslagern gestorben sind, in denen ihnen ihre Identität gestohlen wurde, sind die Namen, das Geburts- und das Sterbedatum, sowie der Sterbeort der Todesopfer eingraviert worden, um ihrer damit zu gedenken und ihnen damit zumindest einen kleinen Teil ihrer Identität zurückzugeben. Damit auch in Zukunft das Andenken an die Opfer gewahrt wird, reinigen jedes Jahr zur Erinnerung an die Reichspogromnacht um den 9. November herum Schulen in Münster diese Steine.

So auch wir vom Annette-Gymnasium in diesem Jahr. Dabei ist uns aufgefallen, dass einige Leute sich der Bedeutung der Steine und somit auch der Rosen nicht bewusst waren. Sie haben die Rosen wieder aufgesammelt und wollten sie mitnehmen. Erst nachdem wir sie darauf angesprochen haben und ihnen unser Projekt erklärt haben, haben sie die Rosen wieder an ihren Platz zurückgelegt. Dieses Nichtwissen der Leute ist ein Grund mehr, auf die Stolpersteine und ihre Bedeutung aufmerksam zu machen.- 11-2017

 

 

„Schnupperkurs“ für Q1-Gymnasiasten - Schüler testeten BWL-Studium

Jetzt wissen die Jugendlichen auf jeden Fall, worum es in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) geht. Ob sie BWL später als Fach – falls sie die Hochschulreife schaffen – studieren wollen, wird jeder für sich entscheiden. 14 Schüler der Stufe Q1 des Annette- sowie des Schillergymnasiums haben jetzt am „BWL-Schnupperstudium“ teilgenommen.

Der Kurs „Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre“ wurde zum vierten Mal vom „Deutschland-University-Netzwerk“ angeboten, dem auch das Institut für Ökonomische Bildung der Uni Münster angehört. Prof. Dr. Dietmar Krafft und Diana Püplichhuysen vom Institut unterrichteten die 16- und 17-Jährigen an zwei Freitagen und an drei Samstagen jeweils acht Stunden lang. An den Freitagen waren die Jugendlichen dafür vom Schulunterricht freigestellt worden. Zu den 40 Zeitstunden kamen rund 140 Stunden, in denen die Mädchen und Jungen Inhalte zu Hause nacharbeiten sollten. Themen des Kurses waren unter anderem Rechtsformen, Steuerarten, Unternehmerrisiko, Kostenberechnung, Marketing und auch Führungsstil in einer Firma.

„Ob ich das Fach studieren möchte, weiß ich noch nicht“, erklärte Maja Schepers (16) vom „Schiller“ auf Nachfrage. Der Kurs sei „abwechslungsreich“ gewesen, an acht Stunden-Tagen aber auch „anstrengend“. Sie wolle „auf jeden Fall etwas mit Sprache“ machen, was sich mit Wirtschaft grundsätzlich ja verbinden lasse. Leonie Bölling (16) vom „Schiller“ wollte den Kursus ausprobieren, aber sie wisse nun, dass sie beruflich doch „lieber etwas mit Naturwissenschaften“ machen möchte.

Einen praktischen Nutzen fand Julius Höslinger (17) vom „Annette“ für sich: „Einige Themen hatten wir auch im Leistungskurs Sozialwissenschaften“, sagte er. Darin habe ihm der freiwillige BWL-Kurs geholfen. Und studieren? „Das ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.“

Jene 13 Teilnehmer, die erfolgreich abschlossen, bekamen mit ihren Zertifikaten jeweils sechs „Credit“-Punkte, die sie bei Aufnahme eines Studiums an einer Hochschule einsetzen können.

Aus: WN-Online - 16.11.2017 von Klaus Möllers

 

 

Wohnungslosigkeit in Münster im Fokus - Ein gemeinsames Projekt des Religionskurses der Jahrgangsstufe 8 des Annette-Gymnasiums und der Zeitschrift „Draussen“

Unter der Leitung von Religionslehrerin Maria Terhorst-Schweifel entstand in der Jahrgangsstufe 8 aus der Analyse einer Bibelstelle ein interessantes Projekt. Zunächst eher am traditionellen unterrichtlichen Vorgehen orientiert,  ging es anfangs darum, den Satz „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40) in seinem Kontext zu deuten. Wen aber mochte Jesus wohl mit „den Geringsten“ gemeint haben? Schnell wurde klar, dass Jesus in seiner Zeit gleich mehrere Gruppen im Auge gehabt haben könnte. Doch – auch das kristallisierte sich in den Unterrichtsgesprächen zügig heraus – leben auch heute viele Menschen eher am Rande unserer Wohlstandsgesellschaft; und genau einer dieser Gruppen wollte sich der Religionskurs widmen: der Gruppe der Menschen in Münster, die ohne festen Wohnsitz leben und dennoch ihr Leben meistern müssen.

Schnell entstand aus der Idee mehr: Die Obdachlosenzeitung „Draussen“ wurde kontaktiert, Redaktionsmitglieder und Menschen aus dieser Initiative in den Unterricht eingeladen und Gespräche im Unterricht geführt. Wie entsteht Obdachlosigkeit überhaupt? Auf welchen Wegen wird man eigentlich wohnungslos? Wie meistert man das Leben, wenn wichtige Bezüge plötzlich und unerwartet wegbrechen? Welche Wege können wieder aus dieser Notsituation heraus führen? Und vor allem: Welche Hilfen werden dringend benötigt?

Ausgehend von der Bibelstelle kamen auf diese Weise Schülerinnen und Schüler einerseits und wohnungslose Menschen andererseits einander im Gespräch näher und entwickelten zunehmend Verständnis füreinander. Dass mehrere unerwartete Ereignisse, die gleichzeitig auftreten, wie etwa Arbeitslosigkeit und Trennung,  sehr schnell in eine Notsituation führen können, ohne dass die Betroffenen etwas dagegen ausrichten können, wurde dabei sehr schnell deutlich. Rolf Meyer von der Redaktion  der Zeitschrift „Draussen“ setzte in diesem Zusammenhang auch den Stellenwert dieses Magazins sehr hoch an. Die Arbeit für „Draussen“ gebe vielen Halt, eine sinnvolle Aufgabe und sorge für ein Einkommen.

