Gesellschaftswissenschaften

Zum Bereich der Gesellschaftswissenschaften gehören in der Sekundarstufe I die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik. In der Sekundarstufe II umfasst der gesellschaftswissenschaftliche Bereich neben den Fächern Erdkunde und Geschichte auch die Fächer Sozialwissenschaften, Pädagogik und Philosophie. Im Abitur kann das Fach Religion ebenfalls den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich abdecken. Darüber hinaus wird am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in der Qualfikationsphase das Fach Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft angeboten, in dem auch Abiturprüfungen abgelegt werden können.

In der Oberstufe bieten wir in jedem Jahr Leistungskurse in den Fächern Erdkunde, Geschichte und Sozialwissenschaften sowie Grundkurse in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über eine Reihe der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Projekte und Aktionen, die im Verlauf dieses und des letzten Schuljahres im Bereich der Gesellschaftswissenschaften durchgeführt worden sind oder mit Beteiligung unserer Schule stattgefunden haben.

 

 

Ehrenamtliches Engagement im Projektkurs "Held ohne Geld"

Was es heißt, sich ehrenamtlich zu engagieren, das durften wir im Rahmen unseres Projektkurses „Held ohne Geld“ im Laufe des vergangenen Jahres lernen.

Aber eben dieses ehrenamtliche Engagement musste vorab sorgfältig geplant und vorbereitet werden. Unter der Leitung von Frau Quest und Frau Ripke haben wir zunächst einmal vorbereitend auf spätere Tätigkeiten gelernt, welche Kompetenzen für die Ausübung eines Ehrenamtes erforderlich sind. Darauf folgte die Recherche nach einer interessanten und geeigneten ehrenamtlichen Tätigkeit. Dabei erleichterten uns Konzepte wie die Freiwilligenagentur die Kontaktaufnahme zu unterschiedlichsten Institutionen.

Während der nächsten paar Monate führte jeder von uns sein Ehrenamt in doch sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Aufgabenfeldern aus. Unser soziales Engagement konfrontierte uns mit vielen Herausforderungen, sodass wir insgesamt viele neue Erkenntnisse erlangen konnten.

Eine Reflexion und Auswertung der Tätigkeit erfolgte durch das Verfassen einer Projektarbeit. Herausfordernd war zunächst die Suche nach einer passenden wissenschaftlichen Fragestellung. Die Arbeit sollte unsere Auseinandersetzung mit der ehrenamtlichen Tätigkeit widerspiegeln und dabei einen praktischen Teil mit einem theoretischen verknüpfen.

Auf die Fertigstellung unserer Arbeit folgte die Präsentation unserer Ergebnisse vor dem gesamten Kurs. Es war äußerst bereichernd einen Einblick in die unterschiedlichen Arbeiten zu erhalten. Jede Präsentation spiegelte die persönlichen Interessen und Erfahrungen der Kursmitglieder wider.

Nachdem sich jeder bereits individuell ehrenamtlich engagiert hatte, sollte nun die Organisation eines gemeinsamen Projektes in Angriff genommen werden. Schnell waren wir von der Idee angetan ein Paket gefüllt mit nützlichen und schönen Dingen anlässlich des Weihnachtsfestes an ein Waisenhaus im Kongo zu senden. Die Umsetzung dieser Idee ermöglichte uns der Verein „Mission Kongo e. V.“ aus Münster. Gespannt erwarten wir nun eine Rückmeldung der Kinder und Jugendlichen.- 2-2018

 

 

Projekt der Klasse 5c zum Holocaustgedenktag

von Sabrina Hamidi

Am heutigen Donnerstag, (24.1.2019) fand vormittags bei uns am Annette-Gymnasium in der Klasse 5c ein Projekttag im Rahmen der Münsteraner Holocaustgedenktage statt. Basierend auf Materialien aus Yad Vashem, die weiter entwickelt wurden und Leitgedanken der sogenannten „holocaust-education“ aufgreifen, wurde der Klasse anhand von einer Bildquelle ein altersgerechter Zugang zu der schweren Thematik ermöglicht. Nach einer Einstiegsrunde, in der es um Erwartungungen und Hoffnungen ging, begann die Spurensuche.

Die räumliche Verortung- wo liegt Prag, wo Theresienstadt? Wie weit ist das von Münster entfernt? und eine zeitliche Einordnung- über welche Zeit sprechen wir? Wie lange ist das her? Warum berührt uns die Geschichte immer noch? Wann ist Tommy geboren? erleichterte der Klasse den Zugang. Auf einem Zeitstrahl in ihrem Tagebuch konnten sie eintragen, wann ihre Großeltern geboren wurden und Nähe entstand zu dem kleinen Kind auf dem Buchcover, da viele Großeltern wie Tommy 1941 geboren wurden.

Die sehr jungen SuS wurden im Laufe des Vormuttags an ein „kinderleichtes und gleichzeitig tonnenschweres“ Kinderbuch herangeführt, das 1941 im Ghetto Theresienstadt entstanden ist. Die Eltern des kleinen Tommy wurden 1941 von Prag nach Theresienstadt depotiert. Sie mussten in aller Schnelle ihren Koffer packen und durften nur wenig Dinge mitnehmen. Auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c haben ihren „Koffer gepackt“ und historisches Entscheiden und Denken simuliert: Was nehme ich mich, wenn ich mich für ein einziges Objekt entscheiden musss?

Fast alle entschieden sich für einen Gegenstand, Foto oder ein Tier, das ihnen in Momenten der Einsamkeit Trost und Liebe spenden kann. Dann aber erfahren die Fünftklässler, dass der Familie bei Ankunft im Ghetto alles abgenommen wird, was ihnen wichtig und lieb war. Und dass die Familie sogar getrennt wird- sie werden sich nicht mehr wiedersehen. Was bleibt, aber erst viele Jahre nach Kriegsende zu Tommy kommt, ist das Buch, das sein Vater ihm malt.... „Für Tommy zum dritten Geburtstag“. Tommys Vater, ein Künstler, der seinen eigenen Tod vor Augen hat, malt heimlich für seinen kleinen Sohn zum 3. Geburtstag die Welt so wie sie eigentlich ist und sein sollte, nämlich voller wunderschöner Dinge in der Hoffnung, seinem Sohn wenigstens in Bildern wahres Leben und Farben schenken zu können.

Der nun gewählte Zugang zum Buch durch eine Bilderralley bot der Klasse einen sinnlichen, fast zärtlichen Zugang zu einer düsteren Thematik, die in schulischen Curricula sehr spät angepackt
wird und dann wenig Raum für die Auseinandersetzung mit Einzelschicksalen lässt, was im Kontext der holocaust education ein wesentlicher Aspekt ist. Sensibel und altersgerecht konnten Frau Habbel und Frau Hamidi dadurch den Fünftklässlern die Thematik von Ausgrenzung, Entrechtung und Vertreibung anhand wunderschöner Aquarellzeichnungen nahe bringen.

In Phasen der Stille konnte die Klasse in ihrem Projekttagebuch in die Rolle von Tommy schlüpfen und seinen Gedanken nachgehen. Sie konnte einen Brief schreiben an die Person, die sie am meisten beeindruckt hat und der sie danken oder sie Fragen stellen möchte.

Das Buch „Für Tommy zum dritten Geburtstag 22.1.44“ ist ein Bilderbuch, das Mut macht, das gemalt wurde, um gegen das Böse zu kämpfen und Leben zu versprechen. Das Buch als historische Quelle, die durch ihre Aufmachung kognitive und emotionale Überforderung ausschließt und bis zum Schluß Spielraum für individuelle Deutungen bietet, ist ein gelunger Einstieg auf dem Weg aus der gelehrten Geschichte zu lernen.