Am 10. November stattete der Religionskurs von Frau Terhorst-Schweifel zum Abschluss des Projektes der Redaktion einen Besuch ab und bedankte sich mit selbst gebackenem Kuchen für die Offenheit und Gastfreundschaft. Einen „Rucksack voller Hoffnung“ hatten die Schülerinnen und Schüler auch dabei: Warme Kleidung für die kommende kalte Jahreszeit. Längst hatten die Schülerinnen und Schüler nämlich verstanden, dass Jesus wohl zu den „Geringsten“ besonders auch die Mutigen gezählt haben musste,  die persönlich schwierige Situationen meistern und dennoch  am Rande der Gesellschaft stehen. „Insofern ist dieses Projekt sicher auch ein wichtiger Beitrag gegen gesellschaftliche Spaltung und für Verständnis und Solidarität“, freute  sich Maria Terhorst-Schweifel  über ihre gelungene Initiative. - 11-2017

 

 

Erzählcafé zwischen den Generationen

„Ankommen nach 1945 im Münsterland - als Protestanten in fremder katholischer Nachbarschaft“

„Man sollte viel öfter miteinander ins Gespräch kommen“ – darin waren sich die jungen und die alten Teilnehmer des Erzählcafés einig, das aus Anlass des Reformationsjahres am Donnerstag, den 5. Oktober 2017 im Geschichtsort Villa ten Hompel stattfand. 13 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a des Annette-Gymnasiums trafen dort auf sieben Frauen zwischen 77 und 92 Jahren sowie einen 78jährigen Mann, die als protestantische Flüchtlingskinder und Jugendliche in den Jahren 1945/46 ins katholischen Münsterland gekommen waren.

Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken befragten die Schülerinnen und Schüler jeweils zu zweit oder zu dritt ihre Gesprächspartner zu ihren Erfahrungen und Erlebnissen nach der Ankunft im Münsterland. Dabei wurden sie von jeweils zwei Teamerinnen und Teamern der Villa ten Hompel im Gespräch unterstützt.
Im Geschichtsunterricht hatten die Schülerinnen und Schüler zuvor gemeinsam mit ihren Mitschülern Fragen an ihre Interviewpartner vorbereitet:  Haben sich ihre Gesprächspartner in der katholischen Umgebung zunächst unwohl gefühlt? Durfte man mit katholischen Mitschülern spielen oder lud man sich gegenseitig zu Geburtstagen ein? Wie reagierten Eltern auf Kontakte zwischen katholischen und evangelischen Kindern?

Was passierte, wenn man sich als protestantischer Jugendlicher in ein katholisches Mädchen oder als evangelisches Mädchen in einen katholischen Jungen verliebte? Wohnten die evangelischen Flüchtlinge damals in einem Haus mit katholischen Nachbarn und kam es dabei vielleicht zu Konflikten, beispielsweise an bestimmten Feiertagen wie am Karfreitag oder am Reformationstag? Gab es materielle Unterstützung für die evangelischen Flüchtlinge von katholischen Mitbürgern, zum Beispiel in Form von Nahrungsmitteln oder Sachspenden? Wie sah der Alltag in der Schule zwischen katholischen und protestantischen Schülern aus?


Die Schwestern Irmgard Abend und Annelies Karbach-Nickel, geboren 1934 und 1936 in Wolfskirch (Wilczkowice) bei Breslau (Wrocław), berichteten Julius und Linus beispielsweise, dass es in der Schule in Lüdinghausen, wohin sie nach ihrer Flucht aus Niederschlesien gekommen waren, separate Toilettentrakte für katholische und evangelische Schüler gegeben habe. Die evangelischen Kinder mussten durch den katholischen Trakt zu ihren Toiletten laufen. Dabei gingen sie in Zweiergruppen und wurden meist von ein oder zwei Lehrern begleitet, da sie auf dem Weg oft mit Steinen beworfen wurden. Eine Schwester der beiden wurde sogar einmal von einem Stein am Kopf getroffen und erlitt eine Gehirnerschütterung. Gänzlich andere Erfahrungen machten die beiden Schwestern hingegen außerhalb der Schule, z.B. in ihren Sportvereinen. Dort hätten sie auch viele katholische Freunde gehabt und seien gut integriert gewesen. Halt fanden sie zudem in der evangelischen Kirchengemeinde, zu der sie jeden Sonntag fünf Kilometer laufen mussten. Der Kirchgang war den beiden Schwestern sehr wichtig, ebenso wie die Bewahrung von Traditionen, weil beides eine Rückkehr zur Normalität bedeutete.

Marianne Schmidt, geboren 1937 im niederschlesischen Weißenstein (Biały Kamień), entgegnete auf die Frage von Lea und Pina, an welchen Moment nach ihrer Ankunft sie sich am besten erinnern könne: „Besonders war für mich der Moment, als ich auf den [katholischen] Bauernhof kam [zu dem Zeitpunkt war sie ca. zehn Jahre alt]. Dort hatte ich zum ersten Mal wieder das Gefühl, ein Zuhause zu haben und angekommen zu sein. Ich musste zwar viel und auch schwer arbeiten, aber ich gehörte dann einfach mit zur Familie. [...] Der Bauer hat mir auch später unter anderem mein Konfirmationskleid bezahlt." Gerade im zwischenmenschlichen Bereich gab es immer wieder positive Erlebnisse zwischen katholischen Nachbarn und protestantischen Flüchtlingen. So erzählte auch Helge Flint (geb. 1937), die 1945 mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Hohensalza (Inowrocław) in Pommern über Rügen und Melle nach Münster geflohen war, ihren Gesprächspartnerinnen Julia, Sophia und Varumilla, dass die katholischen und evangelischen Kinder zwar zusammen gespielt hätten, dass aber immer wieder mehr oder weniger beleidigende Reime über die jeweils andere Konfession gemacht wurden – dies sei jedoch von den Kindern nicht unbedingt ernst gemeint gewesen. Vielmehr habe sie den Eindruck gehabt, dass hier Vorurteile der Erwachsenen unter den Kindern weitergegeben wurden.

In den vielen Gesprächen wurde immer wieder deutlich, dass die protestantischen Flüchtlinge im katholischen Münsterland sowohl Ablehnung und Ausgrenzung als auch gemeinsames Miteinander und gelebte Ökumene erfahren haben.

Der Dialog zwischen den Generationen in der Villa ten Hompel war für alle Beteiligten sehr interessant, aufschlussreich und menschlich sichtlich bewegend. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir als Gesellschaft erneut vor der Herausforderung stehen, eine große Anzahl von Flüchtlingen zu integrieren, hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, aus den Erfahrungen und Erzählungen der älteren Generation für unsere heutige Gegenwart zu lernen. Sowohl die Zeitzeugen als auch die Schülerinnen und Schüler haben sich über das Interesse und die Wertschätzung der jeweils anderen Generation sehr gefreut.

Am Erzählcafé nahmen aus der Klasse 9a des Annette-Gymnasiums teil: Julius Domagk, Hendrik Garmann, Pina Gerding, Lea Kamphuis, Nils Lammers, Fee und Sophia Lepsien, Linus Knickenberg, Julia Pago, Luca Steingaß, Paul Troschel, Varumilla Varatharajan und Charlotte Weßling.

Ihre Gesprächspartner waren: Irmgard Abend (geb. 1934), Annelies Karbach-Nickel (geb. 1936), Helge Flint (geb. 1937), Martin Hübner (geb. 1939), Edeltraud Klyszcz (geb. 1925), Renate Meyer (geb. 1940), Marianne Schmidt (geb. 1937) und Verena Walter (geb. 1934).
Unterstützt wurden die Gesprächsrunden zwischen den Generationen von zwölf Teamerinnen und Teamern der Villa ten Hompel.