Den beiden Klassenlehrerinnen scheint die Thematik und die Notwendigkeit darüber zu sprechen gerade angesichts des Wiedererstarken des Nationalismus und Fremdenhasses sehr dringlich. In einer Abschlussrunde durften alle Kinder erzählen, wie sie heute nach Hause gehen. Traurig und froh- so lautete die Antwort von den meisten Kindern aus der 5c- froh, etwas gelernt zu haben, traurig, weil sie nun wissen, wie man mit Menschen umgegangen ist. Alle sagten, dass sie das Thema weiterhin beschäftigen wird, dass sie nun mehr aufpassen wollen und dass sie dankbar sind, in Frieden leben zu dürfen.

Der WDR hat die Kinder teilweise begleitet und am Freitag in der Aktuellen Stunde über das Projekt berichtet (hier geht es zum Filmbericht). Auch im Radio (Morgenecho) wird der WDR einen Bericht dazu senden. Vielleicht ist ja euer/Ihr Interesse geweckt worden, noch mehr vom Projekttag zu erfahren? - 1-2019

 

 

Zeit für das, was uns unbedingt angeht: TrO auf der Jugendburg Gemen

von Khiem und Tam Tran, Q2

Diese Zeit wollten sich auch 26 Schülerinnen und Schüler der Q2 vor ihrem Abi nehmen, um in den „Tagen religiöser Orientierung“ dem „kleinen Fach mit den großen Fragen“ Raum zu geben. Von Montag, 07.01., bis Mittwoch, 09.01.2019, gab es sinnvolle Gelegenheit dazu!

Unter der Leitung von zwei TrO-Teamerinnen, Eva und Evi, folgte am Montag nach einer vielfältigen Kennenlernrunde die Frage: Wie geht es dir? Und - Hand aufs Herz – ist nicht jedermanns Antwort: „Gut“ ? Die Befindlichkeit der Schüler/innen wurde buchstäblich in die Hand genommen, als es darum ging, mit Wörtern und Bildern ihre persönlichen Befindlichkeitsumschläge zu gestalten: Was bewegt mich? Was ist mir wichtig?  Anschließend ging es mit Fragebögen „Meinem Leben/Glauben auf der Spur...“, um verschiedene Themen des Lebens zu reflektieren – mit dieser Auseinandersetzung wurde im Austausch das entscheidende Thema der Schüler/innen gefunden: Glück und der Sinn des Lebens! Unter diesem Leitwort wurden zwischen Kaffee und Kuchen die Einheiten des TrO-Programms kreativ gestaltet. Für die Nächte wurde die Gruppe in den „Gemächern“ nahe der Burg untergebracht.

Der Dienstagmorgen startete mit einem Impulstext über „die kleinen Gründe“, einem Gebet und den persönlichen Glücksgründen. Spielerisch gelockert konnte sich die „Zug gefahrene“ Gruppe mit ihrer eigenen „Pappburg“ befassen: Wie möchte ich wirken? Worauf bin ich stolz? Was gebe ich nach außen Preis – was bleibt verborgen, unausgesprochen oder gar unaussprechbar?

In der Pappburg spiegelt sich das Wesen eines jeden Menschen wieder: ein Schutzwall, der die verletzliche Seele schützt; Ängste und Sorgen oder Stärken und Schwächen – das eine bleibt in der Burg, das andere ziert die (starken) Burgmauern, die wir um uns herum ziehen, aus welchen Gründen und Erfahrungen auch immer. Nach Gestaltung der persönlichen Pappburg mit Stift und Papier tauschten sich die Schülerinnen und Schüler - gestärkt durch ein reiches Mittagessen -  in Kleingruppen offen und mutig über ihre Persönlichkeit aus. Die Begegnungen schufen eine besondere Nähe und Vertrautheit außerhalb des Schulalltags – eine respektvolle Bereicherung der Wahrnehmung und der Gewinn einer neuen Perspektive in der Schulgemeinschaft!

Dieser Abend fand seine lautstärkste Einheit wohl in der „Werteversteigerung“,  bei der die Schüler/innen in „Familien“ mit einem Budget von 1000€ ihre sinnvollsten Werte zum Glück erwerben konnten: Wie viel ist dir Geborgenheit wert – oder Luxus? Abgerundet wurde der Tag dann mit dem Glücksmotto und einem stillen Wunsch für den Himmel ;-)

Der letzte Tag hielt eine ganz besondere Herausforderung für die Gruppe bereit: Bonbons! Jeder sollte jedem eines schenken! Zum „Glück“ handelte es sich hierbei nicht um Zucker für den Körper, sondern Balsam für die Seele: Es wurde ausreichend einmal Zeit genommen, um jedem Einzelnen zu schreiben, was man am anderen toll findet und/oder wünscht. Die Post fleißig in die vielen Befindlichkeitsumschläge „gestupst“ und verschlossen, ging es für die frisch zusammengerückte Gruppe nach Danksagung und einer großen Verabschiedung von den beiden Teamerinnen zurück nach Münster - mit einem Rucksack voll Freude/Post und der neu gewonnenen Orientierung um sich selbst und seinen Weg(-begleitern) für heute und morgen!

Fachkräftige Begleitung gab es von den Religionslehrern Frau Habbel, Frau Terhorst-Schweifel und Herrn Baumstark beim gemeinsamen Mahl und in der Freizeit. - 1-2019

 

 

Erfolgreiche Spendenaktion der 6d und des Religionskurses im Jg. 8

Während der beiden Elternsprechtage in vergangenen November haben die Klasse 6d und der evangelische Religionskurs der Jahrgangsstufe 8, betreut von Frau Holze, durch ihre Verkaufsaktionen die stolze Summe von insgesamt 820 € erzielt. Ein toller Erfolg und einen großartiger Einsatz!

Selbst gebastelte Advents- und Weihnachtsartikel fanden reißenden Absatz bei den Besucherinnen und Besuchern. Mit viel Energie und Freude waren alle Schülerinnen und Schüler im Verkauf tätig und dies für einen guten Zweck: Die Einnahmen kommen unseren beiden sozialen Schulprojekten, der Ugandahilfe und dem Philippinen-Projekt,  zu gleichen Teilen zu.

Allen engagierten Schülerinnen und Schülern sowie allen, die  großzügig gespendet haben und schließlich die große Summe zusammenbrachten, danken wir herzlich!- 1-2018

 

 

Dem Frieden ganz nahe – Annette-Schüler im Gespräch mit Amir Tadmor

Eine Geschichts- und Religionsstunde der besonderen  Art erlebten die Schülerinnen und Schüler des Annette-Gymnasiums. Zu Besuch war Amir Tadmor aus Israel, der als enger Mitarbeiter des Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin ab 1993 aktiv an dem Osloer Friedensprozess für den Nahen Osten beteiligt war – bis Rabin 1995 einem Attentat von Rechtsextremisten zum Opfer fiel.

Schulleiterin Anette Kettelhoit begrüßte zusammen mit zahlreichen Schülern und Lehrern aus Religions- und Geschichtskursen den Gast in Münster und erinnerte an die mühsamen Prozesse, die Münster schließlich im Jahre 1648 zu einer Stadt des Friedens gemacht haben. „Jerusalem, meine Heimatstadt“, so Amir Tadmor, „sei auch eine Stadt des Friedens und zugleich eine Stadt mit den meisten Konflikten weltweit“.