Die Idee zu dem Projekt hatten: Bärbel Dahlhaus (Evangelische Frauenhilfe der Epiphanias-Gemeinde Münster, bis 2012 stellvertretende Schulleiterin des Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasiums), Dr. Gundula Caspary (Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium) und Stefan Querl (stellvertretender Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel, Münster).

Fotos: Kirsten Schwarz-Weßeler und Stefan Querl

 

 

Die „Flaschenpost“ zu Besuch am Annette-Gymnasium

Von Lea und Pina, Klasse 8a

Wer kennt nicht die bunten „Flaschenpost“-Autos, die seit geraumer Zeit durch Münster fahren? Wir, die Klasse 8a des Annette-Gymnasiums, hatten zum Ende des Schuljahres,  im Rahmen des Politikunterrichtes Herrn Dieter Büchl, den Gründer des Unternehmens „Flaschenpost“, einen Getränkelieferanten, zu uns in die Schule eingeladen.

Bereits in der vorherigen Woche hatten wir uns Interviewfragen zu bestimmten Themenbereiche, wie z. B. die Entstehung des Unternehmens, den technischen und logistischen Ablauf einer Bestellung, sowie Chancen und Risiken bei der Unternehmensgründung, überlegt. Herr Büchl hat sich freundlicherweise für uns Zeit genommen und geduldig und ausführlich all unsere Fragen beantwortet. Wir haben viele neue, interessante, aber auch überraschende Informationen erhalten.

Wer hätte denn schon gewusst, dass nur ein einziger Mitarbeiter des Unternehmens „Flaschenpost“ im Bereich Marketing tätig ist, der gleichzeitig auch der Inhaber ist, oder, dass der Getränkelieferant aus Münster achtzig Autos besitzt? Oder dass das Unternehmen große Expansionspläne hat und bereits jetzt (im September) auch eine Niederlassung in Köln hat und weitere Städte folgen werden?
Zum Schluss schoss unsere Politiklehrerin Frau Westphal ein Foto von unserer Klasse mit Herrn Büchl. Es hat uns sehr gut gefallen, das informative Interview zu führen. - 09-2017

 

 

Leistungskurs Sozialwissenschaften im Bundestag

Im Rahmen der Studienfahrt nach Berlin besuchte der Leistungskurs Sozialwissenschaften (Q1) den Bundestagsabgeordneten Herrn Christoph Strässer. Herr Strässer, Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2002, empfing die Schülerinnen und Schüler sowie den begleitenden Lehrer in einem Nebengebäude des Reichstages.

Nach einigen wenigen Ausführungen zu seinem beruflichen und politischen Werdegang nahm sich Herr Strässer die Zeit, zahlreiche Fragen des Leistungskurses zu beantworten. Dabei wurden viele tagespolitisch aktuelle Themen aufgegriffen. So diskutierte Herr Strässer mit den Schülerinnen und Schülern über die Bedeutung der kürzlich erfolgten Abstimmung im Deutschen Bundestag hinsichtlich der "Ehe für alle". Auch blickte Herr Strässer auf die im September bevorstehenden Bundestagswahlen und zeigte sich optimistisch, dass die Wahlen für "seine" Partei, die SPD, noch nicht verloren seien.

Weitere Gesprächsthemen waren die Gefahren für unsere Demokratie durch das Erstarken von Links- und Rechtsextremismus sowie die Herausforderungen für Politik und Gesellschaft durch die gegenwärtigen Migrationsbewegungen nach Deutschland und Europa.

Die letzte Frage der fast 90-minütigen Diskussionsrunde griff dann ein "heißes Eisen" der Münsteraner Lokalpolitik auf. Herr Strässer als Präsident des SC Preußen Münster machte nochmals deutlich, dass aus Vereinssicht ein - privat finanziertes - neues Stadion unabdingbar sei für die sportliche Fortentwicklung des Clubs und er in der Standortfrage auf die konstruktive Unterstützung der Stadt Münster setzt. Ob und inwiefern der Verein in dieser Frage erfolgreich sein wird, bleibt sicherlich eine spannende Frage. Verbunden mit einem herzlichen Dank für das interessante und kurzweilige Gespräch verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler von Herrn Strässer und setzten das historisch-politische Besuchsprogramm in Berlin fort. - 8-2017

 

 

Gäste aus Brasilien zu Besuch

Vertreter der Universität UFFS und der Organisation Assessoar aus dem Bundesstaat Paraná (Südbrasilien) berichteten den Erdkundekursen der Jgst. EF von Frau Pietschmann und Frau Flöttmann-Rühl am Montag vor den Ferien über die Problematik des Agrobusiness, insbesondere in ihrem Bundesstaat.

Ungleich verteilte Landflächen und die Macht der industrialisierten Landwirtschaft, bei der hauptsächlich Soja als Viehfutter für Veredelungsbetriebe in Industrieländern angebaut wird, führen dazu, dass Kleinbauern verdrängt werden.

Die UFFS und Assessoar erklärten den Schülern, inwiefern sie sich für ein Bewusstsein dieser Problematik engagieren und was jeder einzelne, sowohl in Brasilien als auch in den Industrieländern zur Lösung beitragen kann. Die Veranstaltung war äußerst kurzweilig und regte zur Diskussion an. - 8-2017

 

 

Annette-Gymnasium erneut als landesbeste Schule ausgezeichnet!

10 Landespreise und 13 Förderpreise gehen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2016/17 an Annette-Schülerinnen und Schüler

„Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ – so lautet das Thema des diesjährigen Geschichtswettbewerbes um den Preis des Bundespräsidenten. Über 60 Schülerinnen und Schüler des Annette-Gymnasiums aus allen Jahrgangsstufen haben sich seit September auf historische Spurensuche begeben und untersucht, welche Wirkung und welchen Einfluss Glauben und Religion auf das Zusammenleben der Menschen in der Geschichte hatten und bis heute haben.

Sie ließen sich dabei auf vielfältige Themen ein: Laurin Heinemann, Ole Garmann, Soban Ahmad und Julia Aichele beschäftigten sich beispielsweise mit dem Stellenwert der Religion in der DDR, Isabelle Schmoltzi ging dem vermeintlichen Wunder einer stigmatisierten Frau aus Dorsten nach, während sich Carina Ebert mit den Auswirkungen der frühneuzeitlichen Türkenkriege auf Münster beschäftige. Weitere Themen waren der Umgang mit dem Glauben in der NS-Zeit oder auch die Kriegsgefangenenseelsorge damals und vieles mehr.

Während der sechsmonatigen Projektzeit wurden die Schülerinnen und Schüler zu selbständigen Forschern. Sie befragten Zeitzeugen und Experten, lasen alte Zeitungen und recherchierten in Bibliotheken und Archiven. Unterstützt wurden sie dabei von unseren Tutoren und Geschichtslehrern Katy und Dr. Wolfhart Beck, Dennis Benthin und Kim Keen sowie zwei Studenten vom geschichtsdidaktischen Institut der Universität Münster.
Neben der wöchentlichen Geschichts-AG trafen sich die Jungforscher zu zwei ganztägigen schulischen Workshops im Dezember und im Januar.