Er schilderte anhand seiner eigenen Erlebnisse und Erfahrungen den mühsamen Friedensprozess zwischen verfeindeten Israelis und Palästinensern, die Notwendigkeit, Hass zu überwinden und Vertrauen zu schaffen und schließlich den sichtbaren Erfolg der Verhandlungen, den Handschlag zwischen Rabin und Arafat 1993 in Washington.  Mit dem Attentat hätten Extremisten auf beiden Seiten wieder die Oberhand gewonnen. „Der Traum vom Frieden ist das Vermächtnis Rabins“, so Tadmor, der sich mit beeindruckendem Engagement weiter für die Verständigung einsetzt:  „Frieden braucht Zeit. Es geht drei Schritte vor und zwei, manchmal auch drei  wieder zurück.“ Eine zentrale Rolle spiele dabei die Bildung.

Als Lehrer, Schulleiter und Vorsitzender des Verbandes „Children of Abraham“ setzt Tadmor sich seitdem für israelisch-palästinensische Friedenserziehung ein. Schließlich gebe es keine Alternative zum Frieden, wenn man sinnloses Töten vermeiden wolle. Sein Vater, der sechs Kriege erlebt habe, hatte ihm gewünscht, dass er keinen Krieg mehr erleben müsse. Das sei nun nicht eingetreten und auch sein Sohn sei noch unter Bedingungen des Krieges aufgewachsen, aber für seinen gerade geborenen Enkel könnte dieser Wunsch einmal in Erfüllung gehen – „never give up hope“, so Tadmor.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von so viel Engagement und Hoffnung in einem scheinbar unlösbaren Konflikt. Sie hatten sich im Unterricht zuvor intensiv mit der Situation im Nahen Osten, den Konfliktlagen und Friedensinitiativen auseinandergesetzt und konnten dem Gast zahlreiche Fragen stellen: zu seinen persönlichen Erlebnissen, den Perspektiven für neue Friedensprozesse, der Rolle von politischen Entscheidungen und bürgerschaftlichem Engagement und seinen Einschätzungen der aktuellen Politik in Israel. Amir Tadmor ging auf alle Fragen ausführlich ein. Die Schülerinnen und Schüler dankten ihm am Ende mit langem Applaus für das Gespräch. „Es ist ein bisschen so, als hätten wir Geschichte selber erlebt, anstatt sie nur nachträglich zu verstehen“, so der spontane Eindruck eines Schülers.

Amir Tadmor ist auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft nach Münster gekommen und hielt am Abend einen öffentlichen Vortrag im Festsaal der jüdischen Gemeinde. - 12-2018

 

 

Exkursion zum Phoenix-Gebiet

von Moritz Schlummer und Nikola Peric (Q2)

Unser Tag begann mit einer Führung am Phoenix-See. Es wurden uns erst allgemeine Informationen gegeben, zum Beispiel, dass der See als Hochwasserschutz bei starkem Regen dient oder die Entscheidung, den See durch Grund- und Regenwasser aufzufüllen, zu verwerfen und den Prozess durch eine aktive Befüllung mit Trinkwasser zu beschleunigen. Aufgrund des Hochofens, welcher vorher dort stand, hat der Boden einen hohen Eisenhydroxid Anteil. Um zu verhindern, dass der See sich grün verfärbt, gibt es ein kleines Klärwerk extra für den See, welches es schafft 15 m³ zu reinigen. Diese Menge reicht um in einem Jahr das gesamte Wasser im See einmal komplett zu klären.

Da die Immobilienpreise am See sehr hoch sind, findet dort eine starke Segregation statt. Dort siedeln sich auch Spieler des Borussia Dortmund an, wie z.B. Roman Weidenfeller, welcher sich darüber beschwerte, dass Bäume am Seeufer wuchsen und so die Sicht auf den See versperrten. Daraufhin wurden Bäume rund um den See entfernt. Ein kleines Projekt am See ist der Anbau von Rebstöcken, von welchen die Trauben genutzt werden um Wein herzustellen und zu versteigern.

Im weiteren Verlauf des Tages waren wir bei einem Klärwerk. Dort wurden uns die drei Schritte der Wasserreinigung grob erklärt. Zuerst wird das Wasser mechanisch, durch z.B. ein Sieb, gereinigt. Daraufhin folgt die biologische Reinigung, bei welcher mit Hilfe von Bakterien der übrige Schmutz verschlammt wird. Dieser sogenannte >Faulschlamm< wird dann weiterverwertet, indem man ihn in den Fauleiern auf 37°C erwärmt und so das Klärgas extrahiert. Mit dem Klärgas wird dann ein Blockheizkraftwerk betrieben, welches zur Stromgewinnung dient.

Der gewonnene Strom wird für den Betrieb der Kläranlage genutzt, da sich Stromverbrauch und -produktion decken. Die überschüssige Wärme, welche beim Verbrennen des Gases entsteht, wird genutzt um die Fauleier bei der konstanten Temperatur zu halten. - 12-2018

 

 

„Europa, wir müssen reden! Brüssel bereisen, Politik verstehen“

Fünf Schulen auf Europa-Entdeckungstour in Brüssel

Von Paula Dewert (Annette-Gymnasium Münster), Camilla Karnau (Marienschule Münster)

Endlich war es soweit, mit gepackten Koffern standen wir am Montag um 7 Uhr in der Eingangshalle des Bahnhofs und freuten uns auf die kommenden drei Tage in Brüssel: Was erwartet uns in der europäischen Hauptstadt? Wie ist die Stimmung bezüglich des Brexits, der aktuellen Flüchtlingssituation, der anstehenden Europawahl und der anderen aktuellen Herausforderungen? Wird sich unser Bild von der Europäischen Union verändern?

Nach etwa vier Stunden Fahrt kamen wir an unserem Hotel im Stadtteil Molenbeek an und konnten dann einen ersten Eindruck von der Stadt gewinnen. Uns fiel schnell auf, wie international geprägt Brüssel ist: selten haben wir so viele internationale Supermärkte, Restaurants und Geschäfte auf engem Raum gesehen. Direkt im Anschluss ging es für uns zum Goethe-Institut. Hier wurden wir von Antonia Blau, Leitung Europäische Projekte, und ihrem Team über aktuelle Projekte aufgeklärt und erfuhren zum ersten Mal, wie wichtig es für die Zukunft der EU ist, mit allen Mitgliedsstaaten im ständigen Dialog zu stehen. Durch den steigenden Nationalismus, der aktuell in vielen europäischen Ländern zu beobachten ist, rückt der multinationale Verbund manchmal zu schnell in den Hintergrund.

Am folgenden Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf dem Weg zum „Haus der Europäischen Geschichte“. Wir haben dort viel über die Gründung der EU und ihrer Entwicklung in den letzten Jahrzehnten gelernt. Die Mittagspause nutzten wir dafür, die typischen belgischen Waffeln zu probieren. Nachmittags erhielten wir die Möglichkeit den CDU-Abgeordneten Dr. Markus Pieper (MdEP) aus NRW im Europäischen Parlament zu treffen und ihm unsere Fragen zu stellen: Wir haben viel über Deutschlands Rolle, die aktuelle Debatte über die Erneuerung des Urheberrechts und Piepers Werdegang erfahren. Außerdem beantwortete er unsere Fragen zur Migrationspolitik, der Zukunft Europas und warum der Vorwurf die europäische Politik wäre nicht vollständig demokratisch legitimiert, seiner Meinung nach nicht zutrifft. Zuletzt haben wir Herrn Pieper eine bronzene Taube übergeben:

Die Kunstwerke von Richard Hillinger, der 30 dieser Skulpturen zum 60. Jahrestag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte der UN erschuf, sollen Engagement für die Verwirklichung der Menschenrechte würdigen. Die Tauben „fliegen“ von vorherigen Preisträgern zu weiteren Personen oder Institutionen. Münster hat die Taube von der Stadt Hannover im Rahmen der „Mayors for Peace“ Bundeskonferenz bekommen. Wir geben sie nun an das Europäische Parlament weiter, um zu zeigen, wie wichtig der Europäische Zusammenhalt und die verbindende europäische Kultur sind.

Nach unserem ersten Besuch im Parlament sind wir von einem sogenannten „kritischen Stadtführer“ durchs EU-Viertel geführt worden. Wichtige Themen der Führung waren vor allem die Veränderung des Viertels durch vermehrten Bau von Bürogebäuden, die multi-kulturelle Stadt Brüssel und der Lobbyismus innerhalb der EU, erklärt an verschiedenen Gebäuden und Plätzen.
Brüssel ist eine Stadt, die sehr vielfältig und bunt ist. Oft wurde sie von den verschiedenen Referenten als „widersprüchlich“ bezeichnet: neben dem diplomatischen EU-Viertel existiert auch viel Armut und fehlgeschlagene Integration. Durch diese beiden Programmpunkte hatten wir die Chance zwei politisch völlig unterschiedlich einzuordnende Meinungen zu dem „Wie?“ der Europäischen Union kennengelernt. Trotz der Unterschiede war beiden die gemeinsame Begeisterung für diesen Völkerbund anzumerken.

Mittwochmorgen haben wir ein zweites Mal das Europäische Parlament besucht und haben uns nach einer Einführung den Plenarsaal anschauen dürfen. Es wurde dabei deutlich, in welchen Bereichen die EU wichtig für uns ist und warum sie gerade für die Zukunft entscheidend ist. Als eine Form der europäischen Vielfalt haben wir viel über die politische Landschaft des Europäischen Parlaments gelernt und den Umgang mit 24 Amtssprachen erklärt bekommen.

Über die Tage in Brüssel wurde die Begeisterung für die EU an vielen Orten auf unterschiedlichste Weise spürbar. Trotzdem war oft auch eine gewisse Sorge über die Zukunft der EU, die durch geringe Wahlbeteiligung oder den Brexit beeinflusst werden wird, präsent. Umso mehr ist die Reise als Chance für Wertschätzung der und Engagement für die EU zu sehen, die wir Jugendlichen nutzen durften.

Die Schülerakademie findet im Rahmen der Programmwoche „1648 – Dialoge zum Frieden“ statt und wird vom Arbeitskreis „1648 – Dialoge zum Frieden“/ Münster Marketing / Wissenschafts- und Friedensbüro in Kooperation mit dem Franz Hitze Haus durchgeführt. Anlass für die Exkursion bot das Europäische Kulturerbejahr 2018. - 11-2018

 

 

Archaeologie in der 6c

von: Marlene und Pia, 6c

In einer der letzten Geschichtsstunden hat uns der Archäologe Armin Schulz besucht. Er erzählte uns viel über seinen Beruf als Archäologe und Historiker. Die Archäologen und ihr Team arbeiten jeden Sommer unter extremer Hitze drei Monate lang. Die Ausgrabungen, z.B. von Bauwerken sind nur als Team möglich. Häufig buddelt der Archäologe nicht selbst, denn er überwacht die Ausgrabungen, damit alles so passiert wie es soll.

Archailogia Platon, Hippias maior 285d - das ist der lateinische Begriff für die Kunde von vergangenen Dingen. Archäologie ist eine Grabungswissenschaft. Mit Experimenten überprüfen die Archäologen, ob alte Geschichten auch wirklich so passiert sein können. Dazu sammeln sie Informationen aus alten Zeiten. Der Dichter Homer hat die Geschichte von dem trojanischen Pferd erzählt. Man wusste im Laufe der Zeit leider nicht mehr, wo die Stadt Troja gelegen haben soll.

Auch erzählte Herr Schulz uns von dem spannenden Alltag bei einer Ausgrabung. Doch es gibt nur noch sehr wenige Ausgrabungen, da heutzutage immer öfter eine neue Vermessungsmethode zum Einsatz kommt. Bei dieser Methode läuft eine Person über große Flächen und das Gerät kann die Erdschichten durchleuchten. Das ist praktisch, da bei Ausgrabungen auch immer die Objekte zwangsläufig kaputt gehen.

Archäologen haben kein entspanntes Leben, denn im Sommer, wenn es zu den Ausgrabungen geht, müssen sie schon um 5.30h aufstehen. Meistens helfen bei den Ausgrabungen Zeichnungen besser als Fotos, da auf der Zeichnung mehr Details eingezeichnet sind. Auf den Fotos kann man diese Kennzeichen meist nicht sehen. Was besonders oft gefunden wird, sind alte Theater und Amphitheater. Deshalb gibt es auch viele unausgegrabene Theater, da es nichts Besonderes mehr ist, wenn diese gefunden werden. Zu den Aufgaben eines Archäologen gehört auch, kleine Einzelteile sorgfältig zu pflegen und sie durch Spezialisten wieder zusammen zu bauen. Wenn Archäologen auf Ausgrabungen sind, übernachten sie übrigens häufig in Grundschulen, die während der Sommerferien geschlossen sind. - 11-2018

 

 

Hans-Riegel-Preisträger im Fach Geographie!

Johannes Hofer erhielt den 1. Platz im Fach Geographie beim Dr. Hans-Riegel-Fachpreis. Er setzte sich dabei mit seinem Thema „Wachsen oder Schrumpfen? Vergleich von Ursachenforschung zur unterschiedlichen Entwicklung zweier Kommunen“ gegen 16 weitere eingereichte Arbeiten durch.

Mit Johannes kann das Annette-Gymnasium schon zum siebten Mal in Folge einen Preisträger beglückwünschen.

Der Preis wurde am 24.09.2018 im Schloss zusammen mit der ICBF-Stiftung für besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten für Schüler/innen aus dem Münsterland verliehen. Die Kommission lobte dabei insbesondere die gute empirische Arbeitsweise.

Alle Siegerinnen und Sieger erhalten die Möglichkeit, als ehemalige Preisträger/innen auch weiter in den Genuss von Förderung zu kommen. So erhalten sie Angebote zu Seminaren und Konferenzen, welche die Förderung auch inhaltlich fortführen.

Wir gratulieren ganz herzlich! - 10-2018

 

 

Oberstufe des Annette-Gymnasiums beim Historikertag

Der 52. Deutsche Historikertag ist in Münster – da darf das Annette-Gymnasium natürlich nicht fehlen! Anlässlich des von der Körber Stiftung organisierten Schüler/innenprogramms besuchten zahlreiche Schüler/innen die Veranstaltungen und schnupperten in die universitäre Lehre hinein.

So befassten sie sich mit den 1968ern, lernten etwas über die historische Dimension von Fake News und widmeten sich der Migrationsgeschichte sowie der Macht kolonialer Bilderwelten. Und in der Pause wurde ein Heißgetränk in der Mensa im F-Gebäude getrunken, bei dem die Lehrkräfte in Nostalgie schwelgten.