Zu tun gab es dort viel: Recherchen wurden vertieft, Probleme besprochen und erste Texte geschrieben. Das gemeinsame Arbeiten beflügelte auf den letzten Metern, Ende Februar war Einsendeschluss.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Mit insgesamt 23 Preisen ist das Annette-Gymnasium erneut landesbeste Schule. Die zehn Landespreise wurden jetzt am 3. Juli im Haus der Geschichte in Bonn überreicht, wo Schulleiterin Anette Kettelhoit auch den mit 1.000 Euro dotierten Schulpreis entgegennahm. Die Landespreisträger gehen zudem in die nächste „Jury-Runde“ und haben noch Chancen auf einen Bundespreis und vielleicht auch auf eine damit verbundene Reise nach Berlin zum Bundespräsidenten. - 7-2017

 

 

Firma !HEPP zu Besuch am Annette-Gymnasium

Am vergangenen Freitag besuchte Stefan Höslinger, Geschäftsführer der Firma !HEPP, den SoWi-Wirtschaft-Kurs (EF) von Frau Eßer. Ziel der dreistündigen Unterrichtseinheit war die Vermittlung von praktischem Wissen zu Aufgaben und Funktionsweise eines Unternehmens sowie das Auseinandersetzen der Jugendlichen mit den Aufgaben eines solchen in einer sozialen Marktwirtschaft aus erster Hand.

Herr Höslinger führte mit der Abgrenzung der Begriffe Unternehmen und Konzern in das Thema ein und stellte dabei gängige Unterscheidungskriterien von Unternehmen, wie Größe, Umsätze oder die verschiedenen Rechtsformen vor. Anhand seines eigenen Betriebs vermittelte er praxisnah, welche Kernfunktionen Unternehmen erfüllen müssen.

Als Beispiele nannte er hierfür z. B. das Bereitstellen von Arbeitsplätzen, Forschung und Innovation. Darüber hinaus informierte Herr Höslinger über Unternehmensaufgaben und Herausforderungen, denen sich ein Unternehmen tagtäglich stellen müsse. Bei nahezu Vollbeschäftigung und einem zunehmenden Fachkräftemangel seien dies in erster Linie eine Optimierung von Personal- & Organisationsentwicklung.

Die am münsteraner Hafen ansässige Firma !HEPP kooperiert seit einigen Jahren mit dem Annette-Gymnasium, um Schülerinnen und Schülern die Arbeitsweise des selbstständigen Unternehmers sowie innere Strukturen bis zu denen eines Großkonzerns näherzubringen.

!HEPP Unternehmensimpulse: www.hepp.ms

von Louis Reusch - 7-2017

 

 

Stadtplanung vor Ort – eine Exkursion des Erdkunde-Leistungskurses

Am vergangenen Dienstag fand die Doppelstunde des Leistungskurses der Q1 von Herrn Streyl nicht im Schulgebäude statt, sondern es wurde die Stadtplanung vor Ort thematisiert.

Mit Rädern, Helmen und Sicherheitswesten „gewappnet“ wurden mehrere Standorte in Münster angeradelt, um dort vor Ort eine Analyse vorzunehmen. Unter anderem wurde im Geistviertel das Modell der Gartenstadt von Howard anhand des Wohnviertels Grüner Grund /Habichtshöhe herausgearbeitet.

Anschließend fuhr der Kurs zur Weißenburg, einer autofreien Siedlung. Dort wurden mit Hilfe von Beobachtungsbögen und Befragungen die Ziele und Weiterentwicklung des Projektes analysiert und dessen Umsetzung kritisch reflektiert. - 6-2017

 

 

"City à la carte" - 9e erforscht Handel in Münster

von Nico Düsenberg

Eine Erdkundeexkursion führte die 9e am vergangenen Freitag in die Innenstadt. Dort teilte sich die Klasse in mehrere Gruppen auf, um die Shopping-Situation in Münster zu erforschen. Ausgerüstet mit Stift und Stadtplan wagten die Neuner einen Blick in das Sortiment verschiedener Gewerbe in der Altstadt.

Der Ausflug fand im Rahmen ihrer aktuellen Unterrichtsreihe zum Thema „Stadtentwicklung“ statt. Vor ihrer Rückkehr zur Schule belohnten sich einige Schüler noch mit einem Eis. Das Forschungsvorhaben war wohl ein echter Erfolg. - 6-2017

 

 

Erdkunde-Kurse der EF im Bioenergiepark

von: Isabel Averkamp, Fuat Dilek, Louis Reusch (EF)
Am vergangenen Mittwoch unternahmen wir Schülerinnen und Schüler der Erdkunde-EF-Kurse von Frau Keen und Frau Pietschmann eine spannende Exkursion zum Bioenergiepark Saerbeck.

Zunächst wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Als erste Gruppe ging es für uns auf eine Rundfahrt durch das gesamte Gelände, wobei wir viel Neues über erneuerbare Energien lernten. Halt machten wir dabei an der Biogasanlage sowie den riesigen Photovoltaik-Platten; wir durften uns sogar ein Windrad von innen anschauen. Interessant war ebenfalls der aufwendige Vorgang, um aus Bioabfällen düngefähigen Kompost herzustellen.

Nach einer kurzen Mittagspause wechselten sich unsere Gruppen ab. Diejenige, die das Areal bereits begutachten konnte, durfte Frau Werning (Erdkunde-Lehrerin aus Saerbeck) bei einer informativen Präsentation bezüglich der „Wichtigkeit regenerativer Energien“ zuhören. Im Anschluss daran experimentierten wir eigenständig an verschiedenen Stationen zum Thema „nachhaltige Energienutzung“.
Alles in allem war die Exkursion eine sinnvolle Ergänzung zu aktuellen Unterrichtsinhalten und aus unserer Sicht in jedem Fall weiterzuempfehlen. - 6-2017

 

 

„Damit so etwas nicht nochmal passiert“ –  Israelis zu Besuch in Münster

Nachdem vier Schülerinnen und Schüler mit Frau Müller und Frau Keen (für die Villa ten Hompel) bereits im Januar im Rahmen eines neuartigen Yad Vashem – Partnerschulprojekts in Israel waren, fand vom 16. bis 21. Mai 2017 der Gegenbesuch der israelischen Gruppe in Münster statt. Auch hier befasste man sich hauptsächlich mit Themen im Rahmen der Shoa-Education.