Insgesamt waren fast 100 Schüler/innen der Oberstufe des Annette-Gymnasiums von der Einführungsphase bis zur Q2 dabei. Begleitet wurden sie dabei von Herrn Dr. Beck, Frau Boße, Frau Bußmeyer, Frau Dr. Caspary, Herrn Dr. Jung und Frau Keen. Auf dem Foto zu sehen ist die Abordnung der Q2. - 9-2018

 

 

Gründerpreis für Schüler: Sparkassen zeichnen Annette-Gymnasium aus

Die Sparkassen in Westfalen-Lippe haben zwei Schulen für ihr Engagement und die hervorragenden Ergebnisse beim Deutschen Gründerpreis für Schüler ausgezeichnet. Die Teams der Kaufmännischen Schulen Rheine, die seit Jahren an dem Gründerwettbewerb teilnehmen, belegten in der Wertung für Westfalen-Lippe die Plätze 1,2, 4 und 5 und erreichten damit den besten Querschnitt aller Teamergebnisse. Als Auszeichnung erhielt die Schule einen Geldpreis in Höhe von 4.000 Euro. Das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium aus Münster hat seinen Schülern in diesem Jahr erstmals die Teilnahme am Gründerwettbewerb ermöglicht und erhielt dafür einen Sonderpreis.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres haben bundesweit über 4.000 Schülerinnen und Schüler in knapp 850 Teams an dem Gründerwettbewerb teilgenommen und neue Geschäftsideen entwickelt. Die Teams mussten einen Businessplan inklusive Marketingstrategie und Finanzplan einreichen und sich dabei an realistischen Marktbedingungen orientieren. Bereits in den vergangenen Jahren schafften es Teams aus Rheine mehrfach unter die besten Zehn.

Die Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, Professorin Liane Buchholz, lobte das Engagement der Lehrer und hob die Bedeutung von Finanzbildung hervor: „Schülerinnen und Schüler sollten ökonomische Zusammenhänge verstehen, darum ist ein wirtschaftliches Bildungsangebot an den Schulen sehr wichtig. Ohne das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, die die Inhalte in den Lehrplan integrieren und bei den Schülerinnen und Schülern Begeisterung für das Thema wecken, wäre ein Wettbewerb wie der Gründerpreis der Sparkassen nicht möglich“. - 9-2018

 

 

Mit der Freigeist-Akademie unterwegs

von: Sophie Zeggelaar

Diesen Sommer, vom 29. Juli bis zum 11. August 2018, nahm ich an der Freigeist-Akademie in Collevecchio, Italien, teil. Die Freigeist-Akademie ist eine geisteswissenschaftliche Sommerakademie für Oberstufenschüler und Schulabsolventen aus ganz Deutschland, die ein besonderes Interesse an der Auseinandersetzung philosophischer Fragestellungen aufweisen.

Die Akademie umfasst zwei Wochen, in denen jeweils zwei parallel laufende Seminare angeboten werden. Die diesjährigen Seminare waren in der ersten Woche „Was können wir wissen?“ und „Was soll es bedeuten?“ und in der zweiten Woche „Wozu Bildung“ und „Warum ist Natur schützenswert?“.

Jedes Seminar wurde von zwei Dozenten geleitet, die  an sowohl nationalen als auch internationalen  Hochschulen oder Universitäten studiert oder promoviert haben. Durch das detailreiche Wissen der Dozenten wurde uns ein umfassender Blick auf die Thematiken ermöglicht.

Ich nahm an den Seminaren „Was können wir wissen?“ und „Warum ist Natur schützenswert?“ teil. Besonders in dem Seminar zur Erkenntnistheorie lernte ich, philosophische Texte zu verstehen und mit ihnen umzugehen. Nach dem Seminar „Was können wir wissen?“ hatte ich letztlich mehr Fragen als Antworten im Kopf. Dafür habe ich gelernt, alltägliche Gegebenheiten kritisch zu hinterfragen und ein Gespür für eine philosophische Herangehensweise zu entwickeln.

In dem zweiten Seminar diskutierten wir über den Treibhausgaseffekt, die Sauerstoff-Isotopen-Methode und die Milanković-Zyklen. Aus dem Seminar habe ich viele verschiedene Sichtweisen erhalten und vor allem gelernt, mit dem Begriff der Natur richtig umzugehen.

Mittags hatten wir die Gelegenheit, weiter über Themen, die in den Seminaren aufgegriffen wurden, zu diskutieren, uns auszuruhen oder an dem freiwilligen Felskletter- oder dem Italienischkurs teilzunehmen. Daneben bot es sich in unserer freien Zeit auch an, mit einem der Dozenten über die verschiedensten Philosophen zu reden oder ihn zu seinem Studium, seiner Promotion, oder Beruf zu fragen. Ein besonderes Highlight war unser zweitägiger Besuch in Rom. Wir besuchten den Vatikan, bekamen eine Führung durch Katakomben, schauten uns das Amphitheater an und genossen das leckerste italienische Essen.

Durch die Freigeist-Akademie habe ich sehr viel Neues gelernt und viele unvergessliche Erfahrungen sammeln können. Ich möchte jeder Schülerin und jedem Schüler, die/der Interesse an philosophischem Denken, kultureller Weiterbildung und bewegenden Erfahrungen mit den verschiedensten Persönlichkeiten sammeln möchte, die Freigeist-Akademie für Geisteswissenschaften ans Herz legen.

Einerseits möchte ich mich bei „Unternehmer NRW“ bedanken, die meine Teilnahme an der Akademie durch ein Stipendium ermöglicht haben, und andererseits den MINT-EC Lehrern Herrn Deittert und insbesondere Herrn Spieker, der das Empfehlungsschreiben für die Bewerbung um ein Stipendium verfasst hat, meinen besonderen Dank aussprechen. - 9-2018

 

 

EF-Kurse besuchen den Bioenergiepark in Saerbeck

von Lilli Reusch, Ben Mengler und Yunis Tiehen

Am Donnerstag, den 28.06.2018, besuchten wir, die Erdkundekurse von Frau Keen und Herrn Wolberg, den Bioenergiepark in Saerbeck. Nach einer knapp einstündigen Anfahrt aus Münster wurden wir zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde von Peter Engler über das Gelände geführt. Die Erkundungstour begann damit, dass wir eine Windkraftanlage von innen besichtigen durften. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zur nächsten Station, der Biokompostanlage. Dort haben wir ebenfalls einige sinnvolle Informationen erhalten, insbesondere wurden wir dabei auf unser eigenes Verhalten bezüglich der Mülltrennung aufmerksam gemacht: Merke – Kein Plastik in den Biomüll!

Auf dem Weg zur Photovoltaikanlage sind wir unter anderem an der Biogasanlage vorbeigefahren, welche momentan renoviert wird. Im Bus konnten wir dem Mitarbeiter von der Biogasanlage einige unser Fragen stellen, zum Beispiel, wieviel Energie der Bioenergiepark Saerbeck durchschnittlich produziert. Da das Gelände des Parks auf einem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr liegt, wurde auf die alten Bunker eine großflächige Photovoltaikanlange installiert.

Zum Abschluss des Rundgangs haben wir auf einem Bunker ein Gruppenfoto gemacht und letzte Fragen geklärt. Dabei ist auch rausgekommen, dass die Bürger Saerbecks mit dem Bioenergiepark sehr zufrieden sind, da sie zu Beginn die Möglichkeit hatten sich finanziell an dem Park zu beteiligen und die Energieanlagen somit als Kapitalanlagen nutzen können. Währenddessen wurde die andere Gruppe in das Konzept des Bioenergieparks in Form einer Präsentation mit anschließenden Experimenten eingewiesen. Im Anschluss wechselten die beiden Gruppen und vervollständigten so das Programm. - 7-2018

 

 

Geographie meets MINT - Erdkunde-LKs und Physik-GK besuchen das MEET

von Fiete Sengebusch (Q1)

Am 10.2.2018 besuchten die beiden Erdkunde-Leistungskurse unter der Begleitung der beiden LK-Lehrer Herr Holthues und Frau Keen zusammen mit dem Physik-Grundkurs von Herrn Grote das MEET(Münster Elektrochemical Energy Technolgoy). Organisiert wurde der Projekttag zum Thema Europa vor Ort vom MINT-Koordinator Herrn Deittert und der Schulleitung Frau Kettelhoit, die uns zu diesem Termin ebenfalls begleitete. Im Unterricht hatten wir uns zuvor unter anderem damit beschäftigt, wie der öffentliche Personennahverkehr optimiert werden kann. Hierfür leistet u.a. das MEET in Kooperation mit den Stadtwerken einen Beitrag, indem die Elektromobiltiät im Busverkehr optimiert werden soll. Auch der vergangene Projektkurs NW am Annette hat sich dieser Thematik angenommen.

Als allererstes trafen wir im MEET in einem Besprechungssaal ein. Dort wurden wir von Dr. Adrienne Hammerschmidt und Peter Croonenbroeck von dem Verein Bürger Europas e.V. begrüßt und uns wurde Sybille Benning, Bundestagsabgeordnete der CDU, vorgestellt. Herr Croonenbroeck leitete die  Diskussion zum Thema "Europa vor Ort - Einfluss und Auswirkung europäische Regional- und Forschungspolitik auf Nordrhein-Westfalen" mit einigen Informationen ein. Nun hatten wir die Möglichkeit Frau Benning Fragen in Sachen Politik, die uns interessieren, zu stellen. Diese beantwortete sie mal mehr, mal weniger ausführlich und zielführend. Wir diskutierten dabei querbeet über Themen wie Waffenexporte, europäisches Gemeinschaftsgefühl bis hin zu wirtschaftlicher Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

Im zweiten Teil der Veranstaltung erschien nach einer kurzen Pause Frau Dr. Hammerschmidt erneut und führte uns in die Forschungsarbeit des MEET Forschungszentrums ein. Da sie Leiterin des Instituts ist, konnte sie uns umfangreich und präzise Fakten über die Einrichtung geben. Außerdem bereitete sie uns durch einige Informationen auf den folgenden Rundgang vor und brachte uns die nationale und internationale Bedeutung des Meet näher. Zudem erklärte sie uns Dinge wie z.B. Energiespeichertechnologien, wie Elektrofahrzeuge funktionieren und die Anwendbarkeit von Lithium-Ionen-Batterien. Darauf folgt eine Führung durch die Forschungseinrichtung. Im Wechsel spielte der zweite Teil der Gruppe ein Spiel rund um das Thema Europa, sodass wir auch hier unser Wissen noch weiter vertiefen konnten. Erfreulicherweise gab es auch noch jede Menge kleine Preise zu gewinnen.

Insgesamt ist es dem Projekttag gelungen, naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Themengebiete miteinander zu verknüpfen. - 3-2018

 

 

Geographie vor Ort

von Emilie Möller und Patrizia Berghoff

Zu verschiedenen Unterrichtsthemen aus dem Bereich der Wirtschafts- und Stadtgeographie unternahmen die beiden Erdkundeleistungskurse der Q2 von Frau Beckmann und Herrn Streyl am vergangenem Mittwoch und Donnerstag eine Exkursion nach Hamburg. Mit einer Barkasse fuhren wir die Elbe stromaufwärts, erreichten zunächst die Elbphilharmonie und erkundeten dann den Hafen Hamburgs. Dabei galt unsere besondere Aufmerksamkeit der Hafencity, dem größten innerstädtischen Bauprojekt Europas. Am Abend folgte eine Stadtführung durch St. Pauli. Dabei wurde zum einen über die Geschichte des Viertels informiert, zum anderen auch das Nachtleben der Stadt kennengelernt.

Der Donnerstagmorgen begann mit sonnigem Wetter und einer Besichtigung des Rathauses. Danach folgte eine zweieinhalbstündige Führung bei Airbus, dem weltweit drittgrößten Flugzeughersteller. Zwei Mitarbeiter begleiteten uns dort durch die Produktionshallen, wo die vielen verschiedenen Flugzeugmodelle stehen. Insgesamt arbeiten in dem Werk etwa 12.000 Angestellte, die in einer entspannten und kollegialen Atmosphäre die Flugzeuge zusammenbauen.

Außerdem verfügt das Gelände über ein eigenes Krankenhaus sowie einen selbstständigen Busverkehr. Der Besuch des Airbuswerks war ein gelungener Abschluss für zwei interessante Tage in Hamburg. - 2-2018

 

 

Projekt "Interkulturelle Begegnung" – Speed-Dating der besonderen Art

Am 27.2.2018 besuchte der Zusatzkurs Sozialwissenschaft der Q2 von Frau Massing die "Werkstatt für Kultur und Bildung". Im Rahmen eines Projektes war der Kurs eingeladen, in der Bildungseinrichtung einen Integrationskurs für junge Geflüchtete zu besuchen.

Die Jugendlichen bereiten sich dort auf offiziell anerkannte und zertifizierte Deutschprüfungen vor. Außerdem werden sie über das politische System der Bundesrepublik Deutschland sowie die Lebensgewohnheiten informiert. In dem Projekt treffen sich junge Geflüchtete und zukünftige Abiturienten.

Während des Besuches in der "Werkstatt" sollten möglichst viele der Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen. Familie, Kochkünste, Lebensgewohnheiten hier und in den Heimatländern und viele weitere Themen wurden in einem Speed-Dating der besonderen Art besprochen. Jedes Mal, wenn die Klangschale ertönte, wechselten wir als Gäste den Platz, um mit einem neuen Gesprächspartner zu kommunizieren. Es kam zu einem regen Austausch, keine Minute kam Langeweile auf.

Im zweiten Teil ging es um die Erläuterung von deutschen Redewendungen, wobei sich die deutschen Gäste intensiv um eine sprachlich einfache und klare Erläuterung bemühten – eine gar nicht so leichte Übung. Anschließend wurden die Redewendungen von Teilnehmern aus dem Iran, aus Afghanistan, dem Irak, aus Marokko und Ghana in verschiedenen Sprachen an die Tafel geschrieben und sinngemäß erläutert. Geschrieben wurde in der Landessprache von rechts nach links!

Für viele der Teilnehmer dieser Deutsch- bzw. Sowi-Stunde der besonderen Art fand eine Begegnung mit  Geflüchteten zum ersten Mal statt, und alle waren sich einig, dass man viel Neues und Interessantes voneinander erfahren hat. Beim nächsten Treffen werden wir die Gäste durch unsere Schule führen und das deutsche Schulsystem und Zukunfts- und Berufspläne in Kleingruppen thematisieren. Sicherlich werden wir auch einiges über das Schulsystem in den Heimatländern unserer Gäste erfahren.