In Münster und Umgebung besuchte die Gruppe unter anderem die alte Synagoge in Drensteinfurt. Am Mittwoch, den 17.5., wurden die Jugendlichen vom Oberbürgermeister Herrn Lewe im Friedenssaal empfangen (siehe Bild). Nachdem alle die Stadt (und insbesondere die Israelis die lokalen Shoppingmöglichkeiten) kennengelernt hatten, führte Dr. Christoph Spieker, der Chef der Villa ten Hompel, durch die Ausstellung in der Villa. Der europäischen Dimension des Projektes wurde am nächsten Tag mit einem Ausflug nach Amsterdam entsprochen. Dort besuchte die Gruppe das Anne-Frank Haus und das Van Gogh Museum. Am Freitag wurden in Workshops kontroverse Fragen von Täter- und Opferperspektiven mit den Schülerinnen und Schülern durch eine gezielte Quellenarbeit erarbeitet.

Nach dem Mittagessen wurden aktuelle Herausforderungen wie Fragen des modernen Antisemitismus, Rassismus, Rechtspopulismus und nationale Differenzen bezüglich Nationalstolz und der Haltung zum Militär diskutiert. Der nächste Tag schloss mit dem Besuch zweier Referenten des Projekts „Life back home“ inhaltlich daran an, indem diese von ihren Fluchterfahrungen aus Syrien berichteten. Im Anschluss reflektierte die Gruppe das Gesamtprojekt in einer Diskussionsrunde unter der Leitung von Frau Ministerin Silvia Löhrmann, Dr. Christoph Spieker und Kim Keen. Die Diskussionsergebnisse wurden dann in Form von Plakaten künstlerisch festgehalten, ehe die Gruppe in den frühen Morgenstunden zur Heimreise antrat.

Wir danken allen Beteiligten der Villa den Hompel, von Yad Vashem, der Partnerschule in Rishon de Zion und natürlich auch den anderen deutschen Yad Vashem Partnerschulen für die spannenden und sehr bereichernden Tage und hoffen sehr, dass sich das Pilotprojekt etablieren kann. - 6-2017

 

 

"Life back home": Geflüchtete berichten in den Differenzierungskursen GePoEk

"Ich hätte nicht gedacht, dass ihr so gebildet seid". Diese ehrliche Antwort gab ein Schüler auf die Rückfrage der Referenten, welche Vorstellungen sie zuvor von ihnen gehabt hätten.

Bei dem Besuch in den beiden Differenzierungskursen GePoEk der Klasse 8 von Frau Beck und Frau Keen berichteten Marah und Mohammed sowohl von ihrem Leben vor dem Krieg in Syrien als auch von ihrer Flucht und dem Ankommen in Deutschland. Dabei wurde es nochmals deutlich, wie wichtig es ist miteinander statt nur übereinander zu reden.

Die beiden jungen Syrer schilderten eindringlich, welche unterschiedlichen Erfahrung sie mit den jeweiligen Menschen vor Ort gemacht haben. "In Ungarn war es am schlimmsten. Dort wurden wir nicht wie Menschen behandelt", berichtete Marah. Mohammed scheute sich nicht, auch kritische Fragen anzusprechen: "Bestimmt habt ihr euch schon mal gefragt oder die Frage gehört, warum viel junge Männer alleine flüchten. Wir müssten in die Armee. Das bedeutet töten und die hohe Wahrscheinlichkeit selber getötet zu werden."

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich besonders beeindruckt von den hervorragenden Sprachkenntnissen, die die beiden in der kurzen Zeit erworben haben. - 5-2017

 

 

Der DGB zu Besuch am Annette-Gymnasium

Am letzten Freitag besuchte der Jugendbildungsreferent des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Felix Eggersglüß das Annette-Gymnasium. Die 12 Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Sowi/ Wirtschaft (Q1) von Frau Esser und Herrn Bergmann hatten dabei die Gelegenheit, die theoretisch erworbenen Lerninhalte praxis- und lebensnah zu vertiefen und zu erweitern.

Im Zentrum der Expertenbefragung standen vor allem Fragen nach der Funktionsweise und den Aufgaben der Gewerkschaften sowie ihrer veränderten Rolle und Bedeutung im Laufe der Zeit. Gleichzeitig hatten die Schülerinnen und Schüler aber auch Gelegenheit, Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen und diese mit dem Gewerkschafter kontrovers zu diskutieren.

Besonderes Interesse zeigten sie dabei an der aktuellen Frage, ob die Agenda 2010 eher als ein sozialpolitisches Problem oder ein beschäftigungspolitischer Erfolg zu sehen ist. Die damit verbundene Frage nach dem Bedeutungsverlust des Normalarbeitsverhältnisses und der Zunahme atypischer Beschäftigungsformen, wie beispielsweise Leiharbeit und Mini-Jobs, regte ebenfalls zu einem intensiven Austausch an.

Der DGB ist ein Dachverband autonomer Einzelgewerkschaften und der größte seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland, der sich dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet hat. Ihm gehören acht Mitgliedsgewerkschaften mit über sechs Millionen Mitgliedern an, die aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen und Branchen stammen. - 5-2017

 

 

Interkulturelle Begegnung mit jungen Geflüchteten

Im Schuljahr 2016/2017 gab es für uns, den SoWi-Zusatzkurs 4 unter Leitung von Frau Massing, die Möglichkeit verschiedene Begegnungen mit den Teilnehmern des Deutschkurses der Werkstatt für Kultur und Bildung zu organisieren. Nach gemeinsamer Planung haben wir uns für folgende Aktionen entschieden:

Besuch der SchülerInnen des Annette-Gymnasiums in der Kulturwerkstatt, um zunächst eine gemeinsame Deutschstunde zu erleben. Es ging um die Einführung des Perfekt, für uns selbstverständlich, für die ausländischen SchülerInnen nach nur wenigen Deutschstunden eine große Herausforderung.

Anschließend fanden Gespräche zwischen uns und den Schülern des Deutschkurses statt. Dabei konnten sich in einer Art Speed-Dating möglichst viele SchülerInnen kennen lernen und miteinander sprechen. Vorgeschlagene Themen erleichterten die Kommunikation, z.B. die Situation im Herkunftsland, Feste in Deutschland und im Herkunftsland, das Schulsystem. Alle Beteiligten nutzten die Gelegenheit, sehr konzentriert miteinander ins Gespräch zu kommen und Neues zu erfahren. Danach stand für alle fest, dass weitere gemeinsame Treffen stattfinden sollten.

Daher wurden zwei Nachmittage gemeinsam mit einem Tanzpädagogen des "Tanzraumes" gestaltet, der uns einzelne Tanzschritte – allein, als Kleingruppe und zum Schluss in einer gemeinsamen kleinen Choreografie in zwei großen Gruppen – vermittelte. So wurden Kommunikationssituationen geschaffen, entsprechend den zu dem Zeitpunkt noch relativ geringen Deutschkenntnissen der ausländischen Jugendlichen verbunden mit kurzen Gesprächen.

Nach dem angeleiteten Teil am ersten Termin kam es spontan zu gemeinsamen Tanzaktionen, besonders interessant war die Anleitung der Sprachschüler zu gemeinsamen Tänzen aus ihren Heimatländern zu entsprechender Musik, die auf dem Smartphone schnell gefunden wurde. Nach dem zweiten angeleiteten Teil kam es wieder zu regen Gesprächen in Kleingruppen.