Den Abschluss bildet eine gemeinsame Veranstaltung im Rahmen der "Woche gegen Rassismus", die in diesem Jahr vom 12.3.-16.3.2018 stattfindet. - 3-2018

 

 

Exkursion zum Hof Entrup

von Stella Sieger, Lena Völker, Sophia Bremer und Eva Kramer

In der letzten Woche haben wir, die Erdkundegrundkurse der Q1 von Frau Pietschmann und Frau Keen, eine Exkursion zum Gärtnerhof Entrup gemacht. Begleitet wurden wir dabei zusätzlich von Frau Walter. Dabei konnten wir viele neue Eindrücke über die biologische Landwirtschaft gewinnen.

Nach unserer Ankunft wurden wir vom Landwirt Werner Bez freundlich in Empfang genommen und wurden im Allgemeinen über den Hof informiert. Danach wurden wir auf dem Betrieb herum geführt. Zuerst zeigte er uns den Stall in dem die Mutterschafe mit ihren Lämmern und einigen Ziegen waren. Uns alle erstaunte, dass unter den insgesamt 115 Tieren, die im Stall lebten, nur ein Bock war. Hier erklärte uns Herr Bez die Haltungsform, welches Futter die Tiere bekommen und wo dieses angebaut wird.

Anschließend lernten wir etwas über den biologischen Gemüseanbau und durften einen Blick in die vier großen Folientunnel werfen, in denen ausschließlich regionale und saisonale Produkte angebaut werden. Außerdem trafen wir auf eine der zwei Auszubildenden des Betriebs, die gerade dabei war Topinambur – ein stärkereiches Gemüse - zu ernten.

Auf unsere Frage hin, wie die Produkte vermarktet werden, führte Herr Bez uns in den hofeigenen Laden.  Dort werden zweimal die Woche das selbst angebaute Gemüse, das selbst gebackene Brot und die auf dem Hof produzierten tierischen Produkte, wie Schafsmilch, Schafskäse, Ziegenmilch, Ziegenkäse, Quark, Joghurt, Eier und Fleisch, vertrieben. Zur Ergänzung des Sortiments werden biologische Produkte, wie Kosmetikartikel und Trockenprodukte, zugekauft.

Zum Abschluss des Ausflugs beantwortete Herr Bez uns offen gebliebene Fragen im Hofcafé. Dabei erfuhren wir, dass der Hof im Demeterverband Mitglied ist und die meisten Produkte unter diesem Siegel vertreibt. Eine weitere Besonderheit des Gärtnerhofs Entrup ist die solidarische Landwirtschaft, bei der bis zu 180 Mitglieder Hofprodukte in wöchentlichen Rationen gegen einen monatlichen Beitragt von max. 145 Euro erhalten. Diese können entweder auf dem Hof direkt oder auf einem der Wochenmärkte in Münster, Steinfurt oder Altenberge abgeholt werden.

Für die Zukunft wünscht Herr Bez sich eine rein biologische Landwirtschaft, was er für umsetzbar hält, sofern wir als Verbraucher unser Konsumverhalten überdenken.

Insgesamt war dies eine aufschlussreiche und empfehlenswerte Erfahrung, die uns alle dazu angeregt hat von nun an vermehrt darauf zu achten, woher unsere Lebensmittel kommen. - 2-2018

 

 

Schüler/innen des Annette-Gymnasiums beim Holocaust-Gedenktag

27. Januar 2018: Der vierte Samstag im Jahr 2018, noch 338 Tage bis zum Jahresende, noch 6 Tage bis zu den Halbjahreszeugnissen… ein ganz normaler Tag – ein Tag wie jeder andere? Nein. Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – ein in Deutschland seit 1996 bundesweiter, gesetzlich verankerter und seit 2005 auch internationaler Gedenktag, der jedoch im öffentlichen Bewusstsein oft nur wenig präsent ist.

Gleichzeitig ist es ein Gedenktag, an dem sich nun schon zum zweiten Mal viele weiterführende Münsteraner Schulen mit kleinen und großen Projekten beteiligten und so auf den Tag als solchen, vor allem jedoch auf das Gedenken an die Opfer aufmerksam machen wollen. So auch Schülerinnen und Schüler des bilingualen Geschichtskurses der Q2 unter der Leitung von Geschichtslehrerin Elsa Boße, die von der Referendarin Jennifer Bußmeyer unterstützt wurde.

Als sich der Kurs zur Teilnahme am Projekt entschied, war schnell klar, dass den Lernenden eine „nüchterne“ Darstellung von Ereignissen und Biographien nicht ausreichte. Es sollten sowohl Orte als auch Schicksale in den Fokus gestellt werden. Die Vorstellung, eben jenen, die so oft ungehört blieben, eine Stimme zu geben entwickelte sich zum Leitgedanken des Projekts. So entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, an den Orten ehemaliger Münsteraner „Judenhäuser“, Gedichte von Holocaustopfern und – überlebenden vorzutragen, um zu zeigen, dass die Verfolgungsgeschichte nicht mit dem „Judenhaus“ endete, sondern noch viel weiterging: Die meisten Verfolgten wurden ermordet.

Darüber hinaus erschien es dem Kurs sinnvoll, die Münsteraner über die „Judenhäuser“ zu informieren und zu diesem Zweck Plakate zu erstellen. Die Planung stand bereits Ende 2017 – die konkrete Umsetzung sollte schließlich im Januar 2018 folgen.  Aufgrund einer Verletzung fiel Frau Boße jedoch leider aus. Sollte es also doch kein Projekt vom Annette-Gymnasium geben? Um eine Teilnahme dennoch zu ermöglichen sprang Kim Keen, die neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin des Annette Gymnasiums auch zur Lehrerabordnung des Geschichtsortes Villa ten Hompel zählt, ein.

Da der 27. Januar in diesem Jahr auf einen Samstag fiel, entschied man sich, den Gedenktag der weiterführenden Münsteraner Schulen um einen Tag vorzuverlegen. Am Freitag war es schließlich so weit. 17 Schulen mit insgesamt 350 Schülerinnen und Schülern beteiligten sich – unter ihnen die 16 Lernenden des Annette Gymnasiums. In Kleingruppen stellten sie sich vor drei der Münsteraner „Judenhäuser“ auf, verlasen Gedichte und informierten Interessierte über die Opfer, Dichter und den Gedenktag als solchen. Um 11.30 Uhr schließlich trafen sich alle beteiligten Schulen auf dem Platz des Westfälischen Friedens im Rathausinnenhof und gedachten der Opfer des Nationalsozialismus. Kerzen wurden entzündet und einige Lernende stellvertretend für ihre Schulen von Bürgermeisterin Karin Reismann zu den Projekten befragt. So auch Erik Päßler, der erklärte, dass die Arbeit mit Gedichten einen deutlich emotionaleren und damit auch greifbareren Zugang zur Geschichte ermöglichte, als die sonst im Unterricht oft besprochenen Zahlen und Fakten. Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung trug Tabea Mittmann das Gedicht „Mit Bleistift geschrieben im verplombten Waggon“ des jüdischen Schriftstellers Dan Pagis vor.

Schülerinnen und Schüler des bilingualen Geschichtekurses der Q2 mit ihrer Lehrerin Elsa Boße. - 2-2018

 

 

Erdkunde-LK besucht den Hof Große Kintrup

von Florian Scheid

Am 16.01.2018 besuchten wir, der Erdkunde-LK der Q1 von Frau Keen, den Milchhof Große Kintrup in Handorf. Nachdem wir mit dem Bus die Anfahrt bewerkstelligt hatten, wurden wir von Frau Große Kintrup über das Gelände geführt. Bevor wir zu den Tieren konnten, mussten wir unsere Schuhe und Hände desinfizieren, um zu vermeiden, dass schädliche Keime zu den Kühen gelangen. Danach konnten wir direkt die Kälber in ihren Boxen streicheln. Die jungen Tiere waren sehr neugierig, schnupperten an uns und eines nuckelte sogar an dem Finger. Gefüttert wurden die Kleinen mit Milch aus einem Trog, an dem Saugaufsätze in derselben Form wie am Euter befestigt waren.