Thematisch passte zu dieser Aktion ein gemeinsamer Besuch einer Probe des Tanztheaters Münster, das uns ermöglichte, eine Probe zu "Romeo und Julia" zu erleben. Tänzer aus vielen Nationen wirken zusammen und müssen sich verständigen, um den Zuschauern einen optimalen Tanzabend zu ermöglichen. Die SprachschülerInnen kannten den Inhalt zum Teil aus ihren Heimatländern, unsere Schüler hatten den Text teilweise im Englischunterricht besprochen.

Es kam der Wunsch auf, gemeinsam zu kochen und landestypische Spezialitäten kennen zu lernen. Wir fanden in einer Kirchengemeinde eine kleine Küche und einen Gemeindesaal, die wir nutzen konnten. Die Möglichkeiten reichten leider nicht für ein gemeinsames Kochen eines umfassenden Menüs, aber wir entschieden, passend zur Vorweihnachtszeit Plätzchen zu backen und dabei in Kleingruppen ins Gespräch zu kommen. Es entwickelte sich ein anregender Nachmittag mit der Möglichkeit, ihn mit Tee und selbstgebackenen Plätzchen abzuschließen.

Die nächste Planung richtete sich auf eine weitere gemeinsame Aktion in Kleingruppen. Als Rahmen wurde ein Stadtspiel entwickelt, bei dem kleine Gruppen gemeinsam Aufgaben in der Innenstadt lösten. Auch hierbei entwickelten sich viele anregende Gespräche, insbesondere den Lernfortschritt bei den ausländischen Jugendlichen konnten wir registrieren. Außerdem wirkte sich aus, dass wir uns in verschiedenen Situationen begegnet waren und alle SchülerInnen sich immer "lockerer" begegneten.
Zum Abschluss dieses Nachmittags sahen wir uns gemeinsam Fotos an, die in den verschiedenen Situationen entstanden waren; besonders die Fotos von den Tanzaktionen führten zu Erstaunen und Lachern.

Als Abschluss der Begegnungen werden wir im Rahmen der "Wochen gegen Rassismus" gemeinsam zum Thema "100% Menschenwürde" arbeiten.

Für uns alle waren die Begegnungen bereichernd und vielleicht sogar prägend. Wir haben viel gelernt in diesem Projekt! - 3-2017

 

 

SoWi-Kurs besucht Oberverwaltungsgericht Münster

Autor: Louis Reusch (EF)

Am vergangen Mittwoch konnten die Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaften/Wirtschaft-Kurses (EF) von Frau Eßer interessante Einblicke in die Aufgabenfelder eines Oberverwaltungsgerichtes gewinnen.

Zunächst gab es einen kurzen Vortrag zur Historie des Gebäudes, das in den 1940er Jahren nahe unserer Schule errichtet wurde. Es gab damals einen hochumworbenen Architektenwettbewerb. Heute finden sich ebenfalls einige Kunstobjekte im modern gestalteten Foyer.

Ein angeschlossener Vortrag Herrn Neumanns, der als Richter im Oberverwaltungsgericht tätig ist, brachte den SuS näher, was es überhaupt bedeutet, sein Recht gegenüber dem Rechtsstaat geltend zu machen. Hierbei stellte Herr Neumann u. a. ein paar interessante Fälle vor, wie die Klage des Musikers (Rappers) Bushido im letzten Jahr oder die aktuelle Klage gegen ein Gesetz zur Bevorzugung von Frauen bei der Einstellung und Beförderung im öffentlichen Dienst.

Der Besuch des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen gestaltete sich für die Schülerinnen und Schüler als abwechslungsreiche und zugleich passende Ergänzung zum Unterricht, wo z. Z. die Staatsstrukturprinzipien der BRD und ganz aktuell die Rechtsstaatsprinzipien im Mittelpunkt stehen. - 3-2017

 

 

Großer Erfolg beim Bundes- und Landeswettbewerb „Philosophischer Essay 2016"

Raphael und Magdalena Bellm beteiligten sich im Jahr 2016 auf Initiative ihrer Philosophielehrer Reinhard Kurzer und Florence Kunze am bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Philosophischer Essay 2016“. Besonders würdigen kann man ihren außerordentlichen Erfolg erst dann, wenn man weiß, dass 1000 Essays eingereicht worden waren. Lediglich 25 davon wurden prämiert! Die Verfasser/innen wurden anschließend belohnt und zur Akademie vom 7. bis 10. Februar 2016 ins Franz-Hitze-Haus in Münster eingeladen. Unter ihnen: Raphael und Magdalena Bellm.

In einer vierstündigen Klausur schrieb Magdalena dort einen Essay zu einem Zitat aus Georg Büchners „Dantons Tod“, welches lautet:  „Es wurde ein Fehler gemacht, wie wir geschaffen wurden; es fehlt uns etwas“; Raphael hingegen setzte sich mit dem Zitat aus R. W. Emersons „Considerations by the way“ über den negativen Einfluss der Massen auf das Individuum auseinander.

Dabei sei es um die Verzerrung der individuellen Meinung durch Oberflächlichkeit bei Massenkundgebungen  („hurrah of the masses“) und deren Bedeutung für die Demokratie gegangen, erläutert er.  Raphael belegte schließlich zusammen mit Leonie Hong aus Baden-Württemberg den 2. Platz und wird Deutschland und damit auch unsere Schule bei der Internationalen Philosophie-Olympiade in Rotterdam Ende Mai vertreten.

Beide haben eine großartige Leistung erbracht, der sowohl Philosophielehrer Reinhard Kurzer als auch Schulleiterin Anette Kettelhoit größten Respekt zollten. Unser Bild zeigt beide zusammen mit Raphael und Magdalena Bellm anlässlich der feierlichen Würdigung ihrer Leistung. Auf die „Internationale Philosophie-Olympiade“ in Rotterdam sind alle jetzt schon sehr gespannt, vor allem mit Blick auf die Inhalte, über die dort nachgedacht werden wird: „Fragen soziologischer Identität“ stehen dort auf der Agenda.- 3-2017

 

 

Annette-Schüler/innen besuchen WL BANK

Am vergangenen Donnerstag besuchten die Schüler/innen des Kurses Sozialwissenschaften/Wirtschaft unserer Q1 die WL BANK in Münster. Ziel des Unterrichtsvormittages waren die Vermittlung von praktischem Wissen zur Geldpolitik am Beispiel der Immobilien- und Kommunalfinanzierung und das unterrichtsrelevante Thema der europäischen Geldpolitik des Eurosystems.