Kurze Zeit später ging es weiter zu den erwachsenen Tieren. In dem großen Stall roch es ein bisschen streng, aber es war gut auszuhalten. Vorne am Stall lagen die Tiere auf Stroh und hatten jede Menge Platz. Jedoch waren einige Kühe unverhältnismäßig dick, was aber nur daran lag, dass hier trächtige und verletzte Kühe lagen. Hinter diesem Bereich befindet sich ein deutlich größeres Gehege mit vielen halboffenen Boxen, in denen jeweils eine Kuh stand oder lag.

Die Tiere konnten frei herumlaufen, auch wenn der Platz begrenzt war, und hatten sogar ein paar Beschäftigungsmöglichkeiten wie Bürsten an den Wänden. Dort war auch die Melkmaschine, die uns von Frau Große Kintrup gezeigt und erklärt wurde. Die Kühe konnten, wann sie wollten, in einen Box laufen, wo sie anhand ihres elektronischen Halsbandes erkannt wurden. Dann wusste der Computer, ob sie gemolken werden musste oder nicht. Wenn nicht, öffnete sich die Box einfach wieder. Wenn doch wurde von einem elektronischen Arm erst der Euter abgebürstet, dann die Zitzen von einem Laser erkannt und schließlich vier Saugschläuche angebracht. Dann konnte gemolken werden und uns wurde erklärt, dass eine Kuh am Tag ganze 40 l Milch produziert. Die Kühe schienen die Maschine ganz gelassen zu nehmen und hielten während des Melkens bereitwillig still. Das kann auch daran gelegen haben, dass sie währenddessen mit Kraftfutter versorgt wurden. Zudem wird jede Kuh bei dem Vorgang gewogen, sodass die Futtermenge direkt angepasst werden kann.

Zum Schluss erfuhren wir noch einige Interessante Dinge über den Hof. Da er kein Öko-Siegel besitzt, bezeichnet man ihn als konventionellen Milchhof. Jedoch geht es den Kühen besser als auf vielen anderen konventionellen Höfen. Die Milch der ca. 2000 Tiere wird noch auf dem Hof weiter verarbeitet zu Joghurt, Quark, Stippmilch oder ganz normaler Milch zum Trinken. Die Produkte werden zum einen direkt zu den Kunden gebracht, aber auch regional in ausgewählten Supermärkten vermarktet. Außerdem durften wir einige dieser Milchprodukte probieren, was nach den Kälbchen das Beste war, da die Produkte äußerst frisch und lecker waren. - 1-2018

 

 

„VOLL IST OUT“ – ein Projekttag in der Stufe 8

Kennen Jugendliche die Risiken und Auswirkungen des Alkoholkonsums?

von Merle, Rabea, Liv, Lia (Pädagogik-Kurs, EF)

Dieser Frage versuchten wir, der EF-Pädagogikkurs von Frau Baumstark, im Rahmen der Alkoholpräventionskampagne „Voll ist Out“ mit Schülerinnen und Schülern der Stufe 8 nachzugehen.
Um ehrliche Gespräche mit den Jugendlichen zu führen und keine Lehrer-Schüler-Distanz zu erzeugen, schlüpften wir in die Rolle der Lehrer. Dies nennt man auch Peer-Education.

Im Unterricht bereiteten wir uns erst einmal auf diese Rolle vor, indem wir uns Hintergrundwissen über Alkohol und Sucht aneigneten und lernten, wie schulische Suchtvorbeugung in der Schule aussehen müsste, um wirksam zu sein. Zudem simulierten wir die Methoden und Spiele, die wir mit den Achtklässlern vorhatten.

In der Woche vom 04.12. bis zum 08.12.2017 war es dann soweit. Jeweils acht Schülerinnen und Schüler des Pädagogik-Kurses haben dann mit kleineren Gruppen der jeweiligen 8. Klasse das Projekt durchgeführt. Mit vielfältigen Methoden versuchten wir die Stunden so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Neben Film, Quiz, Impulskarten, Rollenspiel und unserem „Spritsack“ war eine der beliebtesten Stationen die „Rauschbrille“: Hier konnten sie einen Alkoholrausch von 0,8 und 1,3 Promille nachempfinden und mussten verschiedene Aufgaben bewältigen, etwa eine Nachricht auf dem Handy schreiben, Slalom laufen oder eine Person in die stabile Seitenlage bringen, die vom Rad gestützt war (vgl. Foto: Lia und Clara mit der 8d).

In einer kurzen Rückmelderunde bestätigte uns die Klasse, dass sie die Stunden viel besser als mit Erwachsenen gefunden hätten, weil man so viel offener erzählen und fragen konnte. Letztendlich hoffen wir, dass die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Jahren verantwortungsbewusster mit Alkohol umgehen oder zum Beispiel selbstbewusster auftreten können, wenn sie auf einer Party nicht mittrinken möchten.
Aber auch wir haben natürlich durch das Projekt einiges gelernt. So frischten wir nicht nur unsere Fachkenntnisse über Alkohol auf, sondern lernten auch, eine fremde Gruppe Jugendlicher zu unterrichten.
Für uns endete das Projekt nach zwei Schulstunden, während die Achtklässler noch Besuch von einem ehemaligen Alkoholiker und von einem Polizisten bekamen. - 12-2017

 

 

Grundkurs Sozialwissenschaften bei der Bundesbank in Frankfurt

Seit drei Jahren lädt Jens Weidmann, Präsident der Bundesbank, zu einer Frage- und Diskussionsrunde mit Schülern ein. Unter dem Titel „Weidmann trifft Schülerinnen und Schüler“ wurde auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit eröffnet, sich für einen Besuch in der Hauptstelle der Bundesbank in Frankfurt zu bewerben.  Ausgehend von den im Unterricht besprochenen Themen  (u.a.: Euroraum und  Geldpolitik) entschloss sich der Sozialwissenschaftskurs mit dem Schwerpunkt in Wirtschaft unter der Leitung von Katrin Esser,  eine Bewerbung einzureichen. Die erarbeitete Bewerbung  gestaltete sich sehr überzeugend, und der Kurs wurde als eine von wenigen Schülergruppen nach Frankfurt eingeladen.

Am 1. Dezember 2017 fand das Treffen mit Jens Weidmann in Frankfurt statt. Diskutiert wurden sehr unterschiedliche Themen,  z.B. die Bedeutung von  „Kryptowährungen“ oder  die Frage nach Altersicherungen in der Bundesrepublik. Das im  Dezember 2016 eröffnete Geldmuseum wurde im Anschluss an das Gespräch besichtigt.  Dort konnte man so ziemlich alles über Geld erfahren, etwa über die Geschichte des Geldes und der Geldwirtschaft, über unterschiedliche Arten von Geld sowie über  die Bedeutung des Geldes für Wirtschaft  und Gesellschaft.

Im Ganzen stellte  der Besuch eine sehr lohnenswerte Erfahrung dar und bildete eine wertvolle Ausweitung und Vertiefung der im Unterricht besprochenen Perspektiven und Themen. - 12-2017

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Aula

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Fr, 01. 03. 2019

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Di, 05. 03. 2019

beweglicher Ferientag

(kurzfristige Änderungen vorbehalten)

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