Weil die Lerninhalte eher theoretisch angelegt sind, waren die Jugendlichen auf die Ausführungen eines Praktikers besonders gespannt. Denn hier erlebten sie, was die Europäische Zentralbank für die Praxis einer Bank und einer Volkswirtschaft bedeutet. Besonders intensiv wurden vor diesem Hintergrund die Instrumente der Zentralbanken in „normalen“ Zeiten einer Volkswirtschaft und die aktuelle Zinspolitik der EZB in Zeiten der Eurokrise beleuchtet. Darüber hinaus erklärte ein Auszubildender den Schülern auf Augenhöhe den Aufbau einer Pfandbriefbank am Beispiel der WL BANK.

Die WL BANK und das Annette-Gymnasium kooperieren seit einigen Jahren, um Schülerinnen und Schüler bei der Berufsfindung zu unterstützen. Die Zusammenarbeit ist eingebunden in das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Die WL BANK möchte auf diese Weise junge Menschen auf die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten in einer Pfandbriefbank aufmerksam machen. Gleichzeitig nutzt das Annette-Gymnasium die Kooperation, um Theorie und Praxis stärker miteinander zu verzahnen. - 2-2017

 

 

Flagge zeigen gegen Gewalt - Annette-Schüler/innen gedenken den Opfern des Nationalsozialismus

Unter den Millionen Menschen, denen die Nationalsozialisten auf grausame Weise das Leben raubten, waren auch Menschen, die in Münster lebten, von dort deportiert und vergast wurden, weil sie Juden waren. An sie erinnerten am Freitag, 75 Jahre nach der Deportation, eine Reihe von Münsteraner Schulen. Sie zeigten bei einer Veranstaltung auf dem Platz des Westfälischen Friedens Flagge gegen Hass, Gewalt und Völkermord.

Im Vorfeld hatten auch die Schüler/innen unseres Geschichtskurses in der Q2 die Biographien Verfolgter herausgearbeitet und diese im öffentlichen Raum mit Plakaten bei den verlegten Stolpersteinen sichtbar gemacht. Abgeschlossen wurden die Einzelaktionen der neun teilnehmenden Schulen nun mit der gemeinsamen Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Markus Lewe.

Kim Keen, Lehrerin am Annette-Gymnasium und mit einem Teil ihres Deputats zum Geschichtsort Villa ten Hompel abgeordnet, hatte zum gemeinsamen Gedenken der Schulen aufgerufen. Es kamen etwa 160 Schüler/innen und erinnerten an die Münsteraner, die am 27. Januar 1942 die Deportation erdulden mussten. - 1-2017

 

 

„Damit so etwas nie wieder passiert“

Vom 19.  – 26. Januar nahmen vier Schüler/innen des Annette-Gymnasiums mit ihren Lehrerinnen Frau Müller (für das Annette-Gymnasium) und  Frau Keen (für den Kooperationspartner Villa ten Hompel) am ERASMUS+ - Projekt  „Jugend in Aktion - Studying the Shoa: “Learning about Human Decisions, Reflecting on Responsibility”: A joint study project for German and Israeli students“ teil. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der anderen Yad Vashem Partnerschulen Nordrhein-Westfalens, sowie deren Lehrkräften, erreichten die Annette-Schüler am Nachmittag des 19. Januars Jerusalem, wo sie herzlich von den Mitarbeitern von Yad Vashem in Empfang genommen wurden.

Am nächsten Tag erfolgte sogleich das Kennenlernen der israelischen Schülerinnen und Schülern in Rishon LeZion, einer Partnerstadt Münsters. Nach einem herzlichen Empfang hatten alle die Gelegenheit die Schule der Israelis kennen zu lernen und einen Einblick in den Lehrplan der „Aerospace“-Klasse zu bekommen. Ein Highlight des Tages war ganz sicherlich der Besuch des Strandes bei 23°C. Am Abend besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler einen Shabbat - Gottesdienst einer modern orthodoxen Gemeinde in Jerusalem – ein Erlebnis, was alle, insbesondere aufgrund der Herzlichkeit und Offenheit der jüdischen Gemeinde, nachhaltig berührte.

Am Samstag erlief sich die deutsche Gruppe die Jerusalemer Altstadt. Spätestens jetzt wurde allen bewusst, wie vielfältig die Stadt ist und welch große Rolle die Religionen hier spielen. Besonders beeindruckend waren sicher Orte wie die Klagemauer, die Grabeskirche und die verschiedenen Märkte im Trubel der engen Gassen.

Die Arbeit in Yad Vashem begann dann am Sonntag: zunächst lernten die deutschen Schülerinnen und Schüler verschiedene jüdische Identitäten kennen und beschäftigten sich mit jüdischem Leben vor dem Holocaust. Wie unglaublich viele jüdische Gemeinden von diesem betroffen waren, wurde am Nachmittag im „Valley of the Communities“ bewusst.

Das lang ersehnte Wiedersehen mit den israelischen Schülerinnen und Schülern fand dann am Montagmorgen statt. Im Anschluss an das obligatorische Gruppenfoto wurden „gemischte“ Gruppen aus Schülerinnen und Schülern der zwei Nationalitäten durch das historische Museum in Yad Vashem geführt. Auch die übrigen Workshops der nächsten Tage, die sich mit Einzelschicksalen von Juden während des Holocausts, mit Kunst des Yad Vashem Art Museums oder der Geschichte der „Gerechten unter den Völkern“ beschäftigten, waren höchst emotional und führten zu spannenden Diskussionen zwischen allen Anwesenden. Höhepunkte dieser Workshops waren sicherlich die Begegnungen mit zwei Überlebenden des Holocausts. Bert Badihi überlebte mit falschen Dokumenten bei einer christlichen Familie, während George Sheffi mit einem Kindertransport nach England gebracht wurde. Die beiden Zeitzeugenbesuche wurden von der Gruppe als besonders eindrucksvoll geschildert. „Es ist einfach etwas anders, die Geschichte eines Menschen direkt von ihm zu hören, statt ‚nur‘ darüber zu lesen oder einen Film zu sehen“, so ein Schüler.

Nachdem Mittwochabend die Israelis verabschiedet worden waren (der Gegenbesuch wird im Mai erfolgen), bereiteten sich die deutschen Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern auf die Begegnung mit der Ministerin für Schule und Weiterbildung Silvia Löhrmann am letzten Tag vor. Diese war aufgrund des Holocaust-Gedenktages am 27.1. nach Israel gereist. In einem ausführlichen Gespräch berichteten die 16 Schülerinnen und Schüler von ihren Erlebnissen und Begegnungen in Jerusalem. Wichtig ist dabei ganz sicher das Fazit, was von allen gezogen wurde: Keiner der Anwesenden trägt Schuld daran, was während des Holocaust passiert ist. Aber gerade in Hinblick auf aktuelle politische Ereignisse und das deutschland- und europaweite Erstarken der rechten Parteien ist es unser aller Verantwortung, dass so etwas nie wieder passiert. Es gibt Grenzen, die auf keinen Fall (erneut) überschritten werden dürfen. Im Detail kann der Besuch auf dem Blog der Gruppe nachverfolgt werden. - 1-2017

 

 

Annette-Schüler führen durch 70 Jahre NRW-Geschichte

Das Land NRW ist 70 Jahre alt geworden. Es wurde am 23. August 1946 von der britischen Besatzungsmacht gegründet, am 21. Januar 1947 kam das Lippe hinzu – Grund genug für eine Ausstellung und einen Rückblick auf die vergangenen sieben Jahrzehnte. In der Bürgerhalle der Bezirksregierung Münster am Domplatz wurde am Freitag die Ausstellung „schwarz-weiß wird bunt. 70 Jahre NRW 1946-2016“ des Landesarchivs NRW durch den Regierungspräsidenten Prof. Dr. Reinhard Klenke und die Abteilungsleiterin des Landesarchivs, Frau Dr. Mechthild Black-Veldtrup, feierlich eröffnet.

Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Q2 von Dr. Beck führten anschließend die zahlreichen Gäste durch die Ausstellung. Sie hatten sich zuvor im Unterricht intensiv mit der Landesgeschichte auseinandergesetzt. Nun konnten sie kompetent und fesselnd dem interessierten Publikum erklären, wie es überhaupt zur Landesgründung kam, wie sich seit der Nachkriegszeit Arbeitswelten, Freizeit und Konsum entwickelten, warum NRW „Energieland Nr. 1“ ist und was das für die Zukunft bedeutet.

Weitere Schwerpunkte waren die Auseinandersetzung mit dem NS-Erbe, die vielfältigen Bildungsreformen, die Rolle der Städte, die Entwicklung des Verkehrs, die lange Geschichte der Migrationen sowie die Rolle von Kultur, Brauchtum und Sport in unserem Bundesland. Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Februar in der Bürgerhalle der Bezirksregierung am Domplatz zu sehen. - 1-2017

 

 

„Life back home“ – ein Projekt im bilingualen Geschichtskurs der EF

„Wer die Menschen aus anderen Kulturen verstehen möchte, sollte sie kennenlernen“, schreibt die Journalistin Ulrike Henningsen auf der NDR-Homepage. Damit bezieht sie sich auf das Projekt „Life back home“, bei dem junge Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind oder hier ein Visum erhalten haben, von ihrem Leben vor, nach und während der Flucht erzählen. Muhammad Uharsa, Ali al Attar und Lubna Kharsa waren kurz vor Weihnachten auf Einladung von Geschichtslehrerin Nicola Taneri im bilingualen Geschichtskurs der EF zu Gast.

Was sie zu erzählen hatten, war beeindruckend. Lubna Kharsa ist inzwischen als Ärztin in Dinslaken tätig, ihr Bruder Muhammad Uharsa bemüht sich gegenwärtig noch um seine Approbation als Arzt in Deutschland. Sehr eindringlich zeigte er anhand von Bildern aus seiner Heimat Syrien auf, wie dort verschiedene Religionen einträchtig zusammenlebten, bis als Folge des „Arabischen Frühlings“ der Bürgerkrieg ausbrach. Ganz anders als Muhammad Uharsa und Lubna Kharsa, die beide - mit einem Visum ausgestattet - in Deutschland leben,  erging es Ali al Attar.

Er war unter Lebensgefahr und unter großen Entbehrungen über das Mittelmeer und dann auf der Balkanroute nach Deutschland geflüchtet. Zwei sich in einer Schnittmenge überlagernde Kreise, die er an die Tafel zeichnete, machten deutlich, was die drei Gäste und die anwesenden Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte einerseits trennt, andererseits verbindet: Trennend sind sicherlich – so stellte er heraus – verschiedene Traditionen, Sprachen und Sitten, gemeinsam jedoch sind z.B. der Wunsch nach Frieden, Freiheit und Unversehrtheit.

Und noch etwas zeigte sich in der anschließenden Diskussion, die übrigens auf Englisch geführt wurde: Der Wille und die Fähigkeit,  sich zu integrieren aufseiten der Gäste aus Syrien und dem Irak, aber auch die Fähigkeit zur Kommunikation und zum Verständnis seitens der Gastgeber. - 1-2017

 

 

Helden ohne Geld auf winterlicher Mission

Der Winter steht vor der Tür und hat bereits zaghaft angeklopft. Daher hat es sich der Projektkurs „Held ohne Geld“ in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht, vor allem denjenigen Menschen eine (herzer-)wärmende Freude zu bereiten, die den Witterungsbedingungen in besonderem Maße ausgesetzt sind.

So wurden bei den Fünft- und Sechstklässlern Kleiderspenden wie Winterjacken und Decken sowie auf den Elternsprechtagen und im Lehrerzimmer zusätzliche Geldspenden erbeten. Die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses sortierten die Winteraccessoires und packten diese in Tüten, zusammen mit durch die Spenden finanzierten Hygieneartikeln und Wasser. Anschließend wurden die Winterpäckchen sowohl direkt an Bedürftige in der Innenstadt verteilt als auch an das Haus der Wohnungslosenhilfe übergeben.

Dabei war es eine große Freude, in die überraschten und freudigen Gesichter der Beschenkten zu schauen.

Die 13 Schülerinnen und Schüler des Projektkurses sowie die betreuenden Lehrerinnen Frau Quest und Frau Ripke bedanken sich herzlich für die große Spendenbereitschaft und wünschen frohe Weihnachten. - 12-2016

 

Gtesiegel Individuelle Frderung MINT-EC-Schule zur Frderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
Europaschule zur Frderung interkultureller und innovativer Lernprozesse CertiLingua - Exzellenzlabel fr mehrsprachige, europische und internationale Kompetenzen
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Termine

Fr, 24. 11. 2017

15:00 - 18:00 Uhr, Elternsprechzeit (vorrangig Kl. 5)

Fr, 24. 11. 2017

bis 01.12.2017, EF, Austausch mit Bilbao (SuS aus Bilbao am Annette-Gymnasium) Vorplanung

Mo, 27. 11. 2017

09:00 - 12:00 Uhr, ECHA-Austausch mit österreichischen Gästen i. d. Mediothek

Di, 28. 11. 2017

15:30 - 18:30 h, Elternsprechzeit für alle Jgst. (Oberstufe bitte vorrangig diesen Termin wählen)

Mi, 29. 11. 2017

20:00 Uhr, 2. Schulpflegschaftsitzung (Caféteria)

Fr, 01. 12. 2017

Jgst. 6, 7, Stufenparty (SV)

Mo, 04. 12. 2017

07:50 - 12:25 h, Kl. 8a, Alkoholpräventionstag

Di, 05. 12. 2017

07:50 - 12:25 h, Kl. 8c, Alkoholprävention Voll is out"

Mi, 06. 12. 2017

07:50 - 12:25 h, Kl. 8d, Alkoholprävention

Mi, 06. 12. 2017

10:25 - 11.25 Uhr, Jgst. 6, Vorlesewettbewerb

Do, 07. 12. 2017

07:50 - 12:25 h, Kl. 8e, Alkoholpräventionstag

(kurzfristige Änderungen vorbehalten)

